The first 188 lines.
Schnell, sie ist vor zehn Minuten schon mal zusammengebrochen.
Die Sanitäter sind da.
Heilige Thérèse vom Jesuskind, verlass mich jetzt nicht.
Gib mir dir Kraft. Ich will weiterleben. Lass mich wieder auferstehen.
Warum flennst du denn? - Hey, ihr Rotzgören! Haut ab!
Na komm schon, du lahme Ente!
Was machst du denn da, hm? Warum weinst du?
Bist du ganz allein? Ja?
Wo ist denn deine Mama?
Sie Rabenmutter verdienen nicht mal einen Strick, um sich aufzuhängen.
Ich brauche Geld! Ich bin Sängerin! - Sehen Sie sich doch bloß das Kind an.
Ich kümmere mich gut um meine Tochter!
"Louis, ich kann nicht länger auf dich warten. Belleville ist furchtbar.
Ein Agent hat mir geraten, mein Glück in Konstantinopel zu versuchen.”
Wie die große Fréhel!”
Gute Neuigkeiten für unseren Akrobaten? - Aber klar.
Ein Glückwunschschreiben von Clemenceau!
"Mama kümmert sich um Edith, bis bei mir alles ins Rollen kommt.
Louis, ich warte nicht auf deine Rückkehr. Annetta." ”
Ist da jemand?
Edith?
Edith.
Louis?
Das war's!
Sieh mal an!
Das ist deine Enkelin. Edith.
Komischer Vorname.
Sie wirkt etwas schwächlich.
Na los, komm mit.
Was willst du denn hier? Du bist ja süß. Sagst du mir deinen Namen?
Hast du nichts Besseres zu tun, Titine? - Ich muss mal. Oben ist alles besetzt.
Du hast wunderschöne blaue Augen.
Da rein.
Ich höre.
Ich muss wieder weg.
Ich werde bald demobilisiert, und dann arbeite ich wieder als Akrobat.
Ich wollte mal nach dem Püppchen sehen. - Raus!
Ich hab keinen Kunden mehr, Mama Louise! - Dann setz dich an den Empfang.
Wo ist ihre Mutter? - Ich weiß nicht.
Du willst die Kleine bei uns lassen?
Das wird Gerede geben. - Die Leute haben immer was zu quatschen.
Darf sie nicht mit zur Messe?
Wir verpassen noch den Gottesdienst! - Die Erde dreht sich nicht nur um sie!
Na los.
Wir werden also das Baby behalten? - Dürfen wir sie mal sehen?
Sie ist kein Baby. Sie ist ein Mädchen. Ein Stück Brot? - So, raus mit euch!
Sag ihr, sie soll ein Lied singen. Los!
Du könntest im Casino de Paris singen, wenn du nicht so rothaarig wärst.
Das ist gut. Ja, das ist doch hübsch. - Ich ziehe sie an.
Frierst du? Wir müssen ihr was Warmes anziehen.
Titine, mach schon auf! Es reicht jetzt langsam, wirklich!
Was ist los? - Sie ist mit Edith da drin. Du machst sofort die Tür auf!
Was hat sie denn? - Nichts! Los, die Kunden kommen gleich!
Mach auf, sonst wirst du's bereuen! - Ich will nicht arbeiten!
Ich will nicht arbeiten! - Ach nein?
Glaubst du, du bist hier im Hotel? - Ich behalte Edith heute hier.
Ich lass sie nicht allein. - Überhaupt nichts behältst du!
Mach auf! Heute Abend kommt dein Legionär!
Mir egal. Der erzählt nur Geschichten! Das Blaue vom Himmel lügt er runter!
Jetzt aber Schluss, Titine. Du kommst sofort raus oder du fliegst!
So schnell kannst du gar nicht schauen! Ich hab deine Kaprizen satt!
Gut.
Ich mach auf, aber ich will nichts hören.
Doug!
Was ist? Eifersüchtig?
Ich hab die Platten von Billie Holiday, sie müssten im Hotel sein. - Danke dir.
Billie und ich sind im selben Jahr geboren. Lustig, was?
Ich habe hier meine neuen Entwürfe.
Wollen wir sie uns jetzt ansehen oder heute Abend erst? - Später, chéri.
Ich muss das Lied von dem Vollidioten singen.
Das war vor dir. - Was?
Nichts. - Whenever you're ready.
Na, dann los.
Ich bin soweit. Los.
Ok.
Allez venez! Milord. Vous asseoir à ma table.
Il fait si froid dehors. Ici, c'est confortable.
Laissez-vous faire, Milord. Et prenