The first 200 lines.
EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Sie fliegen bald zum Mond, eine Reise von 386.000 Kilometern.
Gelingt sie, wären Sie die ersten Menschen,
die einen anderen Himmelskörper betreten.
Was hoffen Sie, dort zu entdecken?
Ich glaube, noch wichtiger als die Antworten,
die wir finden werden, ist die Tatsache,
dass wir auf viele neue Fragen stoßen werden.
-Mr. Armstrong. -Neil.
Neil! Marvin Miles, Los Angeles Times.
Der Sinkflug auf den Mond scheint eine Herausforderung zu sein.
Wie weit brennen Sie runter
und bis zu welcher Höhe könnten Sie zur Not abbrechen?
Es gab Verbesserungen
beim Flugkontrollsystem in den letzten Monaten.
Der Sinkflug wird größtenteils vom Computer gesteuert werden.
Colonel Aldrin,
was erwarten Sie von den ersten Momenten nach der Landung?
Haben Sie Erwartungen, Hoffnungen, Befürchtungen?
Der Unversehrtheit der Mondkapsel gilt unsere größte Sorge.
Andernfalls können wir die Arbeiten nicht sicher durchführen...
Sind das die Astronauten?
-Sie sind bescheiden... -Wozu der Kasten?
Der schützt sie vor Keimen.
...fasst etwas zutiefst Menschliches zusammen.
-Setz dich, oder bleibst du auf Absprung? - ...Grenzen zu überwinden.
Ohne zu erkunden oder Fragen zu stellen,
wären wir als Spezies nicht zum Stillstand verdammt?
Das US-Außenministerium hat mich um eine Botschaft gebeten.
-Was für eine? -Eine, die auf dem Mond bleiben soll.
Sie baten ein paar Menschen weltweit darum.
Ein Querschnitt der Zivilisation,
für Botschaften geteilter und gemeinsamer Menschlichkeit.
Wie lautet sie?
"Das britische Volk
lobt das Wissen und den Mut, die die Mondlandung ermöglichten.
Möge es die Kenntnisse und das Wohlergehen der Menschen fördern."
Eine deiner besten.
Wie wird das kommuniziert?
Offenbar auf einer Scheibe.
-Eine Scheibe? -Aus Silikon.
Eine kleine Scheibe
mit mikroskopisch winzigen Inschriften in goldenen Buchstaben.
"Vom Planeten Erde, Juli 1969."
Sie bleibt in einer weißen Tasche dort.
-Mit einem Olivenzweig. -Was?
Damit können die grünen Männchen wedeln.
Ich gehe schlafen.
Und die Kirche ist morgen um neun, nicht um zehn.
MONDSTAUB
Wieso tun wir das?
Woche für Woche. Wie die Lemminge.
Was gibt sie dir?
-Was? -Die Kirche?
Man kann Bilanz ziehen,
über die Woche und an die kommende denken.
Dafür hast du ein Tagebuch.
-Über die großen Fragen sinnieren. -Was man aber nicht macht.
Man denkt nur daran,
welchen Mist der Dekan erzählt und warum er nicht aufhört.
Er ist seit 20 Jahren da.
Das macht ihn loyal, aber nicht interessant.
-Hallo. -Guten Morgen.
Sie haben einen Mund und reden nicht,
Augen und sehen nicht.
Sie haben Ohren und hören nicht,
eine Nase haben sie, doch sie...
Siehst du?
Das ist keine Predigt, sondern eine Vollnarkose.
...sie riechen nicht.
Die sie gemacht haben, sollen ihrem Machwerk gleichen,
alle, die den Götzen vertrauen.
Das war das letzte Mal.
Daher wird der Herr...
Ab jetzt, wenn ihr sonntags hier seid,
werde ich eine Stunde lang etwas Sinnvolles tun.
...preiset den Namen des Herrn,
aber nicht die falschen Götzen.
-Michael. -Ma'am.
Was meinen Sie, könnte es sein, dass der Dekan...
Wie soll ich es ausdrücken? Dass er sich überlebt hat?
Ein paar Leute sind fast eingenickt.
Wir könnten diskret beginnen, einen Nachfolger zu suchen.
Ja? Jemand mit etwas mehr...
-Schwung. -Das wäre gut.
-Elan. -Genau.
-Pfiff. -Ja.
-Schneid. -Danke.
Hier in Cape Kennedy sind wir alle heute Morgen unterwegs zum Mond.
-Siehst du zu, Anne? -Anne! Spiel mit uns!
Die mächtige Saturn V, der große Mondexpress,
bereit, von Plattform 39 in Cape Kennedy abzuheben,
pünktlich in etwa 30 Minuten.
Dieses enorme Ereignis, das einzigartig die ganze Welt vereint,
da die ganze Welt sich für diese Reise interessiert,
und danach werden wir auf der Erde nie mehr dieselben sein.
16. JULI 1969
-Wo ist sie? -Wer, Sir?
Wenn ich "sie" sage, im Buckingham-Palast,
wen meine ich dann wohl?
Da bist du ja. Ich suchte dich. Wo warst du?
