The first 200 lines.
# Precious Lord
WEISS - FARBIG
# Take my hand
# Lead me on
# Let me stand
# I am tired
# I am weak
# I am worn
# Through the storm
# Through the night
# Lead me on
# Through the night
# Take my hand
# Precious Lord
# And lead
# Me home
# Take my hand
# Precious Lord
# And lead
# Me home
Oje.
Was ist los?
- Was wollen die? - Keine Ahnung.
Fahr einfach vorbei. Fahr vorbei.
- Ist es die Polizei? - Ich kann nichts erkennen.
- Was zum Teufel soll denn das? - Die meinen es ernst, glaub mir.
- Was machen wir jetzt? - Ich weiß es nicht.
OK. Haltet euch fest, Jungs.
Ein Pick-up ist auch dabei.
Scheiße. Ein Polizist.
Halt lieber an.
OK. Bleibt sitzen. Seid ruhig. Lasst mich reden.
OK? Kein Problem. Ganz ruhig.
Woher nehmen Sie sich das Recht, so schnell zu fahren?
Sie haben uns Angst eingejagt, Mann.
- Nenn mich nicht "Mann", Jude. - Nein, Sir. Wie soll ich Sie nennen?
Du nennst mich gar nichts, du jüdischer Niggerfreund. Hör einfach zu.
Jawohl, Sir.
Pfui Teufel, du riechst sogar schon wie ein Nigger, Jude.
- Bleibt ruhig. Es ist alles in Ordnung. - Aber sicher, Niggerfreund.
Er hat dein Gesicht gesehen. Das ist nicht gut. Das soll keiner sehen.
Oh, das ist jetzt auch egal.
Scheiße! Jetzt gibt's kein Zurück mehr.
Es ist zwar nur ein Nigger, aber immerhin habe ich ihn abgeknallt.
Und wie.
NEGER-KIRCHE ABGEBRANNT
NAACP-KOMMISSION
# Kommunisten, Nigger und Juden - hört her
# Sagt euren Freunden, wir schweigen nicht mehr
# Die Zeit bis zum Jüngsten Gericht wird euch knapp
# Der Herr im Himmel sieht auf uns alle herab
# Er führt an unsren Kampf gegen die Mischung der Rassen
# Alle Babys mit braunen Gesichtern wir hassen
# Nie, nie, nie im Leben
# Den Ku-Klux-Klan wird's immer geben
# Nie, nie, nie im Leben
# Den Ku-Klux-Klan wird's immer geben
Lynchen liegt den Ku-Kluxern besser als Dichten.
Lesen Sie die Akte, Mr. Anderson. Auf die Singeinlage kann ich verzichten.
- Sie mögen mich nicht, oder, Chef? - Sicher mag ich Sie.
Aber nicht lhre Art von Humor.
Das ist manchmal das Einzige, was einem bleibt.
- Seit wann sind Sie beim FBI? - Seit drei Jahren.
- Frisch von der Uni, was? - Nein. Vom Justizministerium.
Kennedy-Fan. Jetzt verstehe ich.
Nein. Ich glaube nicht, dass Sie verstehen.
Lassen Sie mich etwas klarstellen.
Ich habe keine Pickel mehr. Ich rasiere mich jeden Morgen.
Ich kann sogar alleine auf die Toilette. Also nennen Sie mich nicht "Chef".
Ich bin hier, weil ich mit so was Erfahrung habe.
- Birmingham? Montgomery? - Oxford. Ich half Meredith beim Einschreiben.
Oh. Ein Ziegelstein traf Sie am Kopf, und schon wurden Sie befördert.
Nein. Ich wurde angeschossen. In die Schulter.
- Sie leben noch. Darauf kommt es an. - Nein. Meredith lebt. Darauf kommt es an.
WILLKOMMEN IN MISSISSIPPI "DER MAGNOLIEN-STAAT"
Warum fliegen die Vögel mit dem Bauch nach oben über Mississippi?
- Warum? - Weil es nicht mal wert ist, drauf zu scheißen.
# Nie, nie, nie im Leben
# Den Ku-Klux-Klan wird's immer...
- Großes Haus für eine Kleinstadt. - Ja.
Tag.
Guten Morgen. Ich heiße Alan Ward.
Ich bin vom FBI.
Föderalistisches Büro für Integration?
In dem Aufzug sind Sie nicht gerade inkognito.
Wir wollen zu Sheriff Stuckey.
Der Sheriff hat zu tun.
Sie müssen warten oder ein andermal wiederkommen.
Wir warten.
Hören Sie zu, Sie Provinz-Arschloch.
Wenn der Sheriff in zwei Sekunden nicht hier ist, trete ich die Scheißtür ein. OK?
Sieh einer an, wer uns da Gesellschaft leistet.
Hoover schickt seine Jungs zu Besuch.
- Wie geht's Ihnen? - Gut.
- Ich bin Sheriff Stuckey. - Rupert Anderson.
Rupert, wir haben Sie erwartet.
- Mein Hilfssheriff, Mr. Pell. - Wir hatten bereits die Ehre.
Wollen Sie uns bei unseren Nigger-Problemen helfen?
Nein. Es geht um eine Vermisstenmeldung.
Nun, kommen Sie.
- Wollen Sie den Kleinen dabei haben? - Sheriff...
Ich bin Sonderagent Ward. Ich leite die Untersuchung.
Die Sache ist etwas ernster als eine einfache Vermisstenmeldung.
Das glaube ich kaum, Kleiner. Wissen Sie, was ich glaube?
Dieser Martin Luther King steckt dahinter. Er will nur Aufsehen erregen.
Kommen Sie.
