The first 200 lines.
Seht euch mal an,
wie ihr da sitzt.
Ihr denkt, ihr seid gute Menschen.
Seid ihr aber nicht.
Glaubt mir.
Gute Menschen gibt es nicht.
Ich war auch mal wie ihr.
Ich dachte, harte Arbeit und Fairness
würden zu Erfolg und Glück führen.
Falsch.
Fairness ist eine Masche der reichen Leute,
damit die anderen arm bleiben.
Ich war arm.
Das bekommt mir nicht.
Denn es gibt zwei Arten von Menschen:
Die einen nehmen...
den anderen wird genommen.
Raubtiere
und Beute.
Löwen
und Lämmer.
Ich heisse Marla Grayson.
Und ich bin kein Lamm.
Ich bin eine verdammte Löwin.
Sie ist meine Mutter,
ich sollte sie jederzeit sehen dürfen.
Sie braucht kein Pflegeheim,
keinen gesetzlichen Betreuer.
Sie hat einen liebevollen Sohn.
Wie können Sie sie dieser Fremden anvertrauen?
Ms. Grayson hat sie in das Heim gesteckt,
obwohl sie es eindeutig abgelehnt hatte.
Jetzt versteigert sie ihr Haus,
ihr Auto, ihre Wertgegenstände.
Von dem Erlös bezahlt sie sich selbst.
Ich darf meine Mutter nicht mal mehr besuchen.
Ein Albtraum,
sie hat meine Mutter entführt!
Beruhigen Sie sich.
Marla Grayson ist eine angesehene Betreuerin.
Ich habe sie ernannt,
damit Ihre pflegebedürftige Mutter versorgt wird.
Was hat sie davon, dass ich nicht zu ihr darf?
Ihr ist meine Mutter gleichgültig.
Euer Ehren, darf ich etwas sagen?
Bitte, Ms. Grayson.
Mr. Feldstrom,
ich habe Verständnis,
aber ich werde nicht grundlos ernannt.
Ihre Mutter brauchte Hilfe. - Unsinn!
Ein Arzt hat bei ihr Demenz diagnostiziert
und unter Eid erklärt,
dass sie unter Schutz gestellt werden sollte.
Sie hatten ausreichend Gelegenheit, sie einzuweisen
oder selbst aufzunehmen.
Das taten Sie nicht.
Sie wollte ihr Haus nicht verlassen.
Sie flehte...
Es geht nicht darum, was sie will,
sondern was sie braucht.
Ich bin kompetenter als Angehörige,
denn ich habe nichts zu verlieren.
Ich tue das, was für Ihre Mutter richtig ist.
Ich verwalte ihr Geld, denn jemand muss es tun.
Es war ihr über den Kopf gewachsen.
Ich muss das Pflegeheim bezahlen,
darum habe ich einen Teil ihres Eigentums verkauft.
Und ich bezahle mich,
denn Betreuung
ist meine Arbeit, mein Beruf.
Das tue ich von morgens bis abends,
ich betreue Menschen.
Ich betreue diejenigen, die Schutz benötigen.
Schutz vor Apathie, vor ihrem eigenen Stolz.
Und recht häufig
Schutz vor ihren Kindern.
Euer Ehren, das haben wir oft erlebt.
Nachkommen, die ihre Eltern lieber verhungern
und leiden lassen,
anstatt einen Teil ihres Erbes zu benutzen,
um für die notwendige Betreuung zu zahlen.
Mr. Feldstrom.
Ich habe volles Verständnis,
aber Ihre Besuche regen Ihre Mutter auf.
Beim letzten Mal
haben Sie einen Pfleger angegriffen
und den Empfang verwüstet.
Oder etwa nicht?
Es ist wohl offensichtlich,
warum es bei dem Besuchsverbot bleiben muss.
Dieses Gericht tut sein Bestes,
um Mrs. Feldstrom zu schützen und ihr zu helfen.
