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Ist auch nichts unangenehm?
Nein.
Entschuldigt.
Eure Hoheit, Ihr habt Besuch.
Dedd Murray, der Gouverneur von Hojoy?
Ah, ein Aufsteiger, der in meinem Lehen aufgewachsen ist.
Ich empfange ihn sofort. Lasst ihn rein.
Wie Ihr wünscht.
In der kaiserlichen Familie erhalten die Prinzen Lehen,
damit sie sich in Staatsangelegenheiten üben können.
Deshalb verehren die Bewohner des Lehens
die kaiserlichen Prinzen wie einen Fürsten.
Dieser Mann, der aus Almeria stammt
und nun an einem Ort namens Hojoy arbeitet, …
war keine Ausnahme.
Dedd Murray Gouverneur von Hojoy
Ich bin Dedd Murray.
Es ist mir eine große Ehre, Eure Bekanntschaft zu machen.
Sei nicht so förmlich. Setz dich.
Jawohl.
Wir kennen uns schon, oder?
Genau.
Vor anderthalb Jahren, als Seine Majestät mich zum Gouverneur ernannte,
war ich hier, um mich vorzustellen.
Wie läuft es?
Seine Majestät soll die Regulierung des Flusses in Hojoy veranlasst haben.
Offenbar läuft es nicht rund.
Hojoy ist eine fruchtbare Kornkammer, die in der Biegung eines Flusses liegt.
Leider gibt es dort immer wieder Überflutungen.
Um die Lage zu stabilisieren, hat Seine Majestät …
Murray aus Almeria, wo die Wasser-Clans leben,
zum Gouverneur ernannt.
Was ist das Problem?
Nun, wir haben kein Budget erhalten. Ohne Geld geht nichts.
Wie das? Es war doch ein kaiserlicher Befehl.
Das stimmt, …
aber das Finanzministerium hat ständig Ausreden.
So ist das also.
Eure Hoheit?
Komm mit.
Wie kann ich Euch helfen, Eure Hoheit Noah, dass Ihr so plötzlich auftaucht?
Maybrick Finanzminister
Murray hat mir erzählt,
dass du das Budget nicht rausrückst.
Das stimmt doch gar nicht.
Warum hat er dann kein Geld?
Nun, das hat einen wichtigen Grund.
Wenn du der Meinung bist, dass Kinder das nicht verstehen, dann behalt das für dich.
Ich wäre doch nie so respektlos.
Dann erkläre es mir.
Gerne.
Hojoy litt auch letztes Jahr an einer Flut.
Seine Majestät war so bestürzt,
dass er den Ort ein Jahr lang von Steuern freistellte.
Die Leier schon wieder …
Und?
Das heißt, sie haben Geld gespart.
Unser Ministerium ist der Meinung, dass sie dieses Geld verwenden sollten.
Versteht Ihr nun?
Aha, nimmst du mich nicht für voll?
Was?
Seine Majestät hat nach einer Flut die Steuern erlassen. Warum wohl?
Weil es nichts einzunehmen gab.
Er tat es auch aus Mitgefühl,
aber das ist das eigentliche Problem. Das liegt doch auf der Hand.
Ich frage noch einmal: Nimmst du mich nicht ernst?
D-Das würde ich nie …
Was ist es dann?
Nun, wir können gerade nichts auszahlen.
Warum nicht?
Seine Majestät … Stimmt ja!
Ihr wisst sicher, dass Seine Majestät seinen Sommerkurort ausbauen lassen will.
Ja.
Seine Majestät ist nicht mehr der Jüngste …
Deshalb möchte ich nicht,
dass er die heißeste Zeit des Jahres in der Hauptstadt verbringt.
Allerdings muss die Residenz der eines Kaisers würdig sein.
Er braucht einen Palast!
Das heißt, wir müssen mehr oder minder ein ganzes Dorf für ihn errichten.
Dafür brauchen wir sehr viel Geld.
Jetzt redet er sogar von Seiner Majestät …
Dass könnt Ihr nachvollziehen, oder?
Wir haben die Staatskasse für Seine Majestät geleert.
Schweig.
Was?
Das ist schlimmste Majestätsbeleidigung.
Obwohl ein Gebiet gegen Fluten gesichert werden muss,
könnt ihr wegen einer Sommerresidenz kein Geld auszahlen?
Das willst du damit doch ausdrücken.
Willst du Seiner Majestät, meinem Vater, Dummheit unterstellen?
I-Ihr versteht mich falsch!
Hier liegt ein Missverständnis vor! Ich würde nie …
Dann rück das Geld raus.
Oder soll ich mich bei Seiner Majestät beschweren?
Auf keinen Fall!
Ich zahle das Geld für Hojoy sofort aus!
A-Aber Herr Minister …
Sofort! Was wartest du noch?!
Das hat höchste Priorität!
J-Jawohl!
Beeil dich!
Beeindruckend!
