The first 200 lines.
Sieben Zeilen reichen, ja.
Ja, ein Rahmen wäre gut.
Doppelter Zeilenabstand auch.
Nein, bitte kein Kreuz.
Ja, einen Moment.
Wir sagen Lebewohl zu unserem Sohn und Mitschüler.
Eine Blume, die nie hätte gepflanzt werden dürfen, kehrt zurück in die Erde.
Nur fünf Zeilen?
Macht nichts.
Sieben kosten genauso viel? Okay, dann noch:
Ruhe in Frieden,
Blume.
Ja, ganz am Ende.
Morgen wäre super.
Liebe Mom, bitte vergiss nicht, die Fische zu füttern. Mike
Hallo?
Hallo? Ist da irgendwer?
Ich kann nichts sehen, es ist so hell hier.
Ich bin Mike. Mike Tyson.
Nicht der Boxer natürlich. Ein anderer.
Logischerweise.
Statistisch gesehen gelingt es 99 von 100 Leuten,
sich durch einen Kopfschuss zu töten.
Nur einem nicht. Das bin ich.
Wir bitten Dich, Oh Herr, gib Bill die nötige Kraft und den Mut.
Darum bitten wir dich, im Namen Jesu.
So, das hätten wir.
Entschuldigen Sie, Herr... - Pastor Harris. Oder einfach Harri.
Ich hab eine Frage. - Bitte. Ich bin ganz Ohr.
Es geht um Jesus.
Toll! Gerne.
Jesus ist am Kreuz gestorben, dann aber wieder auferstanden.
Richtig. Am dritten Tag ist Jesus auferstanden.
Glauben Sie, diese Auferstehungssache könnte auch jemand anderem passieren?
Also... nein.
Nein, die Auferstehung ist Jesus vorbehalten.
Alle anderen, wie du und ich, wir sterben einfach,
wenn Gott uns zu sich ruft.
Sie meinen also, Gott entscheidet, wann wir sterben?
Ja, sicher.
Unser Schicksal liegt in Gottes Hand.
Aber hey,
du bist noch jung.
Vor dir liegt ein langes Leben.
Versprochen.
Also dann...
Wie kann ich ahnen, dass mein Ex-Mann sein Gewehr bei uns lässt!
Guten Morgen.
Oh, mein Gott. - Hi, Mom.
Du siehst furchtbar aus. - Na, wie geht es uns?
Du weißt doch, dass du nicht mit Waffen spielen darfst!
Auch wenn's nur Platzpatronen waren.
Du sitzt... auf der Nadel. - Oh. Entschuldige.
Das hier bleibt unter uns, ja?
Nicht, dass die Leute denken, ich hätte ein Waffenlager in der Garage.
Sie kennen doch das Gerede... - Das von Frauen, ja!
Bitte? - Ist doch wahr.
Der König des Tratschs ist eine Frau.
Stimmt's oder hab ich recht?
Wir müssen jetzt los. Helfen Sie ihm bitte aus dem Bett?
Er kann noch nicht nach Hause. Wir warten noch auf die Befunde.
Oh, nein. Er geht auch nicht nach Hause, sondern zur Schule. Heute ist erster Schultag.
Mach dich fertig. Ich warte draußen.
Ich hab bestimmt mehr Gründe als du, mir in den Kopf zu schießen.
Aber würde ich das jemals tun?
Nein!
Der König des Tratschs ist eine Frau?
Unglaublich, dass diese Null ein Arzt ist. Der ist der König der Hirnamputierten!
Eine Schande, dass alle Idioten zu uns geschickt werden.
Unten im Süden wäre der...
Das Sägewerk. Die halbe Stadt arbeitet hier.
Meine Mutter auch, als Sekretärin. Ist ihr Hauptjob.
Sie sagt, wenn ich nicht wäre, würde ein Job reichen.
Aber es muss noch andere Gründe dafür geben.
Ich hab das mal ausgerechnet, so teuer bin ich gar nicht.
Ich mach keinen Sport, hab keinen Führerschein und alle meine Kleider sind gebraucht.
FAINTVILLE Einwohner: 2600
2600 Einwohner stimmt nicht mehr.
Nachdem die Mine zugemacht hat, sind viele gegangen.
Und wer einmal weg ist, der kommt meist nicht wieder.
WILLKOMMEN ZURÜCK
Wenn jemand fragt, hast du dir den Kopf gestoßen, ja?
Achtung, Mike-Tyson-Alarm!
Früher hieß ich Mike Bürger. Bürger ist der Nachname meines Vaters.
Nach der Scheidung bekam ich den meiner Mutter.
Ein Kämpfchen, Mike?
Sie wollte nicht, dass ich wie ein belegtes Brötchen heiße.
Bitte nicht beißen!
Wie ein durchgeknallter Boxer zu heißen, ist aber auch nicht besser.
Bitte nicht vergewaltigen, Mister Tyson. Ich bin noch so jung!
Wir sagen Lebewohl zu unserem Sohn und Mitschüler...
Oh, mein Gott!
Zombie-Alarm!
"Bonjour la classe." Setzt euch jetzt bitte.
Als kleine Überraschung habe ich euch ein neues Buch mitgebracht.
Es heißt: "Le Morbel, c'est moi." Der Morbel, das bin ich.
Es handelt von einem Jungen namens Morbel.
