Ammonite

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Ammonite 2020 720p BluRay DD5 1 x264-iFT
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Published on: 2021-11-04
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The first 200 lines.

Aus dem Weg!

Danke, meine Herren. Sachte, wenn ich bitten darf.

Meer-Echse Gefunden von Miss Mary Anning

ICHTHYOSAURUS Gewidmet von H. Hoste Henley

Mary!

Solltest du nicht draussen sein?

Wir könnten mehr von den Ammonitenschalen gebrauchen,

Plunder für Touristen.

Und Treibholz.

Ehe ich mir den Tod hole.

Was machst du?

Ja?

Lassen Sie sich nicht stören. Ich sehe Ihnen gern bei der Arbeit zu.

-Wir haben geschlossen. -Wundervoll, nicht?

-Cornu Ammonis? -Ammonit.

-Ein zerbrochener. -Dennoch ein Prachtstück.

Haben Sie einen Wunsch?

Entschuldigung. Darf ich mich vorstellen? Roderick Murchison.

Ich gebe zu, ich bin von Ehrfurcht ergriffen.

Ihr Ruf sorgt häufig für Gesprächsstoff in der Geographical Society in London.

-Jungs unter sich. -Nun ja...

Richtig.

Aber Ihre Erkenntnisse, Ihre Fähigkeiten sind legendär.

Und auf meiner archäologischen Europareise wollte ich die Gelegenheit nicht versäumen,

Sie kennenzulernen.

Und... da sind Sie nun, bei der Arbeit.

Die Gentlemen zeigen kein Interesse mehr an meinen Überresten von Meerestieren.

Sie sind aus der Mode gekommen, nicht?

Richtig. Ich fürchte, ich bin ein Spätzünder.

Natürlich wollte ich die „vorsitzende Göttin von Lyme“ kennenlernen.

Üblicherweise...

würde ein Gentleman mir schreiben

und einen Termin vereinbaren, statt hereinzuschneien.

-Ja. Unverzeihlich. -Nicht daran rumfingern.

Verzeihung. Das ist meine Frau, Mrs Charlotte Murchison.

Wie Sie sehen, grabe ich keine grossen Stücke mehr aus.

Ich sah dieses Fossil im British Museum. Ein kompletter Ichthyosaurier, richtig?

Ist das einer Ihrer Funde?

Faszinierend.

Es wäre mir eine grosse Freude, diesen Ammoniten von Ihnen zu erwerben.

Noch mehr freuen würde mich aber

die Möglichkeit, eine Zeitlang mit Ihnen zusammenzuarbeiten,

am Strand, und Ihnen über die Schulter zu blicken.

Ich gebe keine Führungen mehr.

Ich bin kein Tourist. Ich bin Wissenschaftler, wie Sie.

Ein Mensch der neuen Welt. Und ich möchte von Ihnen lernen.

Natürlich bin ich gerne bereit,

Sie für den Aufwand zu entschädigen.

Und natürlich zahle ich angesichts der Unannehmlichkeit

für einen persönlichen Austausch einen Zuschlag.

Neben dem Kauf dieses vortrefflichen Ammoniten.

Es ist keine leichte Arbeit.

Gut.

Vielleicht finden wir nichts.

Selbstverständlich.

-Nun gut. -Grossartig.

Sie ahnen nicht, was mir das bedeutet.

Meine Freunde werden sehr neidisch sein.

-Haben Sie einen ruhigeren Speiseraum? -Ja...

Diese Musik ist recht anstrengend für den Anlass.

-Könnten wir nicht... -Mach kein Aufheben.

-Welche Suppe gibt es? -Hasensuppe.

Sind die Austern gespickt?

-In Wein gedünstet, Sir. -Hervorragend.

-Und den Rinderbraten, blutig. -Sehr wohl.

Schmorsellerie, Salzkartoffeln, dazu Flüssigsahne.

Und die Weinkarte. Nein, ich nehme eine Flasche Bordeaux.

Wir haben die Jahrgänge 1826 und 1835.

Den 35er.

Meine Frau nimmt Weissfisch,

gebacken, ohne Sauce.

Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, noch ein Kind zu zeugen.

Miss Anning.

Bin ich spät dran?

-Die alte Frau in Ihrem Laden... -Meine Mutter.

Gewiss, verzeihen Sie. Ihre Mutter sagte, Sie seien hier.

Der Morgen war hell, und es war Ebbe. Ich konnte nicht warten.

Gewiss.

Ich wollte bloss nichts verpassen.

Jetzt sind Sie ja hier.

Ja.

Nichts.

Faseriger Kalzit... Kalkstein...

-Kalzitkristall... -Und das?

Sehen Sie mal. Da steckt ein kleiner Ammonit drin.

Aber diese Vertiefung zeigt, dass er rissig ist.

Es lohnt sich nicht, ihn rauszulösen.

Das ist schön.

Koprolith. Sehr schön.

Diese Sorte ist mir neu.

Wenn Sie genau hingucken,

sehen Sie winzige Fischgräten.

Die kleinen, schwarzen Flecken... sind Schuppen.

-Er muss nur noch geschliffen werden. -Danke.

-Aber was ist es? -Versteinerter Kot.

