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Und weil es für mich alleine noch zu heikel ist,
gehe ich mit Gen zusammen zum Solo-Camping.
W-Was denn?
W-Was denkst du dir nur?
Viel zu gefährlich, als Frau ganz alleine!
Was, wenn dir was passiert?
W-Was?
G-G-Genau! Du bist hübsch, vergiss das nicht immer!
Was?
Na, zumindest ist es gut ausgegangen.
Und, was ist das mit dem Typen, der dir geholfen hat?
S-S-Stehst du auf ihn?
Was?
Hm …
Nein, so kann man das nicht sagen.
Du bist noch nicht bereit für Solo-Camping.
Im Gegenteil, der kann echt ätzend sein.
Aber das ist doch irgendwie unlogisch.
Gefragt hast du, ob er mit dir campt, oder?
Genau! Sonst so stur und jetzt bittest du einen Mann um was?
Ich bin doch gar nicht stur …
Da muss was dahinter sein.
Was soll da sein?
Gar nichts muss da dahinter sein!
SOLO CAMPING FOR TWO
Episode 2: Das Alleinsein genießen
He.
Was bist du denn so abwesend?
Weil Mizuki und Saya das gesagt haben, denke ich jetzt dauernd daran!
Wenn du nicht bei der Sache bist, fällst du nur wieder da rein.
Wieso „wieder“?
Woah, über die Trittsteine den Fluss überqueren!
Ob da wohl Fische drin sind?
Ah, warte!
Mann, was ich will, ist doch Solo-Camping.
Dem Lärm der Stadt entfliehen, sich ganz der Natur hingeben …
Mich nur an Stille und dem Lagerfeuer laben.
He!
Das ist es, was der Seele guttut.
Also …
He!
Ignorier mich nicht, wenn dir was nicht passt!
Ich bin kein kleines Kind!
Du hast versprochen, als mein Lehrmeister mit mir zu campen!
Also ganz sicher nicht, mir von der alles verderben lassen!
Ein bisschen plaudern muss doch drin sein!
Diese komische Sache mit der kleinen Nervensäge muss enden!
Dummie! Flegel! Querkopf! Kleinkind!
Ganz ruhig! Ganz ruhig!
J-Jetzt bin ich wohl zu weit gegangen.
W-Wie lange dauert es denn noch bis zum Campingplatz?
In etwa 10 Minuten sind wir da.
D-Dann ist es ja nicht mehr weit!
G-Gibt es da auch Leute, die für Sport oder so herkommen?
Angeln kann man hier.
Aha?
Das kostet aber meistens extra.
Aktivitäten in der Natur sind neben dem Zelten ein weiterer Reiz am Campen.
Juhu, das klingt toll!
Ich mach nichts davon.
Was, wieso denn nicht?
Als Camper, der zu Fuß unterwegs ist, kann ich nicht viel Gepäck mitnehmen.
Für mich liegt der Reiz am Campen woanders.
V-Verstehe.
Ich rede eben nur, wenn ich gefragt werde. Ich bin nämlich kein kleines Kind.
Von wegen …
Aber sag mal, gehst du immer zu Fuß campen?
Ja, wieso auch nicht?
Meine ich auch gar nicht negativ.
Dachte nur, ist schon beschwerlich genug, was man nur zum Zelten mitschleppen muss.
Nichts Schweres mitnehmen zu können mag der größte Nachteil daran sein.
Aber so tragisch ist es auch nicht, wenn man Bus und Bahn nutzt.
Man wählt den Ort eben entsprechend. Oder lässt sich auch mal abholen.
Aha. Aber mit dem Auto könnte man viel mehr Lieblingssachen mitnehmen.
Mag schon sein. Aber genau dieser Minimalismus macht mir Spaß.
Minimalismus?
Die Wahl der besten Ausrüstung bei möglichst geringem Packmaß.
Jedes einzelne Teil genau abwägen nach Nutzen und Platzbedarf.
Und dann diese Auswahl in nur dem einen Rucksack unterbringen.
Hach, das ist Freiheit.
Mit einem Rucksack überall hin zu können.
Das ist das Gefühl, das es ausmacht.
Freiheit.
Mit dem Gedanken ist Wandercampen nicht so übel, oder?
Wir sind da!
Was ist das denn Cooles?
Wie lange soll das noch gehen? Los jetzt zur Anmeldung!
Sie sind zu zweit?
Ja, zu zweit!
Nein. Jeder für sich.
