The first 200 lines.
Ja, ich will.
BEN NEWTON, ZU FRÜH VON UNS GEGANGEN
Emily.
Du bist schon wieder an Bens Grab. - Ja.
Ich glaube, du warst nicht so traurig, als Dads anderer Assistent starb.
Lass mich einfach in Ruhe, Lavinia. - Du musst uns wegen der Hochzeit helfen.
Ich komm ja gleich. - Das sagtest du schon.
Leider weiß ich nicht, welche Geister-Etiquette ich verletze,
wenn ich jetzt weggehe. - Emily, bitte.
Kannst du einmal normal sein?
Tu es für unsere Familie.
Nein, danke.
Schön.
Dann tu es für Sue.
Ist zu verdammt kalt dafür.
ICH SPÜRTE EIN BEGRÄBNIS IM GEHIRN
Gut, das Haus ist perfekt.
Und Betty hat mir ein wahres Traumkleid geschneidert.
Ich hab letzte Woche mein Haar gewaschen.
Jetzt fehlt nur noch ein letzter kleiner Touch.
Was haben Sie da?
Atropa belladonna. - Wie bitte?
Es bedeutet "Fatale Schönheit". - Sieht wie Gift aus.
Ja, es mag wohl etwas giftig sein.
Aber diese Tropfen verwandeln meine Augen in die einer jungen Braut.
Sie sind nicht die Braut, Madam. Sie sind die Mutter vom Bräutigam.
Ich verstehe nicht, wie wir Sie einstellen konnten.
Mädchen, da seid ihr ja. Oh, wir haben noch so viel zu tun.
Mom, deine Augen sehen super-seltsam aus.
Und mit "seltsam" meinst du "wunderschön"?
Sie sind total schwarz.
Sehen aus wie Raben-Augen. - Finde ich ziemlich cool.
Jetzt vergesst mal meine Augen. Vinnie, lasst uns anfangen.
Bügel die Servietten. Wir wollen keine Falten.
Hast du verstanden? Keine Unfälle, keine Fehler.
Ich sag's ungern, aber es gibt Probleme mit dem Falken.
Oh Gott! Was?
Es ist zu eng, oder?
Keine Sorge, Schätzchen. Wir machen es passend.
Hast du's jemandem erzählt?
Dann werden wir dafür sorgen, dass es niemand merkt.
Ich weiß nicht. Ich seh so, ich seh so...
Du siehst wie 'ne wunderschöne Braut aus.
- Wer ist da? - Ich bin's! Darf ich rein?
Ja.
Ich lass euch kurz allein.
Du siehst... toll aus.
Ach, wirklich?
Sieh mich nicht so fragend an.
Heb's dir für Austin auf.
Ich hab dir was geschrieben.
Ich hab gehofft, du würdest das.
Das ist... zu klein zum Lesen? - Ich hab's mit Absicht so gemacht.
Ist komisch, wenn man uns so ansieht.
Du bist jetzt in Schwarz.
Ja.
Oh, Emily.
Ich weiß genau, wie sehr er dir fehlt.
Du bist die Einzige, die es versteht.
Dein Leben war so voller Trauer.
Und ich hab es nie erkannt.
Ich hatte keine Vorstellung,
wie schwer das sein kann.
Solange wir beide uns kennen, hast du mit dieser Last gelebt.
Ich schätze, das hat mir Kraft gegeben.
Ich wusste nicht, wie stark du bist.
Erst, als er dann starb.
Ich war so...
so schwach.
Du hast ihn wirklich geliebt.
Ja.
Fast so sehr, wie ich dich liebe.
Nun...
ich bin ja noch hier.
Und ich werde jetzt immer hier sein.
Gleich nebenan. - Ja.
Ganz nahe und doch eine Welt entfernt.
Ich muss dir etwas beichten.
Was denn?
Ich bin schwanger.
Niemand sonst weiß es. Ich hab es keinem erzählt. Betty hat es gemerkt, aber...
sonst keiner. - Sue.
Oh.
Du wirst Mutter.
Du wirst Tante. - Ich denk, ich werd 'ne gute Tante.
Du siehst es doch noch nicht, oder? - Nein! Äh, nein. Nein.
Oh Gott, ich fürchte, ich kann das nicht.
Du hast Furcht vor der Hochzeit?
Ja. Ich hab Angst, verheiratet und Mutter zu sein. Das...
Es ist zu viel, ist alles zu viel. Ich...
Ich, ich hasse die Tatsache, dass...
Dass was?
Dass du das nicht mit mir machen kannst.
Ist das dein Brautstrauß?
Ja.
Ich weiß, wie ich bei dir sein kann.
Wenn du zum Altar gehst.
Wie bitte?
Sue, lass uns rausgehen.
