Season 1

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Das Adlon Eine Familiensaga S01 GERMAN iNTERNAL BDRip x264-ORCHiD
A Commentary by mnemosyne

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Published on: 2014-10-12
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The first 200 lines.

Sonja Schadt

Louis Adlon

Friedrich Loewe

Alma Schadt

Uhurufe

Männer ächzen.

Frau schreit im Hintergrund.

War das Alma? Erneuter Schrei

Komm nicht auf dumme Gedanken.

Beeilt euch. Wir müssen weg. Macht voran.

Pass kurz auf, Margarete. Ich bin gleich wieder da.

Hundegebell

Meine Geschichte beginnt im Jahr 1904.

Die Zeit vor den Weltkriegen,

als die Menschen noch mit Zuversicht darauf warteten,

was das 20. Jahrhundert für sie bereithalten würde.

Bist du verrückt? Wenn man uns sieht...

Wie geht's ihr? Dauert nicht mehr lange.

Denk an das Lichtzeichen.

Ich kam in einer kalten Frühlingsnacht zur Welt.

Meine Geburt ging ganz heimlich vonstatten,

denn meine Großmutter war fest entschlossen,

einen Skandal zu verhindern.

Alma, los, noch mal. Na los.

Alma schreit. Ja!

Streng dich an.

Alma, bald hast du es geschafft. Atmen nicht vergessen.

Los. Alma schreit laut.

Mein Vater war damals gerade 15.

Er schreit auf. Du bringst uns nur Unglück.

Zurück zum Wagen.

Wie gern hätte er meiner Mutter beigestanden,

aber er hatte keine Chance.

Baby schreit.

Baby gluckst.

Alma atmet erleichtert.

Huf- und Fahrgeräusche

Sie dürfen nicht gehen.

Schick Friedrich nicht weg. Es war nicht seine Schuld.

Bitte, Mutter.

Hopp!

Und brr.

Tor fällt laut zu.

Es ist ein Mädchen. Und hopp.

Pferdewiehern

Baby gluckst im Hintergrund.

Hundegebell in der Ferne

Baby quietscht.

Baby beginnt zu schreien.

Mutter. Mutter, nein!

Wohin bringst du sie? Morgen reden wir weiter.

Gib mir mein Kind zurück!

Mutter!

Mutter!

Sch. Alles wird gut werden.

Musik wird dramatisch.

Alma schluchzt.

Das war in demselben Jahr,

als Lorenz Adlon mit dem Bau

seines legendären Hauses in Berlin begann.

Das Hotel Adlon.

Wer hätte damals gedacht,

dass dieser Ort bis heute

mit meinem Leben verbunden bleiben würde?

Wir haben die Genehmigung für die 4. Etage des Hotels bekommen.

Seine Majestät machte vom Fassadenrecht Gebrauch

und starkte uns den Rücken.

Schau doch mal, Schatzerl, was für ein Prachtbau das ist.

Warum willst du auch das Nachbargrundstück bebauen?

Ich plane dort weitere 102 Zimmer. Und wie willst du sie finanzieren?

Bei mehr Zimmern steigen doch die Einnahmen.

Was du nicht sagst, Tilly.

Ein zusätzlicher Bau verschlingt weitere Millionen.

Und wir werden Millionen damit verdienen.

Ich stellte die mögliche Auslastung des Hotels gegen die Kreditsumme

und ich bin sicher, dass wir mit einem Drittel mehr Zimmern

die Kredite sinnvoller tilgen.

Deine Zimmerpreise wird niemand bezahlen, Vater.

Mir liegen die Zahlen sämtlicher Berliner Hotels vor.

Niemand macht nennenswerte Gewinne.

Die Leute wollen so billig wie möglich übernachten.

So treibst du die Gäste zur Konkurrenz.

Aber dafür kümmere ich mich um die Bedürfnisse meiner Gäste.

Im Adlon wird man nicht nur übernachten.

Im Adlon wird man sein.

Tilly, wir gehen.

Die Amme ist da, gnädige Frau. Kommen Sie bitte.

Das ist meine Tochter.

Sie werden sie alle zwei Stunden stillen.

Wenn mein Mann zurück ist, möchte ich kein Geschrei im Haus.

Und denken Sie nur über das nach, was mein Kind betrifft.

Rosa wird Sie in allem einweisen.

Alma kann sehr eifersüchtig auf ihr Schwesterchen sein.

Ich wünsche nicht, dass sie mit ihr zusammen ist.

Wie heißt denn das Kind?

Sonja. Sonja Schadt.

Telefon klingelt.

Taxifunk im Hintergrund

Sonja Schadt hier. "Mutter, wo bist du?"

Ich komme gerade an. "Wir verspäten uns."

Keine Sorge, mein Kind.

Ich langweile mich schon nicht. Dazu bin ich viel zu aufgeregt.

Willkommen im Adlon. Danke.

Frau Schadt? Ja, das bin ich.