Am Telefon, mit Kandidaten als neuer Dekan.
-War einer gut? -Ich glaube, wir haben einen.
-Wie alt? -Etwa dein Alter.
-Wirklich? -Und genau richtig.
-Wofür? -Für das, was er machen soll.
T minus 15 Sekunden. Steuerung ist intern.
Zwölf, elf, zehn, neun...
Zündungssequenz beginnt.
Sechs...
Fünf, vier, drei, zwei, eins.
Lift-off. Wir haben einen Lift-off.
32 Minuten nach der vollen Stunde der Start der Apollo 11.
Unglaublich.
Was für Männer, welch ein Mut.
-Tower klar. -Wir haben ein Rollprogramm.
Armstrong meldet das Roll- und Wankprogramm,
das die Apollo 11...
11, Houston. Volle Kraft voraus. Sieht gut aus.
Roger. Kann Sie gut hören, Houston.
Triebwerkgehäuse gezündet.
Roger, Triebwerkgehäuse gezündet.
-Rettungsrakete getrennt. -Roger.
Neil Armstrong bestätigt die Trennung des Triebwerkgehäuses
und der Rettungsrakete.
Apollo 11, hier ist Houston.
Weniger als eine Minute bis zur Zündung und zum Start.
Roger.
Zündung.
Wir bestätigen Zündung, Schub volle Kraft voraus.
Die Apollo 11 nimmt jetzt Kurs auf den Mond:
Sie verlässt die Erdumlaufbahn
und fliegt mit einer Geschwindigkeit von 38.946 Stundenkilometern zum Mond.
Die Astronauten führten
das Transpositions-, Andock- und Auskoppelungsmanöver durch.
Bei diesem sehr riskanten Ablauf wird die Kommandokapsel Columbia
vom Rest des Raumschiffs getrennt, treibt etwas vor,
dreht sich und koppelt sich wieder an die Mondkapsel, Eagle.
Dann löst sich die neue Einheit von der letzten Stufe der Saturn-Rakete.
Ein riskantes Unterfangen, aber scheint problemlos geklappt zu haben.
Nächsten Dienstag seid Ihr in Cheshire und besucht British Salt Limited.
Mittwoch wird in Norfolk ein neues Gasterminal eingeweiht.
Am Freitag...
RENNEN ZUM MOND
...Tag der offenen Tür in Macclesfield
bei der Forschungsanstalt für Maschinenwerkzeuge.
Am selben Abend ein Essen von der britischen Betongesellschaft,
bei der Ihr einen Preis vergeben sollt.
-Darf ich stören, Königliche Hoheit? -Was ist?
Der neu ernannte Dekan von Windsor, Robin Woods,
möchte Euch kurz sprechen.
-Er hat eine Bitte. -Gut. Tragen Sie ihn ein.
Noch so ein Höhepunkt,
wie die Preisverleihung der britischen Betongesellschaft.
-Ist das ein Witz? -Leider nein.
Er ist bereits hier.
Eure Königliche Hoheit.
Was kann ich für Sie tun?
Beim Einzug ist meiner Frau und mir aufgefallen,
dass es auf Gut Windsor viele Gebäude gibt,
die offenbar leer und ungenutzt sind.
Um genau zu sein...
...die alten Klostergebäude,
zwei oder drei Gebäude auf der Denton-Allmende,
alle Häuser an der Nordwand, die alten Wohnräume der Priester.
Mir ist bewusst, dass dies...
...sehr direkt ist, aber ich frage mich, dürfte ich eines davon nutzen?
Gefällt Ihnen Ihres nicht?
Nein...
Wir wollen nicht darin wohnen.
Schon seit Langem habe ich einen Traum, das Bestreben,
eine Akademie oder ein Konservatorium zu gründen.
-Wofür? -Persönliches und spirituelles Wachstum.
Etwas, das ich am eigenen Leib erfahren habe,
mir ist jedoch auch aufgefallen...
...nun, bei anderen,
dass man in einem gewissen Alter an eine Grenze stößt,
eine Art Krise hat.
Man hat keine Perspektive mehr, fällt in ein Loch.
Das trifft häufig auf Geschäftsleute zu
und ist bei Priestern nicht anders.
Wir erleben ein sehr hohes Niveau an Unzufriedenheit
bei mittelalten Priestern,
und eins der Gebäude, in idyllischer Umgebung,
schien mir ein guter Ort für Priester, um Energie zu sammeln,
nachzudenken, Kraft zu schöpfen.
Womit denn?
Mit Reden, Lesen, Nachdenken.
Darf ich sagen, dass Ihr Konzept hinkt?
Man sammelt keine Kraft durch Reden oder Denken,
sondern durch Taten.
So.
So kommt man aus dem Loch.
Aber wenn eins der Gebäude leer ist und Sie es mit heißer Luft füllen wollen,
dann gerne.
Danke, Sir.
Es dauert nicht mehr lange. 17 Minuten, der Countdown läuft.
20. JULI 1969
Die Landekapsel wurde von der Kommandokapsel getrennt
und begann mit dem Anflug auf die Mondoberfläche.
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