The first 200 lines.
Applaus für Asif Ali.
Was zur Hölle geht, New York? Auf geht's!
Oh, mein Gott.
Ich freue mich echt, hier zu sein. Ich drehe durch.
Ich seh aus wie Bad Boy Hummus.
Ja! Keine Ahnung. Es ist Wahnsinn hier.
Ihr habt echt Glück. New York ist wunderbar vielfältig.
Ich bin nicht so aufgewachsen. Sind Inder anwesend?
Verdammt.
Wusste ich nicht. Ich bin in Arizona aufgewachsen.
Ja, das war Mist.
Immigranten gehen dahin, wo die Jobs sind.
Der Bevölkerungszensus ist egal.
Es gab in Arizona damals keine Inder.
Es gab Weiße, Mexikaner und uns.
Bis ich 15 war, hielt ich mich für einen Mexikaner.
Ganz im Ernst.
Das Üble war, ich war gut darin.
Ich war super. Ich hatte einen Topfschnitt.
Ich hatte alle Fußball-Moves drauf.
Hab Mango mit Chili gegessen. Ich war super.
Ich war sauer, als es hieß, das geht nicht mehr.
Sie mussten es mir sagen. So gut war ich.
Sie kamen an meinem Geburtstag.
Mein Kumpel Luis sagte: "Du kannst kein Mexikaner sein.
Das ist respektlos."
Ich wurde emotional. Das war zu dem Zeitpunkt meine Identität.
Ich nahm den Partyhut ab.
Und ich sagte: "Echt? Das tust du mir an?
Hier? Bei meiner Quinceañera?"
Das ist rassistisch, Mann.
Und dann musste ich Inder werden.
Ich wusste nicht mal, dass es eine Milliarde Inder gibt.
Das hat mich total verblüfft.
In der Schule sagte ich:
"Das ganze Land braucht ein Kondom."
Eine Milliarde von irgendwas ist zu viel.
Gäbe es eine Milliarde Schildkröten, würde ich sagen:
"Das müssen wir halbieren."
Wir halten es unseren Vorfahren nicht genug zugute,
dass sie eine Milliarde Inder erschufen.
Wisst ihr, wie schwer das ist?
Sex zu haben, wenn man indisch gegessen hat?
Das ist Risiko!
Ich fordere euch heraus.
Esst zwei Currys und versucht Sex.
Ihr traut keinem eurer Löcher. Wir sind die Zukunft.
Die Sodbrennen-Schübe. Seid froh, dass das Zeug scharf ist,
sonst gäbe es vier Milliarden von uns.
Wir brauchen die Challenge.
Sind Chinesen hier?
Haben eure Eltern über Sex geredet? Nein.
Was für ein Zufall. Oder?
Die zwei Länder mit einer Milliarde Leute. Das wurde nie erwähnt.
Aber wenn man drüber nachdenkt… "Alter, das ist genial."
"Warum reden wir nicht drüber? Wir sind zu beschäftigt damit."
Hosen runter, Weiße. Ihr holt uns nie ein.
Wisst ihr, warum hier nur vier Asiaten sind?
Der Rest von uns ist zu Hause und bumst.
Ich war neulich in Indien. Es war klasse.
Ich besuchte meinen Cousin. Er hat geheiratet.
Eine tolle Erfahrung.
Aber bei den Nachrichten im Fernsehen hat es mich verblüfft,
dass sie sagten, sie würden noch überlegen, ob die Homo-Ehe
in Indien legalisiert werden sollte.
Ich dachte immer, die Homo-Ehe sei in Indien legal.
Ich weiß nicht, ob ihr je bei einer indischen Hochzeit wart,
aber das sind die schwulsten Events aller Zeiten.
Ich dachte: "Was ist hetero daran, drei Tage getrennt zu tanzen?"
"Du kamst auf einem Pferd, trugst eine Kette.
Nichts hier ist hetero."
Und wie hält man Schwule von indischen Hochzeiten fern?
"Raus mit den Schwulen. Schließt die Türen ab.
Ok. Jetzt entschuldigt mich.
Ich füttere meinen besten Freund mit meinen Händen. Mund auf."
"Raus mit den Mädels!"
"Schließt die Türen ab, ok?"
"Jetzt, wo wir unter uns sind…
Jetzt brauche ich 14 meiner heterosten Freunde, ok?
Wir werden jetzt…
DJ, spiel etwas Cooles, wie Jason Derulo.
Wir halten uns an den Händen
und reiben uns dann 22 Minuten lang aneinander.
Arsch an Eier. Wisst ihr, was ich meine?
Meine Kinder sollen die Fotos sehen
und sagen: 'Mein Vater war total hetero.'
Ja, wir sehen aus wie bisexuelle Zauberer."
Ich liebe Hochzeiten. Ich hoffe, ich heirate irgendwann.
Ich will, was meine Eltern haben. Seit 45 Jahren verheiratet.
Könnt ihr euch das vorstellen?
Sie sind traditionelle Inder. Die Ehe war arrangiert.
Wende dich jetzt nicht ab, New York.
Ihr Ärsche. Ihr eignet euch Kultur an.
Ihr macht Yoga, wollt aber die Kultur nicht. Ich sehe euch.
Ihr trinkt Chai Latte, wollt aber keinen Fremden heiraten. Übel.
Nein, nein, nein.
Das war damals einfach beliebt in Indien.
Das Tinder ihrer Zeit. Ein Swipe, keine Rücknahme.
Meine Eltern wollen es für mich.
Meine Mom fleht mich an.
Aber ich wuchs in Amerika auf, also denke ich amerikanisch.
