The first 200 lines.
"Anne.
Anne, kommen.
Anne?"
Ich bin hier. Schieß los.
"Frag Cully, ob er eine Schlagfalle mit Tellereisen hat.
Eine ist kaputtgegangen."
Schlagfalle. Alles klar.
"Schlagfalle mit Tellereisen.
Sag das dazu, sonst gibt er dir eine mit Abzugeisen."
Sonst noch was?
"Das ist alles. Over und Ende."
Fuchs?
Waschbär.
Wo ist der Rest?
Er ist wieder da.
"Die Jobsituation für junge Männer hier in der Gegend bleibt angespannt.
Mehr dazu morgen in unserer zweistündigen Sondersendung.
Es ist sieben Uhr und draußen sind es frische elf Grad.
Sheryl Babberd hat nun die A-C-K-Y-Nachrichten für Sie.
Und ich bin Captain Jack."
"...kommt es derzeit auf dem Highway 59 in
Richtung Scanterbury zu Behinderungen..."
"...vier Kilometern Rückstau.
Falls Sie also nicht dringend nach Scanterbury
oder noch weiter hoch müssen, empfehlen wir Ihnen..."
Zehn Füchse mal elf.
-Hundertzehn. -Elf?
Im Juni hast du zwanzig gezahlt und das war außerhalb der Saison.
Haben sich nicht verkauft. Mal sehen, ob sie es jetzt tun.
Den Waschbären und die Bisamratte nehme ich nicht.
Wie viel für den Biber?
Acht.
Ist der Preis für irgendwas nicht gefallen?
Nerz und Marder sind hochgegangen.
Wolf bringt hundertfünfundsiebzig, Vielfraß dreihundert.
Ich sehe schon, das reicht nicht für die Sachen,
die du mitnehmen willst.
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Überleg dir, was du am dringendsten brauchst.
Ich brauche eine Schlagfalle.
Mit Tellereisen.
Komm her.
Ja, bist ein Guter.
Du musst ganz vorsichtig sein.
Du schneidest nur die Haut.
Du darfst nicht die Organe aufschlitzen
oder den Magen durchstechen.
Das gibt eine Sauerei und verdirbt das Fleisch.
Jedes Tier im Wald ist schlau genug,
sich durch die Farbe seines Fells zu tarnen.
Bis auf eins.
Der Elch.
Zweihundert sind eine Frechheit.
Ich musste weniger einkaufen.
Für Essen hat es nicht gereicht.
Jetzt muss ich nächste Woche nochmal mit Kastorsäcken wieder hin.
Das ist die Jahreszeit.
Die Leute brauchen erst Felle, wenn es kalt wird.
Vor zwei Jahren waren die Preise viermal so hoch.
Und die Kosten haben sich verdoppelt.
Bisamratten sind wertlos. Die werde ich nicht mehr fangen.
Dafür stelle ich mehr Marderfallen unten am Fluss auf.
Kastorsäcke gehen nach wie vor.
Biber lohnen sich.
Nimm das vom Tisch.
-Ich habe es gleich. -Nicht beim Essen.
Liebling, wie war dein Tag?
Dad zeigt mir alles, was ich wissen muss.
Ich habe einen komischen Käfer mit orangen Haaren gefunden.
-Ein Käfer mit orangen Haaren? -Und... Ja, Tova hat ihn gefressen.
Was für ein Käfer war das?
Hast du deinen Dad mal gefragt?
Ich kenne keinen Namen dafür.
"Käfer mit orangen Haaren" ist gut.
Der Wolf ist wieder da.
Hat einen Waschbären gefressen und nur eine Hinterpfote zurückgelassen.
Wann wolltest du mir das sagen?
Wollte dich nicht beunruhigen.
Renee, iss bitte in deinem Zimmer auf.
-Kann ich nicht meine Ohren zuhalten? -Tu, was ich sage, bitte.
Dauert nicht lange.
Na, los.
Wolltest du uns in Gefahr bringen,
-ohne uns zu warnen? -Wir sind nicht in Gefahr.
Es ist nur ein hungriger Wolf,
-der was zu fressen sucht. -Es ist derselbe.
Irgendwas lockt ihn an.
Entweder Nahrung oder ein Weibchen.
Wenn ich rauskriege, was es ist, kann ich es
-als Köder benutzen. -Wir sind es, die ihn anlocken.
Die Tiere in unseren Fallen sind für ihn
eine zuverlässige Nahrungsquelle.
Wir melden es diesmal.
Denkst du, ich kriege das nicht ohne Polizei hin?
Vielleicht können sie ihn fangen.
Wir laufen nicht vor Problemen weg.
