An Autumn Tale

An Autumn Tale (Conte d'automne)

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Autumn Tale 1998 1080p BluRay x264 AAC5 1-[YTS MX]
A Commentary by polaco

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The first 200 lines.

ERZÄHLUNGEN DER VIER JAHRESZEITEN

HERBSTGESCHICHTE

Er ist wirklich gut,

aber eigentlich sollten meine Eltern doch den Wein aussuchen.

Hätten sie was dagegen, wenn wir ein paar Flaschen bei Magali kaufen?

So etwa 40.

Soll ich es ihnen sagen?

Das wäre nett.

Mama, das verkompliziert doch bloß alles.

Nein! Wenn sich deine Freundin darüber freut...

Sie ist die Freundin meiner Mutter, nicht meine.

Ich stehe auf Kriegsfuß mit ihr.

Gute Gelegenheit, sich wieder zu versöhnen.

Ihr liegt nichts daran, und mir auch nicht.

Mich stört es schon, wenn meine beste Freundin

nicht zur Hochzeit meiner Tochter kommt.

Sie kommt doch nur, wenn wir ihren Wein kaufen.

Emilia, das reicht!

Wein hin oder her,

sie käme sowieso nicht, sie will ja nie weg vom Land.

Sie hat vermutlich nicht mal ein Kleid.

Du hast ja eine spitze Zunge.

Das ist meine Angelegenheit, nicht deine.

Du bräuchtest ja nicht mit ihr zu sprechen. Ich werde sie bitten, dir nicht zu gratulieren.

Auf diese Weise käme sie endlich mal ein bisschen raus.

Aber das ist ihr doch egal!

Woher weißt du das?

Ich sage nichts mehr.

Was hast du nur gegen sie?

Nichts. Wir haben uns vor zwei Jahren gestritten,

als ich so blöd war, ihr bei der Weinlese zu helfen.

Sie hat einen echt miesen Charakter.

Schlimmer als ich!

Du wirst schon sehen.

Gut, ich sage nichts mehr.

Ich biete ihr ohne Groll meine Wange zum Kuss.

- Ist ja toll. - Was?

Ich habe gesagt, ist ja toll. Ohne Groll.

Du bist doof.

Ich liebe dich.

Magali!

Guten Tag. Wie geht's?

Rosine, Isabelle.

Guten Tag, Rosine.

Dann noch einen schönen Tag.

- Gute Fahrt! - Ja.

Wie findest du sie?

Sie ist ganz reizend. Wer ist das?

Die neue Freundin von Léo.

Ist er nicht mitgekommen?

Nein, er hat nichts übrig für den Weinberg.

Sie schon.

Sie ist neugierig und interessiert sich für alles.

Ein tolles Mädchen, fast zu gut.

Zu gut?

Ja, Léo ist zwar mein Sohn,

aber das macht mich nicht blind für seine Schwächen.

Geistig ist sie mindestens fünf Jahre älter als er.

Es ist umso erstaunlicher, weil sie in ihren Philosophielehrer verliebt war.

Sie liebt ältere Männer,

und ich fürchte, sie ist nur aus Trotz mit Léo zusammengekommen.

Fahren wir in den Weinberg?

Wenn du willst.

Steig ein. Aber da drin ist es heiß.

...aber es geht noch.

Die ist ja schon bald.

- Die Weinlese. - Ja.

- Sie sind schön und gesund. - Ja.

Weißt du,

ich gelte ja als verrückt, aber... Sieh mal.

Sieh nur, wie schön die sind.

Ja, einzigartig.

Ich produziere zwei Mal weniger als andere. Mich interessiert nicht die Menge.

- Ich will einen Wein, der gut reift. Sieh her. - Dein Wein von '89 war doch hervorragend.

Ja. Aber ich möchte

gerne beweisen, dass der Côtes du Rhône ein Lagerwein ist,

ein wenig wie der Burgunder, verstehst du?

Ich habe noch mehr von den Flaschen, aber die lagere ich,

damit sie weiter reifen können, und zwar auf eigene Gefahr.

Bis wann denn?

Weiß ich nicht.

Momentan reift er noch gut, sogar sehr gut.

Wenn du die 40 Flaschen behalten willst...

Ach was, nein.

Eigentlich ist es nur ein Experiment.

Ich glaube nicht, dass er dadurch wirklich besser wird.

Zumindest nicht dieser Jahrgang. Nein, das glaube ich nicht.

Das hier gehört

meinem Nachbarn.

Wie du siehst, ist hier alles tipptopp.

Ja, ganz anders als bei dir.

Hier findest du kein Fitzelchen Unkraut zwischen den Setzlingen.

Und warum lässt du es stehen?

Dieses Jahr musste ich viel Kritik einstecken,

aber was soll man machen? Ich will es nun mal so.

Also, ich mache das, weil...

Wenn du kein Unkraut willst, musst du Unkrautvernichter benutzen.