Er lebt in einem Kinderheim.
Die anderen Kinder hänseln ihn,
nur weil er ein klein bisschen anders ist.
Wir lesen dieses Buch wegen mir.
Die Lehrerin glaubt, ich würde das nicht kapieren.
Aber das kapiert jeder.
Ich dachte, du wärst tot! - Nein.
Es stand in der Zeitung! - War ein Druckfehler.
Die sollten mit diesen Druckfehlern besser aufpassen.
Ich hab mich fast zu Tode erschreckt.
Ich hätte 'nen Herzinfarkt kriegen können!
Ein Herzinfarkt wegen so eines Schrecks ist höchst unwahrscheinlich.
Die üblichen Ursachen sind Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes.
Vermutlich zählt sie aber zu allen drei dieser Risikogruppen.
Hey, Jesus,
hör mal zu.
Also, da mein Leben offenbar in der Hand deiner Familie liegt,
muss ich dich um Hilfe bitten.
Ich muss dringend sterben.
Das verstehst du doch sicher.
Ich meine, nicht so wie du.
Ohne Auferstehen, einfach tot, okay?
Alles klar,
ich verlass mich auf dich.
Betest du? - Nein.
Wofür? - Ich bete nicht.
Das ist gefährlich. Erst beten die Leute, und am Ende jagen sie Flugzeuge in Hochhäuser.
Ist dir das klar?
Dann ist ja gut.
Wenn du jemand zum Reden brauchst, komm zu mir, ja?
Wollen Sie wirklich keine Schokolade, Pastor?
Nein. Danke, Edith.
Gott segne Sie. Und guten Appetit. Bis dann.
Guten Morgen, Pastor Harris. Haben Sie kurz Zeit?
Noch mehr Fragen zu Jesus? - Eigentlich schon.
Ja, einmal im Kopf, kriegt man ihn da nicht mehr raus.
Als wäre man verliebt!
Glauben Sie, er erhört unsere Gebete? - Ja, sicher.
Ich bin nicht getauft. Spricht das gegen mich, wenn ich Jesus um etwas bitte?
Na ja, es gibt keine Garantie, getauft oder nicht.
Jesus ist ja keine Wunschmaschine. - Klar.
Wichtig ist, ein klares Ziel zu haben. - Das hab ich.
Wenn du fest genug daran glaubst, dann wird Jesus das ebenfalls tun.
Betty, was macht die neue Hüfte?
Und, wie geht's deiner Mutter? - Gut.
Und wo ist sie? - Arbeiten.
Brauchen wir sie?
Nein, nein. Du bist doch sechzehn, oder?
Ja, du bist sechzehn.
Nein, ich brauch sie nicht. Und du?
Nicht unbedingt. - Perfekt.
Wir klären das von Mann zu Mann.
Okay, ich sag es frei heraus:
Wir haben mögliche Hirnverletzungen durch deinen Unfall überprüft.
Dabei haben wir etwas Unerwartetes entdeckt.
Du hast einen Tumor.
In deinem Kopf.
Er ist in etwa so groß
und befindet sich ungefähr hier.
Sie meinen, ein echter Tumor?
Ein Hirntumor? - Genau so einer.
Werde ich daran sterben? - Nun...
Eine OP kann Schlimmeres verhindern.
Aber die wird nicht hier gemacht, sondern in Burst.
Die haben ein ganzes Team von Spezialisten. Also keine Sorge.
Ich hab dir einen Termin für nächste Woche gemacht,
für eine Voruntersuchung.
Mal angenommen, ich lass mich nicht operieren.
Sterbe ich dann?
Eine seltsame Annahme, aber ja, möglicherweise.
Na ja, wahrscheinlich würdest du sterben.
Warte, nein, Entschuldigung.
Du würdest sicher sterben. - Wie schnell?
Schwer zu sagen. Diese Biester sind unberechenbar.
Ein paar Monate, plus minus.
Entweder hat Jesus gerade nicht viel zu tun,
oder er ist einfach gottverdammt schnell.
Achtung,
Mike-Tyson-Alarm!
Was auch immer in dich gefahren ist, fest steht,
du hast einem unserer besten Schüler
und Sohn des Elternbeiratsvorsitzenden einen Zahn ausgeschlagen.
Das sind Kinder! Sechs Jahre jünger als du! Du musst dich entschuldigen.
Fünf.
Bitte? - Die sind nur fünf Jahre jünger.
Und sie waren zu dritt. - Das ist mir egal.
Wir sind eine freundliche Schule.
Die Schüler hier sind nett zueinander.
Und die, die nicht nett sind, die wollen wir hier nicht.
Verstehst du das?
Sehr gut. Wirst du dich entschuldigen?
Es käme nicht von Herzen.
Alles klar. Geh. Na los, raus hier!
Ich interessiere mich für Särge.
Ich möchte mich über Modelle und Preise informieren.
Darf ich fragen, wieso? Ein Trauerfall in der Familie?
Nein, einfach nur so.
Bist du einer von diesen Gruftis?
Nein. Ich will nur vorbereitet sein.
Das kann ich nur begrüßen. Bitte, schau dich nur um.
Weißt du, die wenigsten Menschen treffen auch nur irgendwelche Vorbereitungen.
Und rate mal, wer das am Ende ausbaden muss.
Die verheulten Hinterbliebenen zu einer Entscheidung zu bewegen,
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