Ich reagiere immer mit: "Was ist mit Liebe?"
"Oder Wie ein einziger Tag, Mama?"
Wenn man das so jemandem sagt,
kommt immer dieselbe Antwort.
Sie schaut einen an und sagt: "Man lernt zu lieben."
Das sagen sie. Apropos, wenn alte Inder
das machen, dann sind sie Betrüger, ok?
Sie sagt: "Man lernt zu lieben."
Mein Dad stand hinter ihr, und ich sah ihn an.
Dann sah ich sie an und fragte: "Liebst du Dad?"
Und sie atmete sehr tief ein.
Ich fragte: "Liebst du Dad?" Und sie meinte:
"Ich lerne es."
Ich dachte: "Immer noch? Herrgott."
Aber ich war ein seltsames Kind.
Ich wollte so sehr weg aus Arizona.
Damals hatte im Fernsehen niemand dunkle Haut.
Dort gab es nicht viel für mich zu holen.
Die dunkelhäutigen Leute im Fernsehen waren Taxifahrer,
Schlangenbeschwörer.
Ich war ein Optimist: "Ich will weg aus Arizona.
Schlangenbeschwörer. Auf geht's."
Ich dachte: "Jobsuche. Los." Ich ging in die Bibliothek.
Ich hab es gegoogelt. Das gibt's echt.
Man kann eine Kobra mit einer Flöte beruhigen.
Das geht wirklich. Keine Ahnung.
Jazz verwirrt sie, oder so in der Art. Sie denken: "Wo bleibt der Text?
Das ist kein Dua-Lipa-Song. Was ist das?"
Cool, dass sie das rausgefunden haben.
Aber wer erwähnt das, wenn es darum geht, wie man mit Kobras umgeht?
Wer ist bei dem Meeting vor 1.000 Jahren, bei dem sie überlegten,
ob sie sie mit Stein oder Stock töten sollten,
aus der Ecke gekommen und hat gesagt: "Ich hab eine Idee.
Was, wenn wir sie verführen?" Und alle: "Wessen Cousin ist das?"
Das muss total seltsam gewesen sein.
Die erste Schlangenbeschwörung.
Wie krass das vor 1.000 Jahren gewesen sein muss!
Irgendein Dorf in Indien.
Die Kobra kommt, bereit, ein Baby oder so zu fressen.
Ihr wisst schon.
Alle haben Angst. "Mein Gott! Eine Kobra!" Und alle rennen weg.
Es sieht so aus, als wäre es vorbei für das Baby. Aber dann…
Der Nebel lichtet sich.
Und aus dem Dschungel kommt ein seltsamer Inder,
der aussieht wie Lenny Kravitz.
Offenes Hemd, grundlos ölig. Ihr wisst schon.
Alle sind auf den Bäumen.
"Das ist der Typ, der meine Eltern gevögelt hat."
Er stellt sich vor der Schlange auf: "Moment.
Ich spiele der glitschigen Bitch eine meiner Hit-Singles vor."
Und er nimmt die Flöte und spielt Ginuwines "Pony" der damaligen Zeit.
Und er rockt es, wie Usher bei einer Vegas-Show.
Versteht ihr?
Und die Schlange wird total entspannt, ok?
Ja. Und es funktioniert.
Die Leute müssen gedacht haben: "Was ist hier los?"
"Wieso hast du einen Ständer?"
Und er: "Peace, Mann." Und verschwindet.
Das war für mich immer das Verrückteste daran.
Aber als ich mal high war, ganz im Ernst…
Ich dachte: "Nicht mal annähernd."
Wisst ihr, was am verrücktesten gewesen sein muss?
Wie es für die Schlange war.
Überlegt mal. Ihr seid eine Schlange.
Ihr regiert den Dschungel. Niemand kann euch stoppen.
Ihr geht zu einer Familie, fresst ein Baby, weiter geht's.
Ohne zu ahnen, dass ihr den R&B-Meister trefft.
Oder dass euch Jazz komplett umhauen würde.
Ihr kamt ins nächste Dorf. Ganz selbstbewusst.
"Ich fresse euch alle, ihr…
Verdammt!
Chill, Daddy.
Mein Gott, bist du auf Spotify? Verdammt noch mal.
Verdammt. Meine Zunge spielt verrückt.
Warte. Moment. Warte. Pause.
Pause.
Das ist so willkürlich.
Wer bist du?
Pack mich in diesen Korb."
Ich liebe euch. Ich bin Asif Ali. Vielen Dank. Danke.
Applaus für Sabrina Wu.
Mein Gott. War's das?
Ich liebe Stand-up.
Aber da ich Asiatin bin, werde ich ständig gefragt:
"Was halten deine asiatischen Eltern von deiner Comedy?"
Meine Mom hat Folgendes gesagt.
"Ich mag Comedy nicht. Welchen Wert hat Gelächter?"
Ziemlich witzig.
Ich erzählte davon mal in einem Video, und alle waren verdutzt.
In Panik sagte ich: "Sie ist eine Immigrantin aus China."
Und da spielten die Kommentare verrückt.
Die ganzen Weißen meinten: "Mein Gott. Das ist so traurig.
Ein Land voll mit Leuten, die nicht lachen."
Dann sagten die Chinesen: "Ich bin Chinese und lache."
Dann diskutierten sie, wie rassistisch ich bin.
Ich: "Gott. Chinesen, ihr gewinnt.
Nur meine Mom ist eine Bitch."
Das ist meine Mom. Mein Dad ist lustig.
Vor einem Jahr hatte ich bei ihm mein Coming-out. Ich sagte…
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