The first 200 lines.
Sehr geehrter Mr. Stevens.:
Sie werden überrascht sein, nach so langer Zeit von mir zu hören.
Ich dachte an Sie, seit ich hörte, dass Lord Darlington verstorben ist.
Wir haben gelesen, dass seine Erben Darlington Hall zum Verkauf. ..
angeboten hatten, da Sie es nicht mehr unterhalten wollen.
Da es keine Käufer für ein so grosses Haus gab, beschloss der neue Earl...
es abreissen zu lassen und die Steine für 5000 Pfund zu verkaufen.
Wir lasen in der Daily Mail etwas, das mich in Weissglut versetzte.:
``Verräternest wird abgerissen. ``
1 80 Guineas?
1 80? Weitere Gebote?
Und jetzt ein Höhepunkt der Versteigerung:
Los 41 4.
Das prächtige Elisabetanische Portrait, Ein Beleibter Herr.
Das Mindestgebot liegt bei 2000 Guineas.
2000 Guineas. Danke.
2200.
2400.
2600.
2800.
3000. 3200.
3400. 3600.
3800.
4000 Guineas. 4500. Danke.
5000.
Und 500.
6000.
Und 500.
7000.
Und 500.
8000.
Und 500.
9000.
Und 500.
1 0.000 Guineas sind geboten.
Und 500.
1 1 .000.
Und 500.
Für Sie, Sir, Für 1 1 .500 Guineas.
Keine weiteren Gebote? Für 1 1 .500 Guineas.
Zum Glück rettete ein amerikanischer Millionär...
namens Lewis Darlington Hall...
so dass Sie doch nicht aus lhrem Heim vertrieben werden.
Könnte es derselbe Kongressabgeordnete Lewis sein...
der der Konferenz seiner Lordschaft dem Jahre 1936 beiwohnte?
Ich denke sehr oft an die guten alten Zeiten...
als ich die Wirtschafterin in Darlington Hall war.
Die Arbeit war gewiss schwer...
und so mancher Butler war leichter zufrieden zu stellen als Mr. Stevens...
aber die Jahre mit lhnen gehören zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens.
Sie haben sicherlich ein ganz anderes Personal.
Von den Alten sind wohl nicht mehr viele da.
Es besteht wohl keine Notwendigkeit mehr für die Armee von Dienern...
die Lord Darlington beschäftigte.
Meine Neuigkeiten sind nicht sehr vergnüglich.
In den 7 Jahren seit meinem letzten Brief hab ich meinen Mann verlassen...
und leider muss ich sagen, dass meine Ehe entgültig gescheitert ist.
Ich wohne jetzt in der Pension einer Freundin in Clevedon.
Meine Zukunft ist ungewiss.
Seit Catherine, meine Tochter, letztes Jahr heiratete, ist mein Leben leer.
Die Jahre ziehen sich hin. Wüsste ich nur, wie ich sie ausfüllen soll.
Aber ich würde mich gern wieder nützlich machen.
- Wieder verbrannt? - Ja leider, Sir.
In der Küche hier gilt immer die Tegel...
die Köchin kocht den gekochten Teil des Frühstücks, ihre Hilfe toastet Toast.
Warum kaufen wir ihr nicht einen Toaster?
Wir brauchen kein Küchengerät, sondern einen verbesserten Personalplan, Sir.
Einen Personalplan? lch wusste gar nicht, dass wir einen haben.
Einen fehlerhaften, unglücklicherweise.
Sir, vor kurzem erst...
waren Sie so gütig und schlugen vor, dass ich einen Urlaub nehmen könne...
für eine Fahrt durchs Land.
Aber gewiss. Sehen Sie sich die Welt an.
Danke, Sir.
Wann haben Sie zum letzten Mal von der Welt gesehen?
In der Vergangenheit flog die Welt ins Haus, wenn ich das so sagen darf.
Sie dürfen das so sagen.
