The first 200 lines.
Also los.
Wer ist dafür?
Dagegen?
Der Beirat ist sich einig über die Regeln für Abschlussbälle.
Keine freizügigen Kleider für die Damen.
Anzug oder Smoking für die Herren.
Tanzpartner müssen vom anderen Geschlecht sein.
Können Sie sie nicht ausschließen?
Ihr Ausschluss könnte rechtliche Probleme verursachen.
Es tut weh, aber uns bleibt keine Wahl.
-Kein Abschlussball. -Mrs. Greene, eine Frage.
Da ist Emma! Was sagen Sie dazu?
Beantworten Sie uns einige Fragen?
Emma, Direktor Hawkins, wie sehen Sie diese Entscheidung?
NETFLIX PRÄSENTIERT
Frank DiLella für On Stage auf New York 1.
Premiere für Eleanor! Das Eleanor Roosevelt Musical,
mit der unvergleichlichen Dee Dee Allen.
-Dee Dee! Sie sind ein Broadway-Star. -Ja. Das bin ich.
Sie bekommen jede Rolle. Was reizte Sie an Eleanor?
Eleanor Roosevelt war mutig, mächtig und charismatisch,
aber niemand kennt sie.
Das muss sich ändern.
Die Leute müssen erfahren, dass man die Welt verändern kann,
sei es als hausbackene First Lady im mittleren Alter
oder als Broadway-Star!
Barry Glickman! Sie glänzten als Roosevelt.
Sobald ich in seinen Schuhen steckte, also in seinem Rollstuhl,
habe ich es begriffen.
Es gibt keinen Unterschied
zwischen dem US-Präsidenten und einem Star.
Wir beide haben Macht. Die Macht, die Welt zu verändern.
Es ist eine große Verantwortung.
Reden wir über Kunst.
Wenn ich in der Rolle bin, drehe ich durch
Ich wanke, stammle, schluchze
Das Publikum muss meinen Schmerz spüren
Wenn sie nicht deprimiert heimgehen Habe ich versagt
Jedes Mal Wenn ich eine Rolle wie Eleanor finde
Blüht die Künstlerin in mir auf
Ich setze die Perücke auf Und die Zahnprothese ein
Und weiß, ich verändere die Leben anderer
Wenn mich im zweiten Akt Die Tuberkulose erwischt
Rufen auch die Gefühllosesten
Laut "Bravo" im Chor!
Bravo!
Die erste Kritik. New Jersey Star-Ledger.
Sag nichts…
…es sei denn, sie ist voller Lob oder wohlgesonnen.
Da steht, wir sind ein Hit!
Oh mein Gott!
Wir sind ein Hit und haben es verdient
Ganz gewiss
Und das heißt, dieser Kraftakt
Muss nicht auf Tournee gehen
Auf Eleanor! Auf dass sie nie abgesetzt werde!
Auf Eleanor!
Auf ein Musical, das so inspirierend ist
Dass man es fast nicht aushält
Und falls wir gehen Dann heißt das wohl
In zehn Jahren oder so
Machen wir Eleanor Teil zwei!
Ich weiß schon Wie die Kritiken lauten werden
Noch ehe die nächste eintrifft
Bahnbrechend
-Erschütternd! -Lebensbejahend!
-Atemberaubend -Aufwühlend!
-Herzschmerzend -Kurz: weltbewegend
Darum streben wir Schauspieler
Nach Bewunderung
Und Entschädigung
Indem wir allabendlich
Die Leben der Zuschauer verändern
Das ist unser Job.
Die übrigen Kritiken sind da!
New York Post, Associated Press, New York Times.
Die New York Times!
Wow…
Was ist?
-Wow… -Was ist los?
So eine Kritik schmerzt bei miesen Vorverkaufszahlen.
Das ist tödlich.
Was missfiel ihnen? Der Hip-Hop?
Ja, aber nicht nur.
-Mein Gott, Sheldon. Lies schon vor. -Was? Lies.
Gut, nur die Glanzpunkte.
"Barry Glickmans Roosevelt ist wohl die unangebrachteste,
widerlichste und albernste Nummer,
die dieser Kritiker sich je hat ansehen müssen."
So übel ist das nicht.
-Jetzt ihre. -Ich meine ja nur.
"Dee Dee Allen zuzusehen,
wie sie Eleanors Botschaften plump herausquakt,
war, als würde eine alternde Dragqueen
mir gegen Bezahlung die US-Flagge in den Hals stecken."
Nun… das ist keine Kritik.
Das ist einfach nur ein persönlicher Angriff.
"Falls Sie vorhaben, Karten für das Musical zu erwerben,
kaufen Sie sich lieber einen festen Strick,
und hängen Sie sich auf."
Oh Gott!
Mein Gott! War die Show echt so schlecht?
Nicht die Show. Ihr beiden.
Ihr seid nicht sympathisch.
-Was? -Was?
