The first 200 lines.
DIES IST EINE VON TATSACHEN INSPIRIERTE FIKTIVE GESCHICHTE,
DIE NAMEN DER FIGUREN UND ORTE WURDEN ZUM SCHUTZ DRITTER GEÄNDERT.
"ICH SAH DEN SATAN WIE EINEN BLITZ VOM HIMMEL FALLEN."
LUKAS 10,18
Bitte...
Guten Abend.
Tagebuch eines Exorzisten
Bitte, hier lang. Kommen Sie mit.
Hast du das gespürt, Bruder?
Ich spürte noch nie eine so starke und obskure Energie.
- Es ist geschehen. - Was wollen Sie damit sagen?
Er hat es geschafft, in unsere Welt zu kommen.
Von wem reden Sie?
Schnell, Vater Fabio, bringen Sie uns zu ihr.
Ja, da lang.
Kapitel eins - Der Fall Maria Lúcia
Jetzt müssen Sie allein weitergehen. Ich kann nicht mitkommen.
Ich kann nicht, tut mir leid.
Schauen Sie, diese Tür führt zur Turmtreppe.
Sie ist da oben.
Kann ich jetzt bitte gehen?
- Sie dürfen. - Danke.
- Bist du bereit? - Immer.
EIN RENATO-SIQUEIRA-FILM
Maria Lúcia, wir sind hier.
Im Namen des Herrn, ich befehle dir, sie zu verlassen.
Ich habe auf euch gewartet.
Im Namen des Herrn, ich befehle dir, sie zu verlassen.
Verlasse sofort diesen Körper.
Vater, bitte helfen Sie mir.
Um Gottes willen. Vater, bitte helfen Sie mir.
Er ist es!
Ich heiße Lucas Vidal.
Ich bin Priester und seit 35 Jahren auf Exorzismus spezialisiert.
Für Gläubige bin ich die Rettung.
Für Ungläubige bin ich eine bloße Farce.
TEUFELSAUSTREIBUNGSRITUAL
Vater Lucas.
Vater Lucas?
Hallo.
Zwei junge Männer sind am Tor. Sie wollen mit Ihnen reden.
Sie produzieren einen Film.
Lassen Sie sie bitte herein.
- Natürlich. Mache ich sofort. - Danke.
Vater Lucas.
Vater Lucas?
Hier sind die jungen Männer, von denen ich eben sprach.
Entschuldigen Sie, ich war abgelenkt. Meilenweit, um ehrlich zu sein.
- Freut mich. - Geht es Ihnen gut?
Entschuldigen Sie mich bitte.
Vielen Dank, dass Sie uns empfangen, Vater.
Wie darf ich Sie ansprechen?
Wie heißen Sie?
- Pardon, ich bin Renan und das ist Bruno. - Bruno.
- Setzen Sie sich doch bitte. - Verzeihung.
Möchten Sie ein Glas Wasser oder einen Kaffee?
- Ich nehme einen Kaffee. - Und ich Wasser.
Und Sie, Vater?
Für mich nichts, Schwester. Vielen Dank.
Dann darf ich mich entschuldigen.
Gestern sagten Sie mir am Telefon, dass Sie einen Film
über den Exorzismus machen.
Ja, richtig, Vater.
Wie kann ich helfen?
Wir sagten Ihnen ja schon, dass Bruno und ich gerade den Abschluss gemacht haben.
Und wir produzieren jetzt einen Kinofilm.
Wir möchten aber etwas anderes machen, etwas Ungewöhnliches,
das die Menschen in Angst versetzt.
Wir wählten den Exorzismus.
Wir wollen allerdings nichts machen, was üblicherweise gemacht wird
oder was schon mal gemacht wurde. Wir wollen eine wahre Geschichte.
Ich glaube, dass dadurch ein kleiner Film zu einem großen Kinofilm wird.
- Also, Vater, was meinen Sie? - Machen wir uns an die Arbeit.
- Jawohl. - Aber gern.
Vater, es ist ganz einfach.
Wenn Sie "Action" hören, beginnen Sie, Ihre Geschichte zu erzählen. Ihre Familie,
wo Sie geboren wurden.
Es ist einfach. Ganz locker.
Perfekt.
Action.
Ich wurde in einer kleinen Stadt namens Santa Bárbara das Graças geboren.
Und dort nahm alles seinen Anfang.
Hör mal, nach dem Frühstück
könnten wir mit dem Fahrrad durch den Park fahren.
Da komme ich mit, Papa.
Nein, Papa, ich will einen Pulli kaufen.
Ach, Tochter.
Es war lange geplant. Bitte, Mama.
Stimmt, Paulinha, ich bringe dich hin.
Aber wir machen das. Und bevor wir gehen,
- überprüfen wir die Reifen des Fahrrads. - Ja.
- Mama, schenk mir auch etwas ein. - Nur etwas? Er ist warm. Gut so?
Lucas! Junge!
Entschuldigen Sie. Er hat Sie nicht gesehen. Geht es Ihnen gut?
- Gehen Sie weg von mir. - Was ist?
Geh weg von diesem Mann.
- Aber er ist mein Vater. - Das ist er nicht mehr.
- Weg! - Sie sind ja verrückt.
Das ist mein Sohn. Sind Sie irre?
Sie sollten besser gehen.
Sie sind verrückt und brauchen Hilfe.