Er hat den Finanzminister unterworfen, ohne einen Finger zu krümmen!
Ich bin begeistert.
Ihr habt ein Talent für Verhandlungen
und ihr erkennt Widersprüche und Fehler Eures Gegenübers.
Es ist mir unangenehm, dass ich Euch hierbei um Hilfe bitten musste.
Verstehe, er wollte mich herschicken,
Ich weiß wirklich nicht, wie ich mich rechtfertigen soll.
um seinen Willen durchzusetzen.
Ich verneige mich vor Euch.
Ich werde mich beeilen und den Flussbau vorantreiben.
Gut.
Entschuldigt!
Eine Nachricht für Eure Hoheit. Seine Majestät lässt nach Euch rufen.
Bitte begebt Euch direkt auf den Weg.
Seine Majestät?
Folge 3 Wer dazugehört und wer nicht
Noah Ararat ist auf Euer Geheiß angetreten.
Da bist du ja. Erhebe dich ruhig.
Vielen Dank.
Als Erstes möchte ich dich loben.
Bitte?
Ich rede von Hojoy. Deinetwegen hat Maybrick doch klein beigegeben, oder etwa nicht?
Das ist doch gerade erst passiert! Wie kann er davon wissen?
Informationen sind Waffen. Sieh zu, dass du solche Angewohnheiten förderst.
Jawohl. Ich habe allerdings nur getan, was ich für selbstverständlich hielt.
Für andere ist es das nicht.
Es gibt viele redegewandte Leute und Speichellecker.
Für wenige ist das Selbstverständliche auch selbstverständlich.
Du kannst so viel, obwohl du erst sechs Jahre alt bist.
Steh auf.
Jawohl.
So steht es also um Leviathan.
Verstehe, es ist wirklich kleinlaut geworden.
Ja.
Natürlich weiß er auch, was in meinem Anwesen passiert.
Kaum zu glauben, dass du es unter Kontrolle hast.
Wenn man seine schreckliche Geschichte betrachtet, ist das wirklich eine Leistung.
Hätte ich es damals nicht aufgehalten,
hätte es auf der Stelle alle umgebracht.
Eine schreckliche Vergangenheit …
Du solltest lernen, wie du das Dämonenschwert schwingst.
Ich habe einen Lehrmeister eingestellt.
Damien Noble Bester Schwertkämpfer des Kaiserreichs
Damien Noble, zu Euren Diensten.
Noble ist der beste Schwertkämpfer im Reich.
Niemand soll ihm das Wasser reichen können.
Hocherfreut.
Trainiere unter seiner Obhut.
Jawohl.
Eure Hoheit.
Ich würde gerne jetzt schon um ein Duell bitten.
Er ist ein unwissendes Kind.
Keine Sorge, ich will nur seine Begabung prüfen, nicht seine Technik.
Nun gut.
Er hat Vater überzeugt, also muss er vertrauenswürdig sein.
Entschuldigt.
Nun greift an, wie Ihr möchtet.
Ich erhalte Erinnerungen von Leviathan.
Die Erinnerungen seiner alten Meister.
Nicht schlecht!
Kein Wunder, dass das Schwert seinen Meister wählt.
Meine Vorgänger scheinen alle fähige Schwertkämpfer gewesen zu sein.
Es tut mir leid, Eure Majestät.
Ich kann Seiner Hoheit nichts beibringen.
Kraft und Geschwindigkeit entsprechen denen eines Kindes.
Das heißt, er hat mir nur durch Technik das Schwert aus der Hand geschlagen.
Seine Fähigkeiten entsprechen bereits denen eines Meisters.
Es wäre anmaßend, ihm etwas beibringen zu wollen. Ich habe versagt.
Verstehe, so ist das also.
Ich bin beeindruckt, Noah!
Ach ja.
Du sollst der Hauptrichter bei der Wahl der Ritter dieses Jahr sein.
Es gibt niemand Geeigneteres dafür.
Was sagst du, Noah?
Jawohl! Ich werde gewissenhaft arbeiten.
Die Ritterwahl ist ein jährliches Großereignis,
das im ganzen Land abgehalten wird.
Als Land der Krieger
schätzte dieses Land seine Kämpfer schon immer.
So soll dieser Lebensweg
der einzige sein, mit dem man mit genug Können seinen Stand überwinden kann.
Bei der Ritterwahl
kämpfen Kandidaten, die in Vorrunden gewonnen haben, in der Hauptstadt um Leben und Tod.
Wer gewinnt, wird zum Ritter geschlagen
und wird sofort in höhere Kreise aufgenommen.
Die erste Aufgabe eines Ritters ist es, der Untergebene des Hauptrichters zu werden.
Name: Noah Ararat, 13. kaiserlicher Prinz Geschlecht: Männlich Level: 1/∞
Kraft: Körperkraft: Intelligenz:
Feuer: Wasser: Wind: Erde: Licht
Und mit fähigen Untergebenen werde auch ich stärker.
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