-Bitte? -Ja, Mr Murchison.

Scheisse.

Bald kommt die Flut. Gehen wir lieber.

Sieh nur, was ich mit Miss Anning gefunden habe.

Charlotte.

-Was soll das? -Raus aus diesem stinkenden Zimmer.

-Ich will nicht. -Du hast keine Wahl mehr.

Wir können so nicht weitermachen. Du bist wie ein Schatten. Das geht einfach nicht.

Du bist noch nicht wieder kräftig genug, um mich ins Ausland zu begleiten.

-Du brauchst mehr Zeit, um zu genesen. -Roddy...

Lyme scheint mir der ideale Ort für dich zu sein.

Es ist eine ausgedehnte Forschungsreise.

Dir wurde Ruhe verordnet, Baden im Meer...

-Ich mag das Wasser nicht. -Und wenig Aufregung.

Ich will meine fröhliche, lustige,

kluge Frau zurück.

Ich will nicht allein sein.

Gibt es noch etwas?

Meine Frau, Charlotte... Es geht ihr in letzter Zeit gar nicht gut.

Sie leidet an...

leichter Melancholie, würde ich sagen.

Ihr wurde Seeluft verordnet, doch die Fortschritte sind schleppend.

Ich habe alles arrangiert, damit sie in Lyme bleiben kann.

Zwar bin ich davon überzeugt, dass sie hier in guten Händen ist,

doch sie wäre allein.

Ich habe mir gedacht...

oder vielmehr gehofft...

dass es für sie eine grossartige Gelegenheit sein könnte,

mit Ihnen hinauszugehen.

-Hinauszugehen? -Ja.

Mit Ihnen den Strand entlangzulaufen, von Ihnen zu lernen.

-Ich brauche keinen Lehrling. -Ich weiss.

Ich kann nicht den ganzen Tag eine Kranke pflegen.

Und... das müssten Sie auch gar nicht.

Sie waren mir gegenüber...

gestern so zuvorkommend, teilten Ihr Wissen mit mir.

Ich hege die Hoffnung, dass Sie meiner Frau gegenüber ebenso grosszügig sein könnten.

Damit sie etwas hat, das ihr Interesse weckt, sozusagen.

Und es wäre nur für... vier Wochen.

Vielleicht fünf.

Aber nicht mehr als sechs.

Verzeihen Sie, Mrs Murchison,

ich soll Ihnen helfen, sich für heute fertig zu machen.

Ich bleibe hier.

Es tut mir sehr leid, aber Mr Murchison besteht darauf,

dass ich Sie sofort aus dem Bett hole...

Bitte werfen Sie nichts mehr nach mir.

Was ist da?

Etwas. Nichts.

Sollten Sie es nicht ausgraben?

Ist das nicht Ihr Beruf? Mein Mann sagt, ich soll Ihnen dabei zusehen.

Dass eins klar ist: Ich wollte Sie nicht dabeihaben.

Ihr Mann bezahlt mich dafür.

Mir ist egal, ob Sie gerne hier sind.

Bitte sagen Sie mir nicht, wie ich zu arbeiten habe.

Ich bin hier, weil Bäder und Spaziergänge mich kurieren sollen.

-Nicht um in der Erde zu wühlen. -Bäder?

Dann erlösen Sie mich doch und gehen baden.

-Mein Mann... -Er hat Sie zurückgelassen.

Ein Scheiss fehlt dir, wenn du mich fragst.

Das ist weit genug!

Mutter!

Mutter!

Scheisse.

Mutter!

Sie sind neu.

Ja.

Ausländisch?

Ja.

Sie hat hohes Fieber.

Könnte sie sich gestern erkältet haben? Ist sie im Regen nass geworden?

Ich weiss nicht.

-Vielleicht war sie ja baden. -Oh ja, die Wasserfolter.

-Sie braucht Pflege, rund um die Uhr. -Ich bin keine Pflegerin.

Ich kenne die Frau kaum.

Ja...

Miss Anning...

eine Frau hat doch die Aufgabe, für ihre Nächste zu sorgen, nicht?

Sie sollte es warm haben, aber nicht zu heiss.

Kalte Kompressen dürften das Fieber lindern.

Ich schreibe ihrem Mann und lasse ihre Sachen bringen.

Rufen Sie mich, falls ihr Zustand sich verschlechtert.

Schönen Nachmittag wünsche ich Ihnen.

Wie lange gedenkt sie hier zu wohnen?

Du solltest sie heimschicken. Zurück in dieses London.

Wir sind nicht für sie verantwortlich.

Sie könnte sterben.

Wie sollen wir überleben, wenn du ihre Zofe spielst?

Das geht schon.

Wenn sie in meinem Haus wohnt,

ständige Pflege benötigt und dein Bett besetzt,

dann soll ihr Mann mehr zahlen.

Nein.

Nein.

Ich habe...

Ich habe sie nicht gesehen...

im Erdreich.

Es war kalt.

Kalt.

DIE BERÜHMTE PHILPOT'S-SALBE

Mary.

Hallo.

Ich brauche einen Topf Salbe.

Salbe?

Deine Mutter? Geht es Molly wieder schlechter?

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