Aber Sie sind ja ein Mädchen.

Ja. Sind Sie überrascht?

Zu meiner Zeit gab es nur Pagenjungen.

Mein Vater hat einmal als Page im Adlon angefangen.

Aber das ist lange her.

Herzlich willkommen im neuen Adlon. Danke.

Nach so vielen Jahren.

Ihr Tisch ist dort drüben für Sie reserviert. Mhm.

Mein Mann und meine Tochter werden sich etwas verspäten.

Ach.

Zauberhafte Klänge

Mir ist, als käme ich wieder nach Hause.

Der gleiche Brunnen stand einmal in meinem Elternhaus,

bevor er ins Adlon kam.

Mein Großvater brachte ihn von einer seiner Handelsreisen

aus den Kolonien mit.

Der Herr ist zurück. Der Herr ist zurück. Kommt schnell.

Schnell, schnell. Beeilt euch!

Kein Wort von dir zu Papa.

Brr.

Willkommen, Gustaf.

Mein Flämmchen. - Ach, Gustaf.

Du wunderbares...

Mausebär!

Willkommen zurück, Papa.

Du bist ja noch hübscher geworden.

Die jungen Männer stehen bestimmt schon Schlange, was?

Was ist los mit ihr?

Lass uns reingehen. Das Bad ist schon gerichtet.

Der Sohn vom Kutscher!

Dass der schon kann.

Ich habe die Familie entlassen. - Das waren nette Leute.

Wer weiß noch davon?

Alle.

"Die glückliche Geburt unserer Tochter, Sonja Schadt"?

Und keiner hat das spitzbekommen? - Ich bin nicht zu alt für ein Kind.

Ich habe mich ein Mal, es war schon sehr peinlich,

mit einem Kissen zu unserem Frauenvereinstreff fahren lassen.

Du hättest ihre Gesichter sehen sollen.

Es hatte seine Wirkung. Sie glaubten mir die Schwangerschaft.

Baby schreit. Gundel!

Unsere Sonja ist hungrig.

Uhurufe

Ich warte hier.

Hundegebell in der Ferne

Ruhige Klavierklänge

Alma. Friedrich.

Wann kann ich sie endlich sehen?

Es ist schrecklich. Mutter lässt mich mein Kind nicht mal anfassen.

Wir müssen mit Sonja weggehen. Bitte.

Irgendwohin, wo uns keiner findet.

Wo soll das sein? Amerika.

Amerika? Mhm.

Das ist doch viel zu weit.

Ich habe mich erkundigt. Ab Hamburg geht jede Woche ein Schiff.

In der 3. Klasse kostet es für jeden von uns nur 200 Mark.

Ich verdiene jetzt sechs Mark am Tag auf dem Kohlenhof.

Ich kann das Geld nicht behalten, Alma. Mutter braucht es.

Vater hat immer noch keine Arbeit.

Und ich bin schuld, dass alles so gekommen ist.

Und wenn ich mich mit Sonja erst mal bei euch verstecke?

Am Ostbahnhof?

Wir haben nur ein Zimmer. Für euch alle?

Mhm.

Na . . . mir fällt schon was ein, wie wir das machen

mit den 400 Mark.

Ich habe schon etwas zusammen. Papas Geldbörse liegt immer herum.

Du darfst deine Eltern nicht bestehlen wegen uns.

Sie haben uns doch unser Kind gestohlen.

Ruhige Klavierklänge

Ich muss endlich Sonja sehen. Ich muss.

Die Amme schläft bei ihr.

Und ich darf ihr Zimmer nicht betreten.

Aber Sonntagabend hat die Amme frei.

Da könnte es gehen. Mhm.

Hufgetrappel

Pferd schnaubt.

Herr Kommerzienrat Koppel, welche Ehre.

Herr Adlon junior reitet ganz vorzüglich.

So wie ihr Vater ein Nobelhotel am Pariser Platz begründet.

Sagt das die Konkurrenz?

Der rechte Vorderhuf muss neu beschlagen werden.

Meine Partner und ich schauen interessiert auf diese Unternehmung.

Drei Millionen Goldmark soll ihr Vater dafür im Sparstrumpf haben.

Was wollen Sie?

Im Vertrauen, Herr Adlon,

ich komme von der Vorstandssitzung unserer Bankvereinigung.

Ihr Vater hat die Bausumme inzwischen verzehnfacht.

Mein Vater weiß stets genau, was er tut.

Da wäre ich mir an Ihrer Stelle nicht so sicher.

Wer kommt für die Schulden Ihres Vaters auf?

Im Zweifelsfall bittet man Sie zur Kasse, Herr Adlon.

Bitte verstehen Sie diese Unterhaltung

als eine vertrauensvolle unter Geschäftsleuten.

Und lassen Sie mich noch einen Schritt weiter gehen.

Unsere Hotelbetriebs-AG

Hotel Adlon subtitles in other languages

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