Und ihr Sohn
untergräbt all unsere Anstrengungen
in diesem Kampf.
Ich stimme zu. Verbot beibehalten.
Was? Nein.
Hast du gewonnen? - Ja.
Ich wusste es.
Sie Luder!
Ja, Sie! Luder!
Der meint dich.
Ich habe einen Namen.
Wie schlafen Sie nachts? Unser Leben ist im Arsch.
Ich tue nur meine Arbeit.
Arbeit nennen Sie das? Scheisse ist das!
Ich hoffe, Sie werden vergewaltigt
und dass Sie krepieren!
Sie blöde... Kuh!
Jetzt reicht's aber, du Wichser!
Trifft es Sie mehr, weil ich eine Frau bin?
Dass Sie jemand mit einer Vagina besiegt hat?
Ihr Penis macht mir keine Angst.
Im Gegenteil.
Sie mögen ein Mann sein,
aber wenn Sie mir noch einmal drohen,
mich anfassen oder anspucken,
packe ich Ihren Schwanz und Ihre Eier
und reisse sie Ihnen ab. Ist das klar?
Ich grüsse Ihre Mutter.
Curtis.
Gratuliere!
Hallo, Chef. Gratuliere zum Sieg.
Danke, Addie. Wie spät haben wir?
14 Uhr 17.
Mit der Fahrt macht das gut fünf Stunden.
Also sechs, auf die Feldstrom-Rechnung.
Normales Honorar.
Sam Rice hat angerufen.
Verbinden Sie mich.
Fran, ruf den Makler an
wegen des Bather-Hauses.
Das Sparkonto ist leer,
wir müssen das Heim bezahlen.
Geht klar.
Sam für Sie.
Sam, wie geht's?
Mir geht's gut, Marla, und selbst?
Ohne Fleiss kein Spass.
Das lob ich mir!
Was gibt's? - Ich habe Neuigkeiten.
Gute oder schlechte?
Etwas von beidem.
Dein Pflegling, Alan Levitt,
hier im Berkshire-Oaks-Heim,
ist gestorben.
Was?
Alan ist gestorben. Heute früh, tut mir leid.
Alan Levitt, wirklich? Wie?
Schlaganfall.
Er war noch jung.
Erst 69 und drei Monate.
Nicht zu fassen!
Alan.
Nach 6 Monaten!
Ich hatte mit mindestens 5 Jahren gerechnet.
Jetzt muss ich alles an seine Erben auszahlen.
Zeitverschwendung!
Vielleicht hat er dir was vererbt.
Na klar!
Und die gute Neuigkeit?
Wegen Alans tragischem Todesfall
haben wir einen Platz frei.
Sein Zimmer!
Ein Luxus-Eckzimmer.
Ganz genau.
Halt's mir frei.
Du bist nicht die Einzige, es gibt eine Warteliste.
Die kann mich mal!
Wie viel?
2000, bis es besetzt ist.
2000? Letztes Mal waren es 500.
Ich finde schon jemanden.
Du Ratte, Sam!
Na gut, 2000.
Danke, Sam.
Gern geschehen, Marla.
Was ist?
Du weisst schon.
Achte auf den Verkehr.
Hallo, Petra.
Dr. Karen erwartet mich.
Alan Levitt? Mann!
Der war doch unsterblich. - Eben.
Wir suchen einen neuen Kunden.
Hättest du jemanden?
So manche würde ich gern loswerden.
Die pflegeaufwändigen Ärsche.
Es gibt da jemanden, der für euch infrage käme.
Ich habe vorgefühlt.
Und ich glaube, sie...
sie könnte...
Nein!
Ich will's nicht sagen.
Eine Rosine?
Ja. Vielleicht. Ich glaube schon.
Komm, sag mir die Einzelheiten.
Langsam, Marl.
Ich kann sie dir nicht schenken,
ich brauche eine Gegenleistung.
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