The first 200 lines.
TEMPEL DES AMUN-RE OASE SIWA, ÄGYPTEN
Ein Krieg steht bevor.
Ein Kampf, so erbittert,
so apokalyptisch,
dass er die Welt spalten wird.
Attacke!
Verursacht durch die brutale Rivalität zwischen zwei Männern:
Alexander dem Großen
und Dareios,
dem König der Könige.
Zwei erbitterte Feinde,
aus verschiedenen Welten,
und doch beide Seiten derselben Münze.
Ein junger makedonischer Prinz,
der für sein Land und für Ruhm kämpft.
Und ein persischer König, der entschlossen ist,
das größte Imperium der Welt zu verteidigen.
Gefangen in einem Krieg des Willens...
...der die Welt neu ordnen wird,
mit Feuer
und mit Blut.
Aber wer wird siegreich sein?
Wer behält die Oberhand?
Nur die Götter können entscheiden.
WIE ER EIN GOTT WURDE
Alexander regt einfach die Fantasie an.
Er ist eine Lichtgestalt der Geschichte.
Alexander war der größte militärische Denker aller Zeiten,
und gleichzeitig war er ein Dichter und Philosoph.
Er war Wissenschaftler, er war Erfinder,
und er baute ein Imperium auf.
Es verwundert also kaum, dass wir nach 2.000 Jahren
immer noch von ihm besessen sind.
ALEXANDRIA ÄGYPTEN, HEUTE
Alexander gründete Alexandria,
das zu einer der größten Städte der Welt wurde.
Und jetzt legt Dr. Pepi Papakosta
die Überreste von Alexanders großartiger Stadt frei.
Oh mein Gott.
Das ist ein Stück Architektur. Das ist sehr wichtig.
Eine neue Überraschung.
Die haben wir jeden Tag.
Das ist für uns ein großartiges Geschenk.
Durch die Ausgrabungen in dieser Stadt
fühle ich mich meinem Helden näher...
Denn in Alexandria ist Alexander lebendig.
Er ist überall.
Dr. Pepi hat fast 20 Jahre der Suche nach dem alten Alexandria gewidmet.
Sie hat sich durch die ganzen Schichten gegraben,
um es zu finden.
Wir haben mit den Ausgrabungen vor langer Zeit begonnen,
mit einem kleinen Graben.
Und seitdem haben wir Tausende von Quadratmetern freigelegt.
Alles von Hand.
Ich bin Archäologin und arbeite mit Miss Papakosta zusammen.
Und ich bin stolz darauf, ein Mitglied des Teams zu sein.
Ich arbeite seit 2007 hier bei den Ausgrabungen.
Es ist im Grunde mein Leben.
Mit jedem Arbeitstag bekommen wir neue Objekte,
neue Zeugnisse von Alexander.
Wir machen viele eindrucksvolle Funde,
viele wichtige Entdeckungen.
ARCHIVAUFNAHMEN
Aber das Schönste und Interessanteste, was wir hier ausgegraben haben,
ist eine einzigartige Marmorstatue von Alexander.
Es war wie ein Wunder.
Die Leute suchen immer noch nach jeder Spur der eigentlichen Person.
Sie suchen nach seinen Statuen,
seinen Inschriften,
seinen Münzen.
Du hast es gefunden.
Vergessen wir nicht,
dass Alexander der Große am Ende der Geschichte,
wo er eine Ikone ist, weit entfernt von seinen Anfängen ist.
Wir begegnen ihm erstmalig um 336 v. Chr.
Ein Jahr zuvor ging er freiwillig ins Exil,
an einen Ort namens Illyrien.
ILLYRIEN 334 V. CHR.
Als 20-jähriger Prinz flieht er aus dem Königreich seines Vaters.
Wir spielen. Oder, Alex?
Und ich glaube, er will dort eine Sache tun:
Er will dort herausfinden, was seine Rolle in dieser Welt ist.
Alex!
Histe!
Zurück!
Histe , Alex!
Ich sagte, hör auf!
Tut mir leid.
Tut mir leid.
Schon gut.
Du kämpfst nicht gegen mich.
Sondern gegen deinen Vater, oder?
Stimmt doch, oder?
Ich dachte, wir spielen.
Können wir nur spielen?
Alexander wuchs mit zwei engen Gefährten auf.
Und einer davon, Hephaistion,
könnte nicht nur ein geschätzter Gefährte gewesen sein,
sondern vielleicht seine größte Liebe.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren im antiken Griechenland die Norm.
Die Griechen hatten keinen Begriff für Homosexualität
oder das Schwulsein.
Es war schlicht nicht in ihrem Vokabular.