Verehrte Frau, gehen Sie bitte. Sie sind verrückt.
Sie haben Ihre Familie an dem Tag getötet, an dem Sie das Ritual machten.
Was reden Sie da?
Wer erzählt so etwas?
Wer sind Sie? Wer?
Papa, komm, wir gehen.
Verschwinden Sie, Sie Verrückte. Komm, mein Sohn.
Aber, Julia, keiner kann die Maschine so gut bedienen wie ich.
Außerdem hat mich Jurandir darum gebeten.
Jurandir. Warum fragt er nicht Carlos?
Ich bin der Abteilungsleiter. Ich muss die Ziele erreichen.
Und außerdem wohne ich näher zur Fabrik. Da ist es leichter für mich.
Du willst unbedingt gehen? Dann geh.
- Meine Liebe, ich will... - Geh, Jonas.
Verflucht.
Mama, ich gehe zu Pedrinho, um mir eine Zange auszuleihen, ok?
- Ja, aber bleib nicht lang. - Ok.
Das Essen ist bald fertig.
- Alles klar, Küsschen. - Mach's gut, Junge.
Vater Jaime, Vater Jaime!
Vater Jaime. Bitte, Vater Jaime.
Vater, Vater. Um Gottes willen, ich brauche Hilfe.
Kommen Sie.
Bleiben Sie ganz ruhig. Kommen Sie.
Gehen wir.
Schnell, gehen Sie in die Kapelle und holen Sie mein Buch der Rituale.
Er möchte jedes Menschenleben retten.
Der Gott, der zur Erlösung der Menschheit das Wasser als größtes Sakrament salbte.
Antworte mir, Heiliger Vater, dem Stöhnen der fürbittenden Kirche.
Lass diesen Sohn nicht den Fängen des Vaters der Lügen erliegen,
und deinen Diener, der durch das Blut von Jesu Christi erlöst wurde,
in die Fänge des Teufels geraten.
Lass den Tempel deines Geistes nicht von einem unreinen Geist besetzen.
Oh, Gott. Steh mir bei!
Vater, sind Sie das?
Das sieht gut aus, nicht wahr? Wenn doch nur...
Es wurde langsam aber auch Zeit.
Was ist, mein Junge?
Was hast du? Was machst du für ein Gesicht?
Nichts, ich bin nur gerannt.
Gut, dann essen wir jetzt.
Aber zuerst wollen wir noch beten.
Beginnen wir.
Danke, Herr, für diese Speisen.
Möge der Herr uns immer vereinen und bei bester Gesundheit bewahren.
Unser Vater im Himmel, der du bist geheiligt...
Hey, ruhig bleiben!
Ich bin ja da. Alles ist ok.
Bleib ruhig, Tochter, bleib ruhig, Lucas.
Du hast uns vielleicht erschreckt.
Du kommst so spät.
Nächstes Mal schläfst du draußen. Wenn ich dir schon unwichtig bin,
dann achte wenigstens deine Kinder.
Meine Liebe, verzeih mir.
Aber ich muss euch beschützen.
Beschützen? Wie meinst du das, Jonas? Bist du betrunken?
Junge, egal, wohin die Seele auch geht,
das Wichtigste ist, wie sie zurückkehrt.
Was hast du? Wovon redest du?
Jonas, was machst du da?
- Jonas! - Papa!
Jonas! Jonas, was ist denn?
Jonas, meine Liebe! Nein, nicht!
Jonas!
- Vater Lucas. - Hallo, Eduardo, wie geht es Ihnen?
Sie sind hier und wir sahen uns nie.
- Wie geht es Ihnen? - Gut, Gott sei Dank.
- Was macht das Seminar? - Es läuft gut.
Verzeihen Sie, dass ich so hereinplatze,
aber erinnern Sie sich noch an Ihren früheren Lehrer?
- Vater José? - Ja, natürlich.
Er bat mich, Ihnen eine Nachricht zu überbringen.
Wow. Vater José, ich sah ihn bestimmt zwei Jahre nicht mehr.
Ich bin neugierig, na los.
Er hat mir nichts gesagt, Vater Lucas.
Er bat mich nur, Ihnen diesen Brief zu geben.
Er sagte, er habe höchste Dringlichkeit.
Ich werde ihn lesen und mich bei ihm melden.
Ja, gut, das wäre schon alles. Ich muss in den Unterricht.
Gehen Sie nur.
- Alles Gute. - Ihnen auch.
- Gott sei mit Ihnen. - Tschüss.
SÃO PAULO GEMEINDE NOSSA SENHORA DO Ó
Lieber Lucas, kommen Sie heute um 20 Uhr in mein Haus.
Vater José
Schauen Sie mal, was ich für uns habe.
Sie hatten schon immer gute Weine.
- Ich öffne ihn und Sie schenken ein. - Was für eine Ehre.
Das ist keine Ehre. Meine alten Hände taugen nicht mehr.
Alter Mann, hören Sie doch auf, Vater José.
Das ist genug für mich.
Vater José...
Ich kenne den Blick.
Welchen Blick, mein Junge?
Ich kenne ihn zu gut.
Haben Sie schon von den Biaggio-Brüdern gehört?
- Von den Biaggio-Brüdern. - Genau.
Natürlich, das hat doch jeder mitbekommen.
Sie sind die besten Exorzisten-Priester.
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