Fahren sie doch weg, wenn ich nächste Woche in London bin.
Ich sag lhnen was. Nehmen sie den Wagen.
- Den Daimler. - Guter Gott, ich kann unmöglich.
Sie und der Daimler gehören zusammen.
Sie wurden füreinander geschaffen.
Überaus freundlich, muss ich sagen, Sir.
Ich wollte den Westen bereisen, wo es sehr schön sein soll.
Währenddessen könnte ich unsere Personalprobleme lösen.
Eine ehemalige Wirtschafterin, die in Clevedon lebt, hat mir angedeutet...
dass sie bereit wäre, zurückzukehren, um zu arbeiten.
Ist sie lhre Freundin?
Oder eine alte Flamme?
Nein, Sir.
Nein, aber eine sehr fähige Wirtschafterin, Sir.
Äusserst fähige Wirtschafterin.
Ich hab nur Spass gemacht, Stevens.
Entschuldigen Sie.
Wissen sie, was ich an lhren Zeitungen am meisten schätze?
Die Todesanzeigen.
Jeder Halunke bekommt einen würdigen Nachruf.
- Eine Kunst, die wir nicht haben. - In der Tat, Sir.
Danke, Stevens.
Mr. Lewis.
Sehr geehrte Mrs. Benn...
Ich beabsichtige am 3. Oktober in Clevedon anzukommen, um 16 Uhr.
Ich wäre lhnen dankbar...
wenn im Postamt von Collingbourne eine Nachricht von lhnen wartet...
da ich dort Station machen möchte.
Ich habe immer gesagt, dass sie über ein erstaunliches Gedächtnis verfügen.
Unser neue Dienstherr ist tatsächlich Kongressabgeordneter Lewis.
Aber er zog sich jetzt aus dem politischen Leben in Amerika zurück.
Er ist in Darlington Hall eingezogen, und seine Familie kommt bald nach.
Doch haben wir für ein so grosses Haus nicht genug Personal.
Mrs. Benn, würden Sie mir noch einmal gestatten, lhr Loblied zu singen?
Seit Sie uns verliessen, um zu heiraten...
hat keine Wirtschafterin mehr lhren hohen Standard erreicht.
Ich erinnere mich sehr gut an lhre Ankunft in Darlington Hall.
Sie kamen unerwartet, man könnte sogar sagen, plötzlich.
Wir befanden uns mitten im Trubel der Charlgrove-Jagd.
Auch aus einem anderen Grund erinnere ich mich an diesen Tag.
Es war das letzte Mal...
dass es Seine Lordschaft freute, seine Nachbarn willkommen zu heissen.
Und es dauerte Jahre, bis es ihnen gelang, ihn zur Jagd zu überreden.
Dieser Sport hat ihm nie Freude bereitet, noch hat er ihn gutgeheissen.
- Guten Morgen, Ayres. - Mylord, schön Sie zu sehen.
Entschuldigen Sie, Sir.
Ich fürchte, ich war wohl abweisend, vielleicht sogar schroff.
Sie hatten die besten Referenzen...
und offenbar hatten Sie sie verdient.
Obwohl ich, das gebe ich zu, Zweifel hatte, aufgrund lhrer Jugend.
Keine Herrenbesuche, das versteht sich.
Entschuldigen Sie, dass ich das sage, aber wir hatten Probleme.
Auch unter dem Personal.
Ihre Vorgängerin setzte sich in den Kopf, mit dem Butler fortzulaufen.
Wenn sich zwei vom Personal lieben und dann heiraten, kann man nichts sagen.
Aber was ich für ein grosses Ärgernis halte...
sind die, die von Stelle zu Stelle ziehen und nur Liebesabenteuer suchen.
Wirtschafterinnen sind in dieser Hinsicht besonders anfällig.
- Ohne jemandem zu nahe zu treten. - Schon gut.