Man war einfach nur sexuell.
Alex, willst du wirklich nach der langen Zeit wieder nach Hause?
Ich kann meinen Vater nicht ewig meiden.
Außerdem wirst du an meiner Seite sein, oder?
Bis zum bitteren Ende.
Wenn wir den König treffen, tun wir es angezogen, oder?
Kommt.
Ptolemaios war ein sehr enger Vertrauter Alexanders.
Zu dieser Zeit hatte Alexander eine Gruppe von Gefährten,
die am königlichen Hof waren.
Und zu ihnen gehörten wohl Hephaistion und Ptolemaios,
die beide bei ihm blieben
und diese Beziehung während seiner Feldzüge aufrechterhielten.
Alexanders Jahr im Exil endet 336 v. Chr.,
als sein Vater, der König, ihn einbestellt
in die makedonische Hauptstadt Aigai, um einer königlichen Hochzeit beizuwohnen.
MAKEDONIEN AIGAI
Die Hochzeit fand zwischen Philips Tochter,
Alexanders Schwester,
und einem der Kriegsherren statt.
Es war eine typische Vorgehensweise Philips:
Frauen an mächtige Männer an seinen Grenzen zu verheiraten.
Hauptsächlich, um das Bündnis zu stärken,
das er für einen Krieg mit Persien gründen wollte.
AIGAI-PALAST MAKEDONIEN
Mutter.
So förmlich, agapi mou.
Ich meine Mama.
Illyrien war nicht zuträglich für deine Haut,
aber du bist immer noch so gut aussehend wie immer.
Willkommen zu Hause, Schatz.
Zu Hause?
Keine triumphale Rückkehr.
Es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme,
bis wir unseren Hof-Status wiederherstellen.
Ich glaube, Vater hat meinen Status klargestellt.
Alles wird bald wieder richtiggestellt. Du wirst sehen.
Außerdem... Begeistert eine Hochzeit nicht jeden?
Jetzt, schnell.
Komm mit.
Alexanders Mutter Olympias
ist eine der großen Macherinnen der Geschichte.
Sie war eine fremde Prinzessin.
Sie war eine der sieben Frauen Philips II.
Aber sie stand über allen anderen Frauen des Hofes,
denn am Anfang der Ehe
brachte sie den mutmaßlichen Thronfolger, Alexander, zur Welt.
Und plötzlich ist sie Jahre später fast unerwünscht,
als Philip eine klassische Midlifekrise durchmachte,
sich eine junge Braut suchte
und sie heiratete, diese makedonische Prinzessin.
Es ist natürlich möglich,
dass dieses Mädchen ihm Thronerben gebären wird,
Jungs.
Und Olympias wird überflüssig, Alexander wird verstoßen.
Es liegt bereits eine große Spannung in der Luft.
Und alles spitzt sich zu, wie immer, bei der Hochzeitsfeier.
Ich wusste nicht, dass die Hochzeit faszinierende Unterhaltung bietet.
Wen meinst du?
Uns.
Die verschmähte Königin und ihr armer Sohn aus dem Exil.
Warum hast du nach mir geschickt?
Das habe ich nicht.
Das war er.
Der König.
Mein Vater?
Mama...
Was ist hier wirklich los?
Alexander floh ein Jahr zuvor vom makedonischen Hof,
weil sein Vater Philip ihn töten wollte.
Es gab ein riesiges Bankett in Makedonien,
und im Laufe des Abends wurden alle immer betrunkener.
Und im Rausch
beleidigte General Attalos Alexander, indem er sagte:
"Du bist ein Bastard, nicht der rechtmäßige Thronfolger."
Alexander war wütend.
Und sein Vater Philip verteidigte Alexander nicht, aber sagte:
"Du hast meinen besten Freund beleidigt." Er versuchte, Alexander umzubringen.
Alexander verließ den Hof,
wohl nicht, weil er um sein Leben fürchtete,
sondern weil sein Vater ihn nicht verteidigte.
Alexander.
Du meidest deinen Vater nicht?
Deinen König.
Es kommt darauf an.
Umarmst du mich oder tötest du mich?
Ein Jahr in der Wildnis und noch wütend.
- Du hast mich gedemütigt. - Attalos war betrunken.
- Du warst auf seiner Seite. - Es war nur Alberei.
Außerdem...
Blut ist dicker als Wasser.
Aber nicht als Wein in deinem Fall?
Was ist los?
Braucht Alexander mich?
Weißt du, Hephaistion, du bemutterst ihn mehr als ich.
Attalos mag einer meiner besten Generäle sein,
aber du bist mein Sohn.
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