Ta-da!
Mom, du siehst umwerfend aus. - Oh, danke, mein Schatz.
Ich bin so froh, dass Betty diesen Gelbton gewählt hat.
Ähm, das Kleid ist pink. - Hm.
Vorsicht!
Ist der Tisch größer geworden?
Oh! Vorsicht mit dem Messer!
Wieso? Ist 'ne Kelle. Ich will kosten. - Mom, wieso setzt du dich nicht hin?
Denn nach diesen Belladonna-Tropfen sollte man sitzen.
Oh nein. Du benutzt Belladonna? Davon wird man doch blind.
Blind?
Sorry. Ich hab genickt. Ja, blind!
Oh Gott.
Das ist die alte Norcross-Heimsuchung. Sie ist wieder aufgetaucht.
Das passiert immer bei besonderen Anlässen.
Wie an jenem tragischen Tag, an dem sich Großmutter Norcross
versehentlich selbst angezündet hat. - Oh, oh!
Oh. Oh. Macht es aus!
Es ist kein Wasser da! - Emily hat die Eimer nicht gefüllt!
Feuer!
Emily.
Vorsicht, der Kaktus, George. - Oh. Au!
Was machst du hier so früh? Die Hochzeit ist erst nachmittags.
Ich werde nicht zur Hochzeit kommen können.
Ach, nein? - Meine Kutsche fährt heute noch.
Welche Kutsche fährt?
Ich will gen Westen, Emily. Nach Kalifornien. Um Gold zu suchen.
Wirst du das nicht vielleicht etwas aufschieben können?
Wir... die Wagen sind schon beladen, die Pferde gefüttert und bereit.
Emmons kommt mit. Und Pennock. Mit seiner Frau und dem Baby.
In der Kutsche ist noch Platz für zwei.
Mich und... - Ellen Mandeville Grout?
Von den Princeton-Grouts?
Nein.
Ich habe gehofft, dich, Emily Dickinson.
Hör zu, ich hab sehr oft nachgedacht
über den Fehler, den ich beging. Auf diese Art um deine Hand anzuhalten?
Ich hätte niemals deinen Vater aufsuchen sollen.
Keiner von uns sollte von Vätern abhängig sein.
Deswegen fahre ich nach Kalifornien. Um meinen eigenen Weg zu finden.
Um meinem Dad zu zeigen: Ich verzichte auf sein Geld.
Und ich komme heute hierher, direkt zu dir,
einer eigenständigen Frau mit ihrer eigenen Freiheit.
Ich bitte dich, deine eigene Entscheidung zu treffen.
Fahr mit mir nach Westen. Beginn ein neues Leben.
George, ich... - Ich...
Komm mit mir, Emily.
Wird spaßig. "Roadtrip".
Ich kann nicht.
Wieso nicht? - Ich kann nicht...
deine Frau werden.
Du willst ganz allein hierbleiben?
Ich werd nicht allein sein. Ich hab Sue.
Sie wird jetzt meine Schwester sein.
Schwester?
Verstehe.
Und eine Schwester reicht dir?
Wird es müssen.
George, warte.
Bleib bis zur Hochzeit.
Ich kann nicht.
Richte Austin mein Bedauern aus.
Eine Schwester lebt im Haus
Die andere um die Hecke
Nur eine ist die echte Doch beide sind sie mein
Eine ging die Straße, die meine war
Trug mein Gewand vom letzten Jahr
Die andere hat sich wie ein Vogel ein Nest
In unser Herz gebaut
Sie sang nicht so, wie wir es tun Sie tat's auf andere Art
Wie die Musik im Juni
Von einer Hummel zart
So fern ist heut die Kindheit
Die Hügel auf und ab
Hielt ihre Hand die meine
Die Meilen wurden knapp
Durch ihren Gesang, die Jahre entlang
Wurd dem Schmetterling bang
In ihren Augen glänzen Veilchen
Waren vermodert für ein Weilchen
"Ich vergoß den Tau
Aber nahm den Morgen
Ich habe diesen einen Stern
Aus den vielen in der dunklen Nacht ausgewählt
Sue
Für immerdar!"
Sue?
Du darfst mich noch nicht in meinem Kleid sehen.
Weinst du?
Sue, dein... dein Kleid. Was...
Wieso ist es so dreckig?
Äh...
Warst du etwa nicht den ganzen Tag hier im Zimmer?
Nun...
Emily und ich, wir waren draußen.
Draußen?
Sag mal, du warst was? In deinem Hochzeitskleid?
Sue, ist dir klar, wie viel Geld ich dafür bezahlen musste?
Es tut mir leid, Austin. - Was ist das?
Das? - Ja.
Mit der komischen kleinen Schrift. Was liest du da?
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