The first 200 lines.
Lebe und warte auf den richtigen Augenblick.
Nimm dein Leben selbst in die Hand und durchbreche dein Schicksal.
Stehe zu einem Leben in Schande und folge deinem Traum.
Tu es für die Menschen, die an dich glauben.
The Elusive Samurai
„Fangen“
Es sind die Dinge, die wohl kaum Geschichte schreiben –
all die irrsinnig kleinen Dinge –,
die sich wiederholt ineinander verfangen und voneinander lösen.
Aber wir atmen noch.
Welcher Sache sollte ich mein Leben widmen?
Welches Schicksal erwartet mich?
Wenn mich selbst diese Gefühle,
die einem Fluch gleichen, in Fesseln legen.
Lebe und warte auf den richtigen Augenblick.
Nimm dein Leben selbst in die Hand und durchbreche dein Schicksal.
Stehe zu einem Leben in Schande und folge deinem Traum.
Tu es für die Menschen, die an dich glauben.
Komm und fang mich doch! Folge meinem Klatschen.
Das Leben ist kurz, also singe und tanze.
Denn es wird auch aufblühen, wer sich gekonnt aus dem Staub macht.
Herzlichen Dank für die Geschenke des Shugos von Shinano
anlässlich des Misayama-Festes des Suwa-Großschreins.
Betrachtet dies als Dankeschön.
Wenn Ihr das Sadamune bitte überreichen würdet.
Sehr wohl.
Ich bin sicher, mein Herr wird sehr erfreut sein.
Bediensteter des Ogasawara-Clans Akazawa Shinsaburo
Hierbei handelt es sich um überaus teure Gegenstände!
Ich nehme sie dankbar entgegen.
Auch mein Herr gab Euch nur das Beste,
so waren diese als Opfergaben für das Misayama-Fest gedacht.
Wie sie Höflichkeiten austauschen, obwohl sie gerade erst um ein Territorium gekämpft haben.
Das schaffen auch nur die höchsten Mächte Shinanos.
Im Namen der Suwa möchte ich Sadamune erneut
für all seine großzügigen Geschenke danken.
Das ist doch nicht nötig.
Wenn Ihr gestattet, würde ich gern eine Bitte meines Herrn äußern.
Nur zu.
Mein Herr wünscht Chojumaru …
als Boten für Euer Gegengeschenk.
Moment! Das …
Ich werde für seine Sicherheit garantieren,
darum benötigt er keine Begleitung.
Oder gibt es einen Grund,
weshalb Suwa nicht auf einen einzigen seiner Novizen verzichten könnte?
Hat er uns durchschaut?
Nein, unsere Informationsmanipulation sollte perfekt sein.
Allerdings hat Sadamune einen scharfen Verstand.
Hat er Beweise gefunden?
Oder will er sich im Zuge dieses Treffens vergewissern?
Seine Bitte auszuschlagen, wäre erst recht verdächtig.
Was nun?
Entschuldigung! Hier! Hallo!
Es spricht doch nichts dagegen, dass ich ihn begleite, oder?
Ganz allein unter Erwachsenen fühlt er sich doch bestimmt unwohl.
Nein, das …
Oder …
hätte der Ogasawara-Clan ein Problem damit, wenn ein einfaches Mädchen mitkäme?
Ihr reist morgen früh ab. Einwände?
Keine.
Mit Ayako an Eurer Seite werdet Ihr das schon überstehen.
S-Seid Ihr Euch da sicher?
Im Kampf kann ich ja auf sie zählen, aber … Na ja …
Keine Bange. Sie hat eine rasche Auffassungs- gabe, auch wenn man es ihr nicht ansieht.
Macht Euch keine Sorgen!
Wie soll ich jemals wie Tomoe Gozen werden, wenn ich Euch nicht beschützen kann?
Wie wer?
Sie lebte zur gleichen Zeit wie der Feldherr Kiso Yoshinaka.