Bringen wir denen unsere Probleme,
-bringen die ihre Probleme zu uns. -Ich habe gute Gründe,
Angst zu haben. Du hast Angst vor Menschen.
Genug davon.
Ich gehe morgen früh raus.
Und wenn er da ist, dann fange ich ihn auch.
Es ist nicht nur der Wolf.
Im Garten wächst nichts mehr und wir können uns kein Essen leisten.
Der Sommer ist fast zu Ende
und wir haben kein Geld für den Winter. Was, wenn es nicht
besser wird bevor es gefriert?
Worauf willst du hinaus?
Was willst du mir sagen?
Denk wenigstens drüber nach.
Wir haben kein Geld für Essen,
aber wir kaufen ein Haus in der Stadt?
Kearney ist keine Stadt.
Nicht mal eine Kleinstadt.
Aber da ist eine Schule und es ist nicht weit ins Jagdgebiet.
Wir könnten zu einer Bank gehen und ich suche mir einen Job.
Sie war jetzt lang genug da drin. Sie denkt noch, wir bestrafen sie.
-Reden wir nachher darüber. -Ja.
"Diese Köter waren im Grunde nichts anderes als gezähmte Wölfe.
Ganz langsam und lautlos zogen sie den Kreis enger.
Ihr heißer Atem hing in der kalten Luft wie eine große Wolke
und das grüne Licht ihrer Augen
zeigte unverhohlene Gier."
Mom, was heißt "unverhohlen"?
Ich bin mir nicht sicher.
So, das war es. Fertig fürs Bett?
Das ist ein hartes Leben.
Das Leben ist hart.
-Überall. -Das hier ist härter.
Du hast es dir ausgesucht und es passt zu dir.
Ich habe es ausgesucht, als ich dich ausgesucht habe.
Und es passt zu mir.
Renee hatte nie eine Wahl.
Sie sollte einfach in die Schule gehen und sich Gedanken machen über
Mathe und über Jungs.
Nicht über Wölfe.
Sie hat keine Angst vor einem Wolf.
Du schon.
Ich habe keinen Schulabschluss.
Macht mich das schwach?
Es geht doch nicht darum, schwach oder stark zu sein.
Die Menschen denken heute nicht mehr so.
Es fühlt sich an, als hätte die Welt uns abgehängt.
Noch eine Generation wie uns wird es nicht geben.
Doch, wenn wir eine erschaffen.
Das hier ist unser Leben.
Das ist unsere Heimat.
Nichts kann uns aus unserer Heimat vertreiben.
Oder aus unserem Leben.
Nicht einmal du.
Gute Nacht.
Nicht heute.
-Hilf lieber deiner Mom im Haus. -Ich will dir helfen.
Du bist zu jung.
Gewöhn dich erst mal an Fluchttiere, bevor du Raubtiere jagst.
Grandpa hat dich mitgenommen, da warst du acht.
-Und ich bin fast dreizehn. -Ich war doppelt so gemein.
Und zweimal so schnell.
Ich muss nicht gemein sein.
Ich bin clever.
Okay, du kannst mir beim Köderlegen helfen.
Aber wenn wir frische Spuren finden, kehrst du um. Keine Fragen.
Tova bleibt hier.
Nimm dein Gewehr.
Joe, bist du da?
"Ich bin hier. Schieß los."
Ist Renee bei dir?
"Ja, sie ist hier. Wir legen nur Köder.
Ich schicke sie nach Hause, falls das hier zu einer Jagd wird."
Sicher, dass das nicht gefährlich ist?
"Wir gehen gegen den Wind.
Wenn sie denselben Weg geht, sollte es kein Problem sein.
Sie hat das 22er bei sich.
Mach nicht so ein Gesicht.
Ich weiß, was ich tue.
Wir sollten aufhören, zu funken.
Das scheißlaute Gepiepse verrät uns schon auf eine Meile."
"Over und Ende."
Ich glaube, das ist Wolfsscheiße.
Komm her.
Verreib das auf deinem Körper.
Gut einreiben.
Guck mich mal an.
Willst du einen Wolf fangen,
sei ihm immer einen Schritt voraus.
Diese vorsichtigen Mistkerle achten stets auf Fallen, also
müssen wir auch aufpassen.
Für den richtigen Atem ist das hier.
Ja?
Okay. Gehen wir weiter.
Ohne sein Rudel
sucht sich ein Wolf eher leichtere Beute.
Er geht auf die Alten,
die Jungen,
die Kranken, die Toten.
Also geben wir ihm, was er will.
Wenn du dich zurückziehst,
pass auf, dass du nicht zu fest auftrittst.
Und keine...
Was ist los?
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