Niemand mag Narzissten.
-Das… -Ach das.
Ich mache das. Ich versuche, euren Ruf erneut zu retten.
-Ich hasse diese Welt! -Furchtbar. Das… Das tut weh.
Das verletzt mich tief.
Wo sind alle anderen?
-Was darf ich bringen? -Yola-Mezcal-Brombeer-Smash.
Herzliches Beileid, Dee Dee.
Aber wichtig ist, man hat Freunde.
Danke. Wer sind Sie?
Trent Oliver.
-Wir spielten zusammen in fünf Musicals. -Echt? Oh.
Trent erzählt ständig von der Juilliard.
-Ach ja, Trent! Klar! -Trent.
Was machst du als Kellner?
Auf die nächste Rolle warten.
Ich fühle mich etwas verloren, so wie damals vor der Juilliard.
Oh Gott.
Meine Leidenschaft gilt ganz der großen Dame Theater,
wie sie mit sanfter Hand
die Seelen der Menschen formt.
-Aber an der Juilliard… -Um Gottes willen.
…lernten wir: "Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht?
Und wenn ihr nicht zahlt, spielen wir nicht doch?"
Das dürfte genügen.
Ich spielte Hamlet,
und doch kennt man mich nur als den Typen aus der tollen Sitcom der frühen 2000er…
Erzähl mir nichts.
MIT TRENT OLIVER
Ich habe tiefe Zweifel am Sinn meiner Existenz.
Maggie Smith sprach mich mal auf der Herrentoilette an:
"Wer schickt Sie? Michelle Dockery?
Das Gericht erteilte ihr Kontaktverbot." Sie hatte Angst.
-Hallo! -Angie!
Tut mir leid, dass euer Musical erneut abgesetzt wurde.
Willkommen in der Arbeitslosigkeit. Gieß ein.
Machst du nicht Chicago?
Nicht mehr.
Zwanzig Jahre im Hintergrund, nie darf ich Roxie Hart spielen.
Wisst ihr, wer sie spielt?
-Kelly Ripa? -Cher?
-Connie Chung. -Kris Jenner?
Nein, Tina Louise.
Ginger aus Gilligans Insel.
Mein Gott, die lebt noch?
Wir vergeuden unser Leben.
Das stimmt. Wenigstens sitzen wir im selben Boot.
"Die Not macht den Menschen mit seltsamen Bettgesellen bekannt."
-Mein Gott. -Das ist aus Der Sturm.
Erstens, halt die Klappe. Zweitens, ich gebe nicht auf, klar?
Wir sind noch immer Stars. Wir haben Macht.
Nun, The Times hat dich ziemlich kastriert.
Ja. Sie bezeichnen dich als alternden Narzissten.
Ich begreife nicht, was daran so schlimm ist.
Wir können auf einfache Weise unsere Liebe zu uns selbst bewahren
und trotzdem als anständige Menschen gelten, ok?
Wir werden einfach Star-Aktivisten.
-Oder? -Genial.
-Wir brauchen ein Anliegen. -In aller Munde.
Überlegt euch ein Anliegen. Los.
-Armut? -Zu gewaltig.
Hunger auf der Welt.
Auch eine Nummer zu groß. Nein, etwas, das wir schaffen.
Ein kleines Unrecht, das zu uns passt. Recycling.
-Recycling ist gut. -Was ist angesagt?
-Zu viele Preisverleihungs-Shows. -Parkplätze.
-Fernseher im Taxi. -Was ist mit der hier?
Mein Gott. Seht euch das an.
-Wer? -Sie ist überall auf Twitter.
Sie ist aus Edgewater, Indiana.
Sie ist lesbisch und wollte mit ihrer Freundin zum Abschlussball.
Der Beirat flippte aus und verbot den Ball.
Sie verboten den Abschlussball?
-Dürfen die das? -Nein.
Direktor Hawkins, Ihre Reaktion.
Ich gehe damit zur Staatsanwältin von Indiana.
Es geht nicht um die Schule, sondern um Grundrechte.
Im Ernst?
Die Staatsanwältin wird diese Eiferer stoppen.
Ich sage Ihnen eines:
Diese Nachricht wird viele wütend machen.
Das macht mich sauer.
Und dann kommt irgendeine moderne Eleanor Roosevelt
hier anmarschiert, und der Teufel ist los.
Wir müssen da hin und richtig Krach schlagen.
Das wird der größte Skandal in Indiana seit… was immer dort passiert ist.
-Das ist also unser Anliegen? -Ja. Seid ihr dabei?
-Wir machen Demos! -Ja!
-Transparente! -T-Shirts.
Sheldon könnte uns eine Bühne suchen.
-Schaffen wir das? -Darauf kannst du deinen Arsch verwetten.
Wir werden beweisen…
Dass heutzutage
Homosexualität kein Verbrechen ist
Wir werden die Welt verändern
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