Um 15 Uhr hat Pell die drei Jungs wegen zu schnellen Fahrens festgenommen.
Er hielt sie bis 22 Uhr in der Zelle fest und ließ sie dann laufen.
Sie fuhren davon. Er sagt, er folgte ihnen bis an die Bezirksgrenze...
...und sah sie danach nicht wieder.
Warum haben sie nicht angerufen?
- Warum sollten sie? - Die Jungs waren geschulte Aktivisten.
Sie lernen, sich stündlich zu melden - bei Verhaftung gleich nach Freilassung.
Das Hotel ist nebenan. Von dort hätten sie anrufen können. Das ergibt keinen Sinn.
- Was ist mit der Bar? - Die Jungs trinken nicht.
Die Bürgerrechtszentrale telefonierte herum, als sie sich nicht meldeten.
Im hiesigen Sheriffsbüro hieß es, sie wüssten nicht, wo die Jungs sind.
Die erste Lüge.
Wer lügt? Der Sheriff oder die Bürgerrechtsbewegung?
Wem würden Sie glauben?
Mr. Ward, ich war auch mal Sheriff in einer Kleinstadt in Mississippi.
- Ja, ich weiß. - Nun, hier geht es nicht um Lügen.
Wir sind zehn Meilen von Memphis und weit entfernt vom Rest der Welt.
Wenn der Sheriff hier sagt, dass es so war, dann stimmt das auch.
Gehen wir was essen.
Im Moment ist alles voll. Wollen Sie warten?
- Lohnt sich das? - Hier ist nicht ohne Grund so viel los.
Wollen Sie sich schon mal die Karte ansehen?
Danke.
Wollen Sie also warten oder nicht?
Wir warten, aber nur für Sie!
- Da hinten sind noch Plätze frei. - Äh, Mr. Ward...
Das ist für Farbige. Daran sollten Sie nicht mal denken.
- Hier geht gleich jemand. - Haben Sie keinen Hunger?
Guten Tag. Sieht lecker aus.
Kann ich Ihnen ein paar Fragen stellen?
Ich bräuchte ein paar Informationen.
- Ich habe Ihnen nichts zu sagen, Sir. - Nur ein paar Fragen.
Ich habe Ihnen nichts zu sagen, Sir.
Die Bürgerrechtler wollten hier ein Wähler-Zentrum einrichten.
Bevor sich jemand dazu äußern konnte, fackelte der Klan es ab.
- Gib ihnen das Wahlrecht, aber lass sie nicht wählen. - So läuft das.
Was meint die Zentrale in Rossville?
Dass ihre Jungs zurückkamen, um sich bei der Gemeinde zu entschuldigen.
"Tut uns Leid, dass ihr nicht wählen dürft."
"Vielleicht wisst ihr gar nicht, dass ihr das Recht dazu habt."
"Wohin wollt ihr jetzt am Sonntagmorgen?"
Danach haben sie wohl noch mit ein paar Einheimischen gesprochen.
- Dort sollten wir anfangen. - Oh, die reden nicht mit Ihnen.
Die Leute müssen hier leben, auch wenn wir wieder weg sind.
Die beißen sich eher die Zunge ab, als mit uns zu reden.
FBl-Verfahren, Mr. Anderson.
Die Kirche ging in Flammen auf, und Sie rannten nach Hause. Richtig?
Ja, Sir.
Und die vier weißen Männer stoppten Sie?
Ja, Sir.
Und die vier weißen Männer griffen lhren Mann an?
Ja, Sir.
Aber Sie können sie nicht identifizieren.
Nein, Sir.
Haben Sie das der Polizei gemeldet?
Nein, Sir.
Aber Sie erzählten den Bürgerrechtlern davon?
Ja, Sir.
Ma'am, sagten sie Ihnen, wo sie danach hin wollten?
- Nein, Sir. - Gar nichts?
Nein, Sir.
Gut. Vielen Dank, Ma'am.
Keine Ursache.
- Los, Junge. - Mach auf.
- Ist dein Bruder Hollis da, Fennis? - Ja, Sir.
Weck den Drecksack auf. Wir wollen ihn sehen.
- Warum? - Jetzt mach schon.
- Was ist los? - Da bist du ja, du Stück Scheiße.
Komm her, Junge!
Hollis! Hollis!
Bleib stehen, du dreckiger Nigger!
Hollis! Hollis!
Wehe, du plauderst mit dem FBI.
Wenn wir dich dabei erwischen, bist du tot.
Sie bewundern diese jungen Leute, oder?
Sie nicht?
Ich glaube, sie werden benutzt.
Man schickt sie hierher in Volkswagen und Turnschuhen...
...und lässt sie hier verrecken.
Haben Sie mal daran gedacht, dass sie an das glaubten, was sie taten?
- Wussten sie, dass ihr Leben auf dem Spiel steht? - Vielleicht.
In Washington wusste man das mit Sicherheit.
Es gibt Dinge, für die es sich zu sterben lohnt.
Die Leute hier im Süden sehen die Dinge anders.
Sie glauben, es gibt Dinge, für die es sich zu töten lohnt.
Woher kommt all dieser Hass?
Als ich ein kleiner Junge war...
...lebte ein alter Bauer, ein Neger, nicht weit von uns. Er hieß Monroe.
Und er... Nun, er hatte vielleicht einfach mehr Glück als mein Vater.
Er kaufte sich ein Maultier.
Unsere Stadt sprach von nichts anderem.
Mein Vater hasste das Maultier.
Seine Freunde zogen ihn auf und sagten, Monroe bestelle mit dem Tier sein Feld...
...und Monroe könne wegen des Maultiers ein weiteres Feld pachten.
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