Ich weiss aus Erfahrung, wenn das Personal erst mal anfängt zu heiraten.
Ja, in der Tat.
- Dürfte ich Sie kurz sprechen, Sir? - Natürlich.
Mylord, es handelt sich um den Butlergehilfen...
und die Wirtschafterin, die letzten Monat durchgebrannt sind.
Unangenehme Sache. Wie kommen Sie zurecht?
Ich glaube, ich habe zwei adäquate Nachfolger gefunden.
Miss Kenton, eine junge Frau mit exzellenten Teferenzen.
Ein angenehmes Auftreten, scheint sehr fähig zu sein.
Und einen Mann mit viel Erfahrung.
- In einem gewissen Alter. - Name?
Stevens, Sir.
- Stevens? - Ja, Sir.
- Das ist lhr Name. - Er ist mein Vater, Sir.
Tatsächlich?
Bestens. Ich würde ihn gerne kennenlernen.
Er ist draussen vor der Tür, Sir.
Gut, dann bitten Sie ihn herein.
Danke, Mylord.
Vater.
Mr. Stevens, freut mich sehr.
- Mylord. - Sehr guter Mann, lhr Sohn.
Er dient hervorragend. Ich weiss nicht, was wir ohne ihn machen würden.
- Sie müssen stolz auf ihn sein. - Sehr stolz, Mylord.
Auch mit Techt.
Also, ich freue mich sehr, dass Sie bei uns sind.
Danke, Mylord.
Wie viele sind wir beim Abendessen? 1 4? 1 6?
1 2, Sir.
Tichtig.
Danke, Mylord.
- Dieser Krug ist hier deplatziert. - Speisesaal. Sehr aufmerksam.
- Hallo, William, wie geht`s? - Guten Tag, Miss Kenton.
Ich dachte mir, sie würden lhr Zimmer ein wenig freundlicher gestalten.
Wie bitte?
Sie könnten Sie etwas aufmuntern.
Nun, das ist sehr freundlich von lhnen.
Wenn Sie möchten, kann ich lhnen gern öfter Blumen bringen.
Danke, Miss Kenton...
aber ich betrachte diesen Taum als meinen persönlichen Arbeitsplatz...
und ich ziehe es vor, die Ablenkung auf ein Minimum zu beschränken.
Würden Sie Blumen denn als Ablenkung bezeichnen?
Ich schätze lhre Freundlichkeit. Ich möchte alles so haben, wie es ist.
Da Sie gerade hier sind, da wäre noch eine Sache mit lhnen zu besprechen.
Ich kam gestern früh zufällig an der Küche vorbei...
und hörte, wie Sie jemanden William nannten.
Darf ich fragen, wen Sie mit diesem Namen ansprachen?
Ich würde meinen, ich habe lhren Vater angesprochen.
Es gibt keinen weiteren William im Haus, soviel ich weiss, oder?
Wie wahr.
Darf ich Sie bitten, meinen Vater von nun an mit Mr. Stevens anzusprechen?
Wenn Sie zu einem Dritten von ihm sprechen, wollen Sie ihn...
als Mr. Stevens Sr. bezeichnen, um ihn von mir zu unterscheiden.
Ich wäre lhnen überaus verbunden, Miss Kenton.
Ich verstehe nicht recht, worauf Sie hinauswollen, Mr. Stevens.
Ich bin die Wirtschafterin hier, und lhr Vater ist der Butlergehilfe.
Ich bin es gewohnt, Dienstboten mit ihren Vornamen anzusprechen.
Wenn Sie einen Moment innehalten, um nachzudenken...
wie unpassend es für Sie ist, ein doch so vertrautes ``William`` ...
meinem Vater gegenüber zu verwenden.
Es muss für lhren Vater beleidigend sein, William genannt zu werden...
von jemandem wie mir.
Mein Vater ist ein Mensch, von dem Sie...
durch aufmerksames Zusehen viele Dinge lernen könnten.
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