Uncle Frank

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Uncle Frank 2020 WEBRip x264-ION10
A Commentary by Pinguoin

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Published on: 2020-11-25
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The first 200 lines.

Betty, aus dem Weg!

"... ihm die Arme um den Hals, und er öffnete die Hose.

Er nahm die Hände unter ihren Po und hob sie hoch.

Sie sprang hoch." - Wie ein Kaninchen?

Na? - Was willst du, Betty?

Warum lest ihr "Lucy und Sonny auf der Hochzeit"?

Das ist so schmutzig. - Nein.

Mom und Dad lassen dich das nicht lesen. Du bist noch zu jung.

Meine Lieblingsstelle ist: "Ihre Hand schloss sich um einen riesigen,

blutgeschwollenen Muskel."

Es ist kein Muskel.

Janis, deine kleine Schwester ist so schräg.

Betty, komm her und hilf mir mit den Bohnen.

Würdet ihr auf diese Verrückten hören?

Ich könnte doch etwas Sellerie in deinen Eintopf tun.

Der Eintopf ist fertig, aber du kannst das Fett aus der Pfanne in die Dose tun.

Wie schwer ist die Pfanne denn? Ich habe doch Bursitis im guten Arm.

Wirklich? - Lass mich das machen.

Nicht, dass deinem Arm was passiert. - Danke, Neva.

Was ist mit dem anderen Arm?

Ich bin doch vorletztes Weihnachten ausgerutscht.

Ich hatte einen Haarriss im rechten Mittelhandknochen.

Kann mich nicht erinnern. - Schwoll an wie ein Ballon.

Raus mit den Gören. Keiner soll sich am Ofen verbrennen.

Bullet, Mae Ray, hört auf Mammaw. Geht raus.

Betty, bring die Kinder raus. - Na los, kommt. Raus mit euch.

Was zum Geier ist mit diesem Kind los?

Ich meine es ernst. Sonst gibt es gehörig was hinter die Ohren!

Was hab ich verpasst?

Da geht jetzt lieber erst mal niemand rein.

Wie eklig, Daddy. - Ach, verdammt.

Weg da! Ich kann nichts mehr sehen.

Bullet, Mae Ray, weg da. - Gehen wir raus.

Bullet, Mae Ray, raus!

Haut verdammt noch mal ab!

Gottverdammt! Ich komme gleich mit meiner Säge und zerlege euch!

Meine Güte. - Bullet! Mae Ray!

Ich habe mich immer gefreut, wenn Onkel Frank auf seine seltenen Besuche kam.

Niemand sonst in meiner Familie interessierte sich für mich.

Aber Onkel Frank war anders.

Er war Professor am College und wohnte in New York City.

Er benutzte Aftershave. Seine Fingernägel waren immer gepflegt.

Und er trug eine Goldkette unter dem Hemd.

Ich konnte ihm den ganzen Tag zuhören.

Er war der einzige Erwachsene, der mich verstand.

Den es interessierte, was ich zu sagen hatte.

Und der mich zum Lachen brachte.

Und im Sommer 1969, als ich 14 war,

tat das gut.

Jetzt mache ich das auf. Achtung, aufgepasst, los geht's!

Danke, Marsha.

Socken kann man immer gebrauchen. - Die sind von mir und Tee Dub.

Alles Gute, Daddy Mac. Darf ich Sie so nennen?

Wenn du zur Familie gehören willst, nennst du mich besser Daddy Mac.

Mach noch eins auf! - Bullet, das reicht!

Tja, so geht man mit einem lärmenden Kind um.

Danke.

Das ist so hübsch eingepackt, das muss von Frank sein.

Vermutlich.

Was ist es? - Wow, ein Schuhputzgerät.

Bin ich etwa zu alt, um mir die Schuhe zu putzen?

Brauche ich eine Scheißmaschine dafür?

Natürlich nicht. Ich habe selbst so ein Ding.

Es geht schneller und leichter.

Das nächste!

Ich freue mich über das Geschenk.

Denn ich bin diejenige, die meistens die Schuhe deines Daddys putzt.

Danke, Schatz. - Hier, bitte, Daddy.

Das ist von mir und Kitty. - Mal sehen.

Es ist ein winziger Schraubenzieher.

Das ist ein Brillenreparaturset, wenn mal eine Schraube rausfällt oder so.

Das kann ich gut gebrauchen. Ich muss dauernd meine Brille reparieren.

Danke, Mike und Kitty.

Und Janis und Betty und Bullet. - Ja.

Alles Gute, Daddy Mac!

Ich habe nie verstanden, warum Daddy Mac so gemein zu Onkel Frank war.

Und warum nie jemand etwas dazu sagte.

Also schön ... - Kann ich mal auf Toilette?

Ja, wenn du dir die Hände wäschst.

Ich hätte es verstanden, wenn Onkel Frank grob oder blasiert gewesen wäre.

Das war er aber nicht. Er war klug, lustig und aufmerksam.

Er war so, wie ich sein wollte.

Aber er war derjenige, auf dem Daddy Mac vor allen anderen herumhackte.

Onkel Frank zeigte nicht, wie sehr es ihn verletzte.

Aber ich konnte es sehen.

Onkel Frank, wie ist es, in New York zu wohnen?

Ich finde es toll.

Wer erst mal aus einer Stadt wie Creekville rauskommt,

sieht nicht nur, wie klein die Welt war, sondern auch, wie groß sie sein kann.

Auf eine unerwartete Weise.

