Cavalleria Rusticana

Cavalleria Rusticana

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Cavalleria Rusticana (1968)
A Commentary by etcohod
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Published on: 2016-01-22
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The first 139 lines.

O Lola, in deinem milchweißen Hemd,

weiß und rot, wie eine Kirsche!

Wenn du dich zeigst, lächeln deine Lippen.

Glücklich ist der Mann, der dir den ersten Kuss gab!

An deiner Schwelle fließt das Blut,

aber es bekümmert mich nicht, wenn ich dort sterbe.

Und wenn ich in den Himmel fahre

und dich nicht finde, will ich dort nicht bleiben.

Der Duft der Orangen steigt von den grünen Hängen auf,

die Lerchen singen inmitten blühender Myrten.

Jetzt kommt die Stunde,

da alles das Liedchen flüstert,

das Herzen höher schlagen lässt.

Draußen auf dem Feld, inmitten goldener Ähren,

hören wir eure Webstühle.

Müde von der Arbeit, rasten wir

und denken an euch und eure schönen Augen.

O schöne Augen, wir eilen zu euch

wie der Vogel, der heimfliegt.

Sagt mir, Mamma Lucia...

Du bist's? Was willst du?

Wo ist Turiddu?

Warum kommst du hierher und suchst meinen Sohn?

Verzeiht mir, ich will nur wissen, wo ich ihn finden kann.

Ich weiß es nicht, ich will keinen Verdruss!

Mamma Lucia, ich flehe Euch an, in Tränen,

seid zu mir wie der Herr zu Maria Magdalena,

sagt mir, wo ist Turiddu?

Er ist nach Francofonte gegangen, Wein holen.

Nein!

Man hat ihn im Dorf gesehen, gestern Nacht.

Was sagst du da? Was sagst du? Und kam nicht nach Hause?

Tritt ein!

Ich kann Euer Haus nicht betreten.

Ich kann nicht, ich darf nicht zur Kommunion.

Was weißt du über meinen Sohn?

In meinem Herzen sitzt ein Stachel!

Das Ross stampft, die Schellen klingen,

die Peitsche knallt.

Der eisige Wind mag wehen, Regen und Schnee fallen,

was bekümmert es mich?

Das Ross stampft, die Schellen klingen,

die Peitsche knallt.

Wie schön, Fuhrmann zu sein,

in aller Welt zu reisen!

Lola erwartet mich daheim, sie liebt mich, sie beglückt mich,

der Inbegriff der Treue.

Das Ross stampft, die Schellen klingen,

es ist Ostern, und ich bin da!

Wie schön, Fuhrmann zu sein,

in aller Welt zu reisen!

Euch geht es gut, Alfio, immer so vergnügt!

Mamma Lucia, habt Ihr noch etwas von dem alten Wein?

Ich weiß nicht. Turiddu holt Wein.

Er ist doch hier!

Ich sah ihn heute Morgen bei meinem Haus.

- Was? - Sagt nichts.

Ich will fort. Ihr anderen, geht zur Kirche.

Regina coeli laetare.

Alleluia!

Quia quem meruisti portare.

Resurrexit sicut dixit.

Frohlockt, der Herr ist nicht tot!

Er ist aus dem Grabe gestiegen!

Preist den Herrn, den Auferstandenen!

Heute ist er aufgefahren in die Herrlichkeit des Himmels!

Frohlockt, der Herr ist nicht tot!

Preist den Herrn, den Auferstandenen!

Heute ist er aufgefahren in die Herrlichkeit des Himmels!

- Alleluia! - Oh, Herr!

Warum gabst du mir ein Zeichen, zu schweigen?

O Mutter, Ihr wisst, bevor er zu den Soldaten ging,

versprach Turiddu Lola die ewige Treue.

Als er heimkam, war sie verheiratet. Mit einer anderen Liebe

wollte er seine Liebesflammen löschen:

Er liebte mich,

ich liebte ihn.

Sie missgönnte mir mein Glück.

Sie vergaß ihren Gatten und entbrannte in Eifersucht.

Sie entriss ihn mir.

Ich bin entehrt:

Lola und Turiddu lieben einander,

und ich weine, ich weine!

Weh uns,

was sagst du mir

an diesem heiligen Tag?

Ich bin verdammt.

Geht, o Mutter, und betet zum Herrn.

Betet für mich. Turiddu kommt bald,

ich will ihn noch einmal beschwören!

Steh ihr bei, heilige Mutter Gottes!

Du hier, Santuzza?

Ich habe dich erwartet.

Es ist Ostern, und du bist nicht in der Kirche?

Nein.

- Ich muss mit dir sprechen. - Ich suche meine Mutter.

- Ich muss mit dir sprechen. - Nicht hier! Nicht hier!

Wo warst du?

Was soll das heißen?

- In Francofonte! - Nein, das ist nicht wahr!

Glaub mir, Santuzza.

Nein, lüge nicht.

Ich sah dich vom Weg abbiegen.

Und bei Tagesanbruch wurdest du vor Lolas Tür erblickt.

Ah! Du hast mir nachgestellt!

Nein, auf mein Wort.

Soeben hat ihr Mann Alfio

uns davon berichtet.

So vergiltst du meine Liebe?

- Willst du, dass er mich umbringt? - Oh! Sag das doch nicht.

Dann lass mich in Frieden, lass mich.

Dein Mitleid kann meinen Zorn nicht beschwichtigen.

- Also liebst du sie? - Nein!

- Lola ist viel schöner. - Sei still, ich liebe sie nicht.

- Du liebst sie. Oh, sie sei verflucht! - Santuzza!

Diese elende Frau hat mich deiner beraubt!

Sieh dich vor, Santuzza, ich bin nicht der Sklave deiner Eifersucht.

Schlage mich, beschimpfe mich, ich liebe dich doch und verzeihe dir,

aber der Schmerz ist unerträglich.

O Schwertlilie, im Himmel gibt es tausende von Engeln,

aber nur ein einziger ist so schön wie er.

Oh, Turiddu! Ist Alfio vorbeigekommen?

Ich weiß nicht, ich bin kaum hier.

Vielleicht ist er noch immer beim Hufschmied.

Er wird bald hier sein.

Und Ihr, hört Ihr die Messe hier draußen?

Santuzza hat mir berichtet...

...dass heute Ostersonntag ist

und dass der Herr alles sieht!

Geht Ihr nicht zur Messe?

Ich nicht, nur wer nicht gesündigt hat, darf gehen!

So danke ich dem Herrn und küsse den Erdboden.

Oh, da tut Ihr gut daran, da tut Ihr gut daran, Lola!

Wir wollen gehen, lasst uns gehen!

Hier hält uns nichts zurück.

Ach, bleibt doch hier!

Ja, bleibe hier,

ich muss noch mit dir sprechen!

Der Herr stehe Euch bei.

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