The first 200 lines.
Eine alte Frau lehnte sich aus übergroßer Neugierde
zu weit aus dem Fenster...
Ihr Name?
Haben Sie Waffen?
Kommen Sie mit! Hinunter, auf die Straße.
Zwei Monate früher
Juvacev, der Schriftsteller, ging zum...
...Donaukanal. Wozu ging er dort hin?
Um Gummi zu kaufen.
Wozu brauchte er Gummi?
Um einen Gummizug zu machen.
Wozu brauchte er einen Gummizug?
Um ihn zu spannen. So.
Was sonst noch.
Ah ja, das hier: Juvacev, der Schriftsteller
hat seine Uhr kaputtgemacht. Die Uhr geht gut, aber...
...er hat sie einfach kaputtgemacht.
Was sonst noch.
Nichts sonst, nichts. Nichts, und Schluß, aus!
Und steckt eure verdammte Nase nicht immer in Dinge, die Euch nichts angehen!
Herr, du lieber Gott!
CHARMS ZWISCHENFÄLLE
Es war einmal eine alte Frau, die lebte und lebte und lebte und lebte
und dann verbrannte sie im Ofen. Geschieht ihr recht.
Juvacev der Schriftsteller war zumindest dieser Ansicht.
Entschuldigen Sie...
könnten sie mir nicht vielleicht unter Umständen bis morgen eine Kleinigkeit borgen...
Ich bekomm nämlich erst morgen wieder etwas Geld auf die Bank, aber bis dahin...
Leider... leider... ich habe leider auch selber gar nichts.
Aber... eine Karte für das Konzert heute Abend kann ich ihnen geben.
Und... dafür...können Sie sich ein paar Streichhölzer kaufen.
Brauchen Sie noch einen Karte?
Gehn Sie hoch!
Bitte - das gehört nicht mir!
- Geben's mir den Mantel 133, ja? - Das gehört nicht mir!
Sie haben Sich da geirrt, bitte, ja?!
Das ist nicht meiner...
Na - das ist mein Hut!
Lassen's den Hut, das ist mein Hut!
Da hinten, der grüne! Wenn Sie mir den geben!
Bitte, Sie haben meinen Mantel!
Wollen Sie mich ein Stück begleiten?
Ja...
Bevor man etwas schreiben will...
muss man die Wörter wissen, die man scheiben soll.
Ja, ja... versteh schon...
Gut, dass Sie zuhause sind. Unten im Hof...
Hab ich Sie eingeladen? Eben.
Herein!
Gut, dass Sie zuhause sind!
Das ist aber eine Überraschung!
Wollen Sie ein Tässchen Tee?
- Ja, gerne! - Bitte...
...nehmen Sie Platz!
- Zucker? - Ja, bitte!
Könnt' ich Tee haben, bitte?
Oh - pardon.
Es gibt Klänge - ziemlich laute sogar -
die sich nur wenig von der Stille unterscheiden.
So zum Beispiel hab ich gemerkt, dass ich von der Türklingel nicht aufwache.
A wa...
Wenn ich im Bett liege, so unter- scheidet sich der Klang der Klingel
nur wenig von der Stille.
Das geschieht deshalb, weil er Ähnlichkeit hat
mit der langestreckten wurstartigen Form,
die das zusammengerollte Ende der Bettdecke hat, das an meinem Ohr liegt.
- Das ist aber sehr interessant... - Alle Dinge legen sich in bestimmte Formen,
aber einige Formen fehlen.
So zum Beispiel fehlen mir die Formen jener Laute,
die die Kinder mit ihrem Geschrei beim Spielen ausstoßen.
Darum mag ich keine Kinder.
Es ist keine Tugend mehr in meinem Herzen. Scheren Sie sich raus!
Da gibts nichts zu Kichern - dumme Gans!
Was? Dumme Gans?
Und hast du das hier gesehen?
Dafür wirst Du dich vor dem Gesetz verantworten!
Dir werd ich zeigen, aber gleich!
Du Null!
Alles Fahrscheine bitte!
Hier sind die Billetts!
Hier sind die Briketts!
Hier die Kling-Klang-Klarinetts...
- Was ist denn da eigentlich los? - Verzeihen Sie?
Weiß ich nicht.
Könnten Sie nicht nachschauen?
Verzeihen Sie, aber das interessiert mich nicht im Geringsten.
Was heißt 'interessiert Sie nicht'...
- Sie müssen doch deshalb auch länger stehen... - Ja und?
- Ist ja auch nicht Männersache, sich um Brot anzustellen. - Genau.
- Sie sind sicher Junggeselle! - Jaja, Junggeselle.
Kommen Sie, ich kaufe Sie ein, und Sie warten da auf mich, ja?
- Das ist wirklich sehr sehr nett von Ihnen, aber ich kann das doch selber... - Was brauchen Sie?
Ein halbes Kilo Brot, aber das billige. Das schmeckt mir besser.
Vielen Dank!
- Sie gehen also Ihr Brot selber holen. - Ich hol mir alles selbst.
- Und wo essen Sie zu Mittag? - Meistens koch ich mir auch selbst.
- Trinken Sie gerne Bier? - Nein, ich trink lieber Wodka.