Kann ich dich mal besuchen?

Ja, klar.

Wenn deine Eltern es erlauben.

Werden sie nicht.

Die lassen mich nicht mal ins Majorette-Camp. Daddy sagt,

keine seiner Töchter soll halb nackt vor der ganzen Stadt herumtanzen.

Ich werde sicher vergewaltigt und hätte es dann auch verdient.

Das hat er gesagt? - Mama sagt, das liegt am Bier.

Wie sind deine Noten, Betty?

Alles Einsen. - Keine Zweien?

Nein.

Weiter so.

Mit einer guten Studieneingangsprüfung bekommst du überall ein Stipendium.

Ich lande sicher auf der South Carolina. - Ach, komm schon.

Wirst du die, die du sein willst?

Oder wirst du die, als die dich alle sehen wollen?

Du hast die Wahl.

Es liegt an dir.

Wenn ich nur nicht Betty heißen würde.

So heißen ältere Damen. Ich bin erst 14. - Dann ändere den Namen.

Das kann ich doch nicht einfach tun. - Du kannst tun, was du willst.

Wie wäre es mit Liz? Nicht?

Liza? Betsy?

Na ja, vielleicht Beth?

Ja, Beth gefällt mir.

Und es gibt so viel, was Beth erreichen kann, außer Majorette zu werden.

Meine Cousine Marsha ist eine.

Ja, aber bitte tu nicht, was deine dumme Cousine getan hat.

Sie ist schwanger und muss jetzt diesen Schwachkopf heiraten.

Marsha ist schwanger?

Wenn ich mal deinen Vater spielen soll, damit du die Pille bekommst,

tue ich das sehr gern.

Sieh mich an.

Und wenn du doch mal schwanger wirst,

rufst du mich an, bevor du mit irgendwem in dieser Familie sprichst.

Versprochen.

Schön.

Soll ich dir "Madame Bovary" hierlassen? - Das wäre toll.

Danke.

VIER JAHRE SPÄTER

Erstsemester,

lasst euch von den Studentenvertretern den Campus zeigen.

Diese Studenten ...

Bledsoe. Vorname: Beth.

Elizabeth. Verzeihung.

Danke.

Das war lecker, oder?

Charlotte, was war das für ein Salat? - Das heißt Taboulé.

Wär mir nie eingefallen, Reis auf den Salat zu tun.

Nein, das ist Bulgur.

Was ist vulgär? - Bulgur wird aus Weizen gemacht.

War ganz interessant.

Das riecht so lecker. Was ist das?

Das ist Rind.

Lamm. Das ist Sfiha.

Genau. - Sfiha?

Ja, eine Art Fleischpastete.

Sie ist so eine gute Köchin. Sie hat den ganzen Tag geschuftet.

Ach, geschuftet. Und du bist so ein guter Lebensgefährte.

Schön, dich kennenzulernen.

Niemand in Franks Familie hat überhaupt je von dir gehört.

Ich weiß. Verrückt, oder?

Zumal wir schon fast fünf Jahre zusammen sind.

Ach, jetzt hör aber auf. - Genau, Charlotte, hör auf!

Sicher wegen der jüdischen Sache.

Welche jüdische Sache?

Frank dachte sicher, ihr hättet was dagegen,

wenn er in Sünde mit einer dreckigen Jüdin lebt.

Liebling, weißt du noch, was wir für heute beschlossen hatten?

Keine Politik ... - Und keine Religion.

Ganz genau. - Natürlich. Tut mir leid.

Ich bin einfach ein Biest. - So nennt Mike mich auch immer.

Ich glaube, wir werden uns verstehen. - Zum Glück bist du ja nicht schwarz.

Vergessen wir nicht, warum wir alle hier sind.

Auf Miss Elizabeth Bledsoe, Erstsemester an der New York University.

Abschluss-Jahrgang 1976. - Amerikas Jubiläum.

Für dich fängt alles erst an, Beth.

Masel tov.

Masel top.

Glückwunsch! - Glückwunsch.

Auf dich.

Was dagegen, wenn ich mich setze?

Nein, natürlich nicht.

Ich bin Bruce. - Hallo, ich bin Beth.

Wo kommst du her? - South Carolina.

Charleston?

Nein, eine kleine Stadt, von der du sicher nie gehört hast. - Sag mal.

Creekville. - Nie gehört.

Ich bin aus Bismarck, North Dakota, sag aber immer, ich sei aus Greenwich.

Ich bin, wer ich sein will, und lasse es nicht durch andere Leute diktieren.

Andere Leute oder Fakten.

Lieblingsautor? - Es gibt mehr als einen.

Na schön. Lieblingsautoren?

Carson McCullers, Eudora Welty,

Harper Lee, Jane Austen natürlich,

Charlotte Brontë ... - Gar keine Männer.

Mark Twain. Und deine?

Also ... Shakespeare, Dickens,

Mark Twain,

Ken Kesey, William Styron, Truman Capote.

Keine Frauen. - Grace Metalious, Jacqueline Susanne.

Klar.

Ich wollte eigentlich in diesen Kurs über Autorinnen des 19. Jahrhunderts.

Der Professor heißt wohl Bledsoe. Er soll toll sein.

Frank Bledsoe?

Das ist mein Onkel.

Im Ernst? - Ja.

Würdest du uns mal bekannt machen? Also, irgendwann mal?

Wir zwei werden wohl noch viel Zeit miteinander verbringen.

Das hoffe ich.

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