The first 140 lines.
Das Leben langweilt mich so.
Jeden Morgen wache ich im selben Bett neben demselben Mann auf.
Ich dusche, putze mir die Zähne.
Ich ziehe mich an.
Ich esse dasselbe Frühstück und fahre dieselbe Strecke zur Arbeit.
Ich bin 28 Jahre alt und habe Angst, dass das schon alles war.
Im Laden sehe ich mir manchmal zwei verschiedene Dosen Bohnen an und denke:
"Diese Bohnen sind besser. Nein ... Diese sind besser." Und dann:
"Das ist der langweiligste Gedanke, den je einer hatte." Mein Gott!
Alles ist so sinnlos.
Na, egal. Wie geht's dir?
Was es bei mir Neues gibt?
Nichts. - Super!
Mein Gesicht juckt ...
Ein Ausschlag? - Nein. Warum fragst du so was?
Hier, mein Finger. - Meine Güte!
Ach du Scheiße!
Reed Hollingsworth. - Was hast du gegen Reed? - Gar nichts.
Er ist absolut in Ordnung.
Und bescheiden. Und nett. Er ist sehr nett.
Es ist gut, wenn jemand nett ist.
Reiche Familie, Beziehungen, Klassenvorurteile ... - Ach ja?
Und sie sind Rassisten. - Es geht um den Spargel.
"Reichen wir den Spargel heute gegen den Uhrzeigersinn?"
Seine Mom legt Wert auf Tischsitten. - "Macht man das so in Mexiko?"
Vielleicht hat es sie interessiert. - Wir sind nicht aus Mexiko.
Nein, aber unsere Mom schon.
Meinst du, Dad hätte Reed gemocht?
Ich glaub schon.
Findest du es nicht seltsam, ohne Dad zu heiraten? - Soll ich nie heiraten?
Auch 'ne Idee. - Ladys.
Noch eine Runde? - Ja. Ich nehme einen Fancy Familiar.
Was ist das? - Eine Mosambik-Samba
ohne Sorbet. - Du bist so doof. Lass das.
Zwei Tequila, bitte. Und bleiben Sie in der Nähe, um nachzuschenken.
Alles klar.
Warum Kurze? Ich will weniger trinken. - Deine Schwester ist verlobt. Kurze.
Und ich erzähle dir von seinem Heiratsantrag.
Oh Gott. - So romantisch. - Dafür brauch ich Schnaps.
Zwei Tequila. - Danke.
Was denn? - Auf meine Schwester!
Und ihre wichtigen Entscheidungen. Die ich befürworte.
Was machst du denn da? - Ich besteig dich von hinten.
Wie lange machst du das? - Bis es dich nervt.
Ich will den Mund!
Versprich mir, dass wir nicht eins dieser langweiligen Paare werden,
die heiraten, sesshaft werden, Kinder kriegen und total glücklich sind?
Igitt, eklig.
Niemals. - Danke.
Aber so schlimm wär's auch nicht.
Nein. - Das war's.
Das war die falsche Antwort. - Besteigst du mich wieder?
Du bist total irre.
Nein, bin ich nicht.
Ich bin nicht irre. - Okay, tut mir leid.
Ich kann das nicht.
Die Hochzeit und die Geburtsanzeigen
und die Klavierstunden und die Halloween-Kostüme im Partnerlook.
Das stimmt. Halloween-Partnerlook ist einfallslos.
Aber wie wär's, wenn du als Batman gehst und ich als Bruce Wayne?
Und immer, wenn wir zusammen sind, sag ich: "Batman!
Wir sind im selben Raum. Ich glaub, man hält uns für verschiedene Menschen."
Das ist ein Paar-Kostüm.
Nein, das ist was ganz anderes. Einer ist Batman, einer Bruce Wayne.
Zwei verschiedene Menschen. - Na schön.
Aber im Ernst,
ich will nicht sesshaft werden. - Noch nicht.
Niemals.
Man weiß nie, was passiert. - Doch, ich weiß das.
Dann eben nicht.
Wir können Vagabunden sein
oder Einbrecher oder
Heißluftballonfahrer.
Das gefällt mir. - Und dann gründen wir eine Familie.
Was? - Ich schlafe.
Was ist los? - Das Zimmer dreht sich.
Cassie, nicht.
Wir tun ...
Sch... eibenkleister.
Nein. Nicht drücken. - Bitte! - Nein!
Ist hier alles in Ordnung? - Ja, Cassie ist nur eine S-A-U.
Cassie, brauchst du eine Auszeit? - Nein!
Ich glaube doch. Komm.
Na komm. Cassie!
Okay. Wir sitzen hier,
bis du dich beruhigt hast. Ich werde dafür bezahlt. Seltsam, oder?
Ich will keine Auszeit! - Das ist nicht schlimm.
Wusstest du, dass das Volk der Kogi seine Babys in eine Höhle bringt?
Ja, das weiß ich. - Ach, tatsächlich?
Wusstest du auch, dass die Babys dort neun Jahre lang bleiben?
Während die Babys wachsen, erzählen sie ihnen, wie die Welt draußen aussieht.
Wie Bäume und Vögel und Regenbogen
und Wolken aussehen.
Wenn die Babys raus dürfen, sehen sie diese Dinge zum ersten Mal.
Und sie sind so überwältigt,
weil die Welt noch großartiger ist als in ihrer Vorstellung,
dass sie unglaublichen Respekt haben
vor dem Schöpfer dieser Welt und all den wunderbaren Kreaturen, die darin leben.
Kannst du dir vorstellen, so etwas zu empfinden?
Na gut. Soll ich dich in eine Höhle stecken? - Nein. Geh selber rein.
Ist gut.
Ich gehe auch in die Höhle.
Wir gehen zusammen in die Höhle.
Das find ich schön. - Ich auch.
Ich suche ein süßes Babyfoto für Beccas Verlobungsessen. - Deswegen bin ich da.
Schau mal.
Ihr erster Haarschnitt.
Hast du das mit dem Apfelsaft auf dem Markt in St. Cristóbal, wo sie so lacht?
Wie ein betrunkener Mini-Matrose.
Was weißt du über Geraldine?
Nicht viel. Sie war die Mutter deines Vaters und ist tot.
Sie hat geheiratet und drei Kinder bekommen, den Verstand verloren ...
Wie wär's mit diesem? - Super. Ganz toll. Erledigt.
Wo gehst du hin?
Wasser holen.
Kommst du Sonntag mit in die Kirche? - Ich weiß nicht.
Mal sehen, wie ich drauf bin.
Wir haben einen neuen Pfarrer. Du wirst ihn mögen.
Er befasst sich mit indigenen Völkern. - Er erobert und reißt an sich?
Er erforscht sie.
Ah, cool. Dann vielleicht.
Bleichst du vorher deine Oberlippe? - Unfassbar.
Du bist so hübsch, wenn du dich bemühst. - Mein Gott! Ich muss los.
Moment mal.
Hat Dad mal geraucht?
Ja, gelegentlich. - Warum wusste ich das nicht? - Das wollte er nicht.
Bei dem Unfall auch? - Nein. - Woher weißt du das?
Aus dem Polizeibericht. - Kann ich den lesen? - Nein!
Ich habe ihn nicht. Das war vor 20 Jahren.
Gibt es noch mehr Fotos, die ich nicht kenne? - Nein.
Das nehme ich mit. - Schön.
Seltsam, dass ich nicht alles über meinen Dad weiß.
Meine Mom war vor meinem Dad schon mal verheiratet. - Echt?
Ja. Er hatte zwei Zwergspitze, einen roten Sportwagen ...
Und er schlug sie krankenhausreif. - Meine Güte.
Wann hast du das herausgefunden? - Nach dem College.
Sie wollte mir wohl nicht schaden.
Aber nach dem Abschluss hat sie mich damit torpediert.
Das hatte ich nie.
Mein Dad starb, bevor er die Familiengeheimnisse verraten konnte.
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