Als kleiner Junge verlor Yoshinaka seine Familie und flüchtete nach Shinano,
wo er groß und stark wurde und um die Herrschaft kämpfte.
Er hat dasselbe durchgemacht wie ich. Und er hatte dasselbe Ziel.
Die Vasallin, die mit ihm aufgewachsen ist
und ihn stets beschützt hat, war jene Heldin Tomoe Gozen.
Sie ist das Vorbild eines jeden Mädchens,
das in Shinano aufwächst und Kriegerin werden will.
Ach so.
Und was hat es dann mit diesen aus Ledertaschen gemachten Puppen auf sich?
Es heißt, Tomoe Gozen war so stark gewesen,
dass sie zwei Kriegern gleichzeitig so ganz nebenbei die Köpfe abreißen konnte.
Das will ich auch schaffen!
Das größere Problem wird Sadamunes Befragung.
Yorishige
Tokiyuki Memorial
Tokiyuki
Spielen wir es einmal durch.
Spielen wir es einmal durch.
Ich bitte darum.
Ich bitte darum.
01.07.
Entschuldige. Wartest du schon lange?
Sadamune: Entschuldige. Wartest du schon lange?
Und ihr antwortet …
Nein, bin eben erst gekommen.
Ich bin ein Hojo.
Du Glubschauge!
Nein, bin eben erst gekommen.
Ich bin ein Hojo.
Sadamune: Hä?
Hab ich dich!
Sadamune: Hab ich dich!
Ein Hojo!
Eine falsche Antwort und ich sehe Euer zukünftiges Leben in Gefahr.
Eine falsche Antwort und ich sehe Euer zukünftiges Leben in Gefahr.
Oh nein! Und wie kann ich das verhindern?
Oh nein! Und wie kann ich das verhindern?
Das war auch Yoshinakas Schicksal.
Kiso
Das war auch Yoshinakas Schicksal.
Ihm mangelte es an Bildung und sozialen Kompetenzen.
Ihm mangelte es an Bildung und sozialen Kompetenzen.
So verlor er das Vertrauen des Volkes und ging schließlich zugrunde.
So verlor er das Vertrauen des Volkes und ging schließlich zugrunde.
Damit Euch nicht dasselbe Schicksal blüht, …
werden wir jetzt lernen!
Ihr werdet Euch alles Mögliche einprägen, damit sich Sadamunes Zweifel in Luft auflösen!
Na, ob das gut geht?
Neues Anwesen des Shugo – Shinano
Mein Herr. Ich bringe Euch Chojumaru.
Danke. Er soll reinkommen.
So, wir beide warten vor der Tür.
So nah merke ich den Druck, den er ausübt.
Aber ich werde nicht versagen!
Nicht gegen jemanden, der sich nur mit Intrigen zu helfen weiß!
Ich stamme vom Hojo-Clan. Und ich trage nun auch den Namen Suwa.
Niemals werde ich nach seiner Nase tanzen!
Setz dich ordentlich hin!
Mit dieser Sitzhaltung zollst du deinem Gegenüber den gebührlichen Respekt.
Du meinst wohl,
du müsstest dich aufspielen, weil du dich in Gegenwart des Feindest befindest, …
aber du irrst dich.
Du hast das Leben des Feindes mit Respekt zu behandeln, …
da es das Leben ist, das du nehmen wirst.
Männer wie Frauen saßen damals meist im Schneidersitz
oder auf einem Bein, während sie das andere aufgestellten.
Durch die von Ogasawara Sadamune verfasste Etikette
setzte sich das Knien als angemessene Sitzhaltung in der Edo-Zeit durch.
Ich habe ihn unterschätzt.
Nun beginnt unser Wortgefecht.
Schaffe ich es nicht, mit Worten auszuweichen, werden mich seine Worte durchbohren.
Wie alt bist du, …
wenn ich fragen darf?
Neun.
Was du nicht sagst! So kann man sich täuschen!