Aber die verderben den Geschmack des Weins.

Aber ersticken die Trauben bei dir nicht?

Na ja...

Sieh mal, das kann doch nicht gut sein.

Der ist ein wenig verkümmert. Ich hätte im Frühling besser harken sollen.

Aber alles schafft man nun mal nicht.

Sieh nur! Das ist der Vorteil.

Ab und zu wächst auch ein bisschen Rucola.

Den kannst du dir in den Salat mischen. Das schmeckt fantastisch.

Riecht aber nicht gut.

- Magst du ihn nicht? - Doch, aber...

Ich mag ihn, er riecht nur schlecht. Und was sind das für kleine Blumen?

Das sind wilde Löwenmäulchen.

- Wie hübsch! - Ja.

Wie heißen die, sagst du?

Wilde Löwenmäulchen.

Hübsch, nicht?

Jetzt frage ich dich,

aber bis morgen habe ich sowieso wieder alles vergessen.

Das hat nichts mit schlechtem Gedächtnis zu tun, sondern

mit Aufmerksamkeit.

Ich will nicht, dass meine Aufmerksamkeit

auf dem Land zu sehr beansprucht wird.

Ganz schrecklich finde ich es,

Pilze sammeln zu gehen.

Und Erdbeeren? Magst du Walderdbeeren?

Geht so.

Du vergräbst dich lieber in Buchhandlungen und Bibliotheken.

Stimmt doch gar nicht.

Ich bin Buchhändlerin und keine Antiquarin.

Ich weiß.

Ich bin nun mal verträumt. Auf dem Land wie in der Stadt.

Aber ich finde, dass die Leute auf dem Land

weniger verträumt sind als in der Stadt.

Nein, also,

da irrst du dich.

Sie träumen schon.

Aber sie träumen vom Geld.

Was bescheuert ist, denn auf dem Land wird man nicht reich.

Außer, man hat einen riesigen Hof.

Hör mal,

was ich jetzt sage, klingt vielleicht ein bisschen eingebildet, aber...

Ich betrachte mich mehr als Handwerker

denn als Landwirtin.

Ist doch ein blödes Wort: Landwirtin!

Ich bewirtschafte das Land nicht, ich ehre es.

Verstehst du?

Sieh mal, der Ventoux taucht aus dem Dunst auf.

Ganz schön heiß.

Und wo geht es da hin? Geht es da hinunter?

Pass auf, dass du nicht fällst. Da geht es steil hinunter.

Ist das Heide-Wacholder?

Nein, das ist Zedernwacholder.

Wieder daneben!

Gibt es hier Schlangen?

- Ich habe noch nie welche gesehen. - Die soll es ja in der Strauchheide geben.

- Vipern? - Klar.

Hast du Angst?

Sicher, ich habe Angst vor Tieren, und besonders vor Reptilien.

Vor Wespen und Bienen auch?

Nein, nicht sehr.

Solltest du aber. Das sind nämlich die gefährlichsten.

Ach, red doch keinen Unsinn.

Achtung! Nicht bewegen! Weder vor noch zurück.

So.

Verhak dich nicht. Ich hab's schon.

So. Nächstes Mal passt du aber besser auf.

Danke, du bist ziemlich geschickt.

Ja, aber ich habe keine Kraft in den Händen.

- Bei schwerer Arbeit bin ich nicht so gut. - Du hast einfach sehr zarte Hände.

Zum Glück habe ich ja Marcel.

Aber er ist alt. Er wird bald aufhören.

Du lachst, aber ich brauche Hilfe.

Hat die Weinlese hier schon begonnen?

Gestern.

Bei Magali beginnt sie erst nächste Woche.

Magali?

Die Mutter von Léo.

Nein!

- Ich bin noch nicht weit gekommen. - Schon zu weit. Was haben wir gesagt?

- Dass wir Freunde bleiben. - Und mehr nicht.

Das war gar nicht mehr.

Doch!

Ist nicht so leicht, nur Freunde zu sein.

Ich weiß nicht immer, wo die Grenze ist.

Ich schon. Vertrau mir.

Unsere Situationen sind nicht symmetrisch. Du hast einen Freund, ich bin allein.

Das willst du doch so.

In meinem Alter kriegt man nicht mehr so leicht eine Frau.

Na klar!

Du machst doch alle Schülerinnen verrückt.

Und was bringt mir das?

Nichts als Scherereien,

bestenfalls Freundschaften, die keine echten sind, ob es dir gefällt oder nicht.

Weil du es so willst.

Du schwelgst gerne in Doppeldeutigkeiten.

Nicht bei allem.

Vielleicht bei dem, was ich die Extras des Lebens nenne,

dem Teil, den man halb träumt, halb lebt.

Aber bei dem handfesteren Teil,

und ich sage extra nicht "tiefgründigeren", denn das sind sie beide,

finde ich Doppeldeutigkeit furchtbar.

Wenn ich beschließe, mit einer Frau zu leben,

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