Ah! Ich trinke auch gerne Wodka.
- Haben Sie heut schon gegessen? - Gegessen?
Anton Michajlovic spuckte aus...
Ich... erzähle lieber von dem... äh...
von... Anna Ignatjevna.
Aber von Anna Ignatjevna zu erzählen ist gar nicht so einfach, weil...
erstens weiß ich gar nichts von ihr, und zweitens bin ich vorhin vom Schhh...hht!
vom Stuhl gefallen und habe vergessen, wovon ich eigentlich äh...
...erzählen wollte, äh...
Äh... aber mit...
...mit Marina Petrovna ist mir etwas sehr Lustiges passiert,
und davon wollte ich eigentlich erzählen.
Der Vorfall war sehr alltäglich, aber dennoch lustig,
weil Marina Petrovna wegen mir eine Glatze bekam.
Glatt wie ein Bauch. Und das kam so:
Ich komme eines Tages zu Marina Petrovna
und ritsch-ratsch! hatte sie eine Glatze. So war das.
Kinder quälen ist grausam.
Irgend etwas muss man doch mit ihnen machen!
#### (?)
Marija...
Marija...
gestatten Sie mir, dass ich mich....
Marija, gestatten Sie mir, dass ich mich in Sie verliebe.
Schauen Sie, wie schön, dass unsere Freundschaft nunmehr übergegangen ist...
...in das da.
Das gibts doch net!
Komm!
Heute kommt nicht zufällig jemand zu Ihnen?
Doch!
- Wer? - Eine Dame - eine Bekannte!
Und ich geh gerade über die Straße und denke, was,
wenn den Menschen anstelle von Haaren Kupferdraht aus dem Kopf wüchse.
Wozu das?
Na toll wäre das, stellen Sie sich vor, auf dem Kopf anstelle von Haaren
schöner blanker Kupferdraht!
Nur kein dünner Draht, sondern dicker.
Dicker als Telefondraht.
Oder noch besser, kein Draht, sondern Nägel!
Nein, mir gefällt das nicht.
Also wirklich! Schaun Sie!
Gleich kommen meine Gäste, und Sie schmeißen hier alles um,
das ganze Tischtuch ist ja ganz nass!
Drehen Sie das Tischtuch einfach um, und da stellen wir ein Tablett drauf.
Also warten Sie doch, Sie brauchen doch nicht gleich den ganzen Tisch abzuräumen!
Lassen Sie das, bitte!
Das ist sie!
Bringen Sie einen Lappen, es ist alles in Ordnung.
Bringen Sie einen Lappen und gehen Sie, machen Sie auf.
Nur ein bisschen Wein verschüttet,
- ich wische alles hier auf. - Lassen Sie lieber Ihre Finger davon!
Lassen Sie Ihre Finger davon!
Sagen Sie ihr, ich bin Ihr Cousin.
Treten Sie ein!
Das ist mein Onkel...
Machen Sie sich bekannt.
Sehr erfreut!
Anton und ich sind nicht ganz fertig geworden mit dem Tischdecken.
Vorsicht, da ist ein bisschen Salat am Boden.
Legen sie doch den Mantel ab.
Oh, verzeihen Sie, dass der Tisch noch nicht gedeckt ist.
Nein...
die Schuhe lass ich lieber an, danke.
Ich habe gern Frisuren mit Scheitel.
Ich möchte auf meinem Schädel einen Zaun.
Möchte gern auf meinem Schädel einen Zaun,
der meine Haare in der Mitte wie ein Scheitel teilt.
Da haben Sie sich aber wieder etwas merkwürdiges einfallen lassen.
- Darf ich mich setzen? - Natürlich, natürlich, setzen Sie sich!
Ja ja ja...
Was haben Sie da?
Einen Hammer!
Den haben sie sich aus dem Mund gezogen?
Lappalie!
Ah, ist das ein Kunststück?
- Nein, Sie sind unmöglich. - Wer, ich?
Warum denn unmöglich?
Ich bin froh, dass er weg ist.
Entschuldigen Sie bitte die Unordnung.
Auf dem Weg zu Ihnen hab ich mir gedacht, es wäre besser, nicht herzukommen.
Da muss man sich so eingeübte Sachen anhören.
Im Gegenteil!
Es ist sehr schön, dass Sie gekommen sind.
Ich weiß nicht.
Und morgen werden Sie allen erzählen, wie es bei mir war.
Naja... dem einen oder anderen erzähl ich es vielleicht.
- Möchten Sie ein Glas Wein? - Nein danke, ich drinke keinen Wein.
Machen Sie mir ein Käsebrot.
Möchten sie Tee?
Lieber nicht, ich will bald gehen. Und bitte begleiten Sie mich nicht.
Ich geh jetzt lieber.
Nein, ich finde Sie sollten noch nicht gehen, Sie sollten mir großmütigst verzeihen!
Warum sprechen Sie so?
Ich spreche absichtlich so!
Das ist doch alles schrecklich!
Na, wieso?
Mir gefällt das schrecklich!
Mir gefällt es, gerade so mit Ihnen hier zu sitzen!
Mir auch!
Sie scherzen!
Ich dagegen sage die Wahrheit!
Mir gefällt das alles!
Ehrenwort!
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