Ich wollte dich schon fragen, ob du meine Konkubine werden willst.
Aufgrund deines Aussehens hätte ich dich für eine erwachsene Frau gehalten.
Das höre ich oft.
Ich nehme das Geschenk hiermit in Empfang.
Bitte richte Yorishige meinen Dank aus.
Ja, natürlich.
Handelt es sich bei diesem Bengel um einen Hojo oder um einen Niemand?
Ich werde ihn mit Fragen löchern und seine Reaktionen analysieren.
Nur so am Rande, Bengel. Du hast eine durchaus schöne Haltung.
Höchst ungewöhnlich für einen Krieger Suwas, für den Anstand ein Fremdwort ist.
Inwiefern gilt es als anständig, einem Schreinmädchen das Ohr abzuschießen?
Er kontert ohne zu zögern und weicht damit meiner Frage aus.
Wir befanden uns seinerzeit in einer Schlacht.
Und ich weiß am besten, dass man eine Schlacht nicht mit Höflichkeiten gewinnen kann.
Du sollst dich seit der Hundejagd mehrfach in Schlachten eingemischt haben.
Ein echter Rotzbengel bist du!
Da frage ich mich doch, von welchem namhaften Krieger du abstammst.
Nenne mir deinen familiären Hintergrund.
So wie du es auf dem Schlachtfeld tun würdest.
Mein Vorfahre ist Koizumi Goro, Einwohner des Landguts Okaya,
der zum Wachtmeister des Suwa-Großschreins ernannt wurde.
Koizumi Gorosaburo, Wachtmeister der 5. Generation,
unterzog die Wächter einer strengen Erziehung.
Ich, Chojumaru, bin sein Sohn.
Er stockt keine Sekunde und bewahrt Fassung.
Falls es sich um Lügen handelt, hat ihn Yorishige sorgfältig darauf vorbereitet.
Die Existenz sowie der Tod deiner Eltern bei einem Feuer letztes Jahr wurde bestätigt.
Ebenso die Existenz eines Sohnes.
Eins ist allerdings merkwürdig.
Denn dieser Sohn soll ebenfalls bei dem Brand umgekommen sein.
So zumindest die Aussagen der Zeugen.
Ich habe meine Eltern in den Flammen zurückgelassen und bin geflohen.
Ich habe mich im Suwa-Großschrein versteckt …
Bitte verzeiht, Herr Koizumi, …
dass ich Euren unerwarteten Tod als Schutzschild gebrauche.
Es war ein schreckliches Feuer,
weswegen man denken könnte, ich wäre mit ihnen gestorben.
Da wäre allerdings noch eine ungewöhnliche Sache.
Es geht um deine Vasallen.
Bei dem Jungen namens Kojiro handelt es sich um ein Mitglied des Nezu-Clans.
Und diese Ayako ist laut meinen Quellen ein uneheliches Kind des Mochizuki-Clans.
In beiden fließt also das Blut angesehener Familien, die seit jeher in Shinano gedeihen.
Warum sollten sie sich dem Sohn eines einfachen Wachmannes unterordnen?
Das ist natürlich korrekt.
Als wir uns im Suwa-Großschrein kennenlernten, spielten wir Fangen.
Wir sind Kinder, die Herr und Vasallen spielen.
Als Vorbereitung auf den Tag, …
an dem wir in den Dienst eines Herrn treten werden.
Aber was interessiert sich der Shugo von Shinano für rollenspielende Kinder?
Nicht übel. Er reagiert gewandt auf jede meiner Fragen.
Der anfängliche Hauch von Angst und List ist von ihm gewichen.
Er wirkt so, als würde er diesen Austausch genießen.
Er mag ein sonderbarer Bengel sein, der die Flucht als Unterhaltung versteht,
aber ist er auch der verbalen Ausflüchte mächtig?
Shinsaburo! Komm herein.
Sag, kommt dir dieser Mann bekannt vor?
No comments yet. Be the first to leave one.