Parkplatz 600 Yen Zeltplatz 300 Yen Bitte hier an der Anmeldung zahlen. Der Campingplatzbetreiber
Bei Fragen bitte läuten
Häufig richten sich die Gebühren danach, ob man Fahrrad oder Auto dabei hat.
Als Wandercamper profitiert man von den geringen Kosten ohne Zusatzgebühren.
Ohne Fahrzeug und mit eigenem Zelt sind es 1.170 Yen Platzgebühr pro Person.
Also, ich möchte bitte ein Zelt mieten.
Ein Mietzelt, okay.
Diesmal geht das klar, nächstes Mal bitte vorab reservieren.
Ach so, ja, Entschuldigung.
Dann füllen Sie bitte die Mietvereinbarung hier aus.
H-He, Gen?! Du gehst doch nicht etwa schon vor?!
Hallo? Wo willst du hin? Da drüben sah es doch nach Spaß aus!
Da sind Leute.
Häh?
Mir egal, ob es nach Spaß aussieht. Ich meide Plätze, wo schon andere sind.
Das macht mein Solo-Camping doch aus.
Ah! Wie kann man nur so stur sein?
Information Für die Nutzung des Campingplatzes gelten folgende Gebühren Fahrzeug groß: 2.800 Yen Fahrzeug klein: 800 Yen Platzgebühr pro Person: 300 Yen Der Campingplatzbetreiber
Gebühren bitte an der Anmeldung bezahlen
Wow, bist du schnell! Dein Zelt steht ja schon!
Dann kannst du mir ja jetzt bei meinem Zelt helfen!
Wie bitte?
Du bist doch für Solo-Camping hier. Also mach deinen Kram selbst.
Was?!
Dein Zelt baust du schön alleine auf.
Aber …
Außerdem muss ich mich jetzt um mein wichtigstes Gear kümmern.
War heiß heute, kann es gar nicht mehr erwarten.
N-Nicht dein Ernst …
Das ist eben der Unterschied zu denen, die mit Auto oder Fahrrad kommen.
Nach der Schwitzerei vom langen Marsch gibt es nichts Besseres!
Mein Körper lechzt schon danach!
Neben dem Lagerfeuer der größte Genuß beim Campen!
Das Bier!
D-Das ist unfair!
Was stehst du noch rum? Bau dein Zelt auf.
Du bist so ein Fiesling, Gen!
Was soll das?
Dieser alte Sack ist so ätzend!
Das krieg ich doch alleine nie hin!
Die erste Hürde beim Campen ist der Zeltaufbau.
Ein unerfahrener Familienvater kann da schon mal Stunden brauchen.
Kein seltener Anblick auf Campingplätzen.
Du warst doch schon beim Gruppen-Camping?
Warum kannst du das nicht?
Das hat bisher immer der Gruppenleiter gemacht.
Ich war eben fürs Kochen zuständig und so.
Und dann solo campen gehen, erstaunlich.
Sollte kein Kompliment sein.
Bei dem Zelttyp müssen die Heringe noch nicht dran.
Ist nicht falsch, das Zelt gleich bei Ankunft aufzubauen.
Aber ist das wirklich der richtige Platz für dich?
Was?
Du kannst das Zelt auch noch versetzen.
Erst sollten die groben Rahmenbedingungen stehen.
Wo du sitzen willst, wo du kochst, wohin der Zelteingang ausgerichtet ist.
Es sollte trocken und windgeschützt sein.
Feuchtigkeit und Wind sind im Zelt dein Feind.
Für guten Schlaf muss man auch auf die Bodenbeschaffenheit achten.
Eine möglichst ebene Fläche ist gut, ein paar Unebenheiten gibt es immer.
Achte darauf, dass du nicht mit dem Kopf abwärts liegst.
Und noch was.
Die solltest du entfernen, bevor du die Heringe einschlägst.
Darauf liegt es sich unangenehm, das Zelt können sie auch beschädigen.
O-Okay, die hab ich gar nicht gesehen.
Und das Wichtigste ist, welche Aussicht du vom Zelt aus haben möchtest.
Hast du den perfekten Spot gefunden, ist das der Wohlfühlgarant für den Tag.
Die Aussicht! Die soll das Wichtigste sein!
Gut, dann viel Erfolg.
Was?! Du hilfst mich gar nicht?!
Meine Ratschläge sind doch wohl genug Hilfe!
Sei nicht so verwöhnt.
Willst du beim Solo-Camping immer auf Hilfe angewiesen sein?
Hast du die Aufbauanleitung ordentlich gelesen?
Ansonsten hast du hier doch Netz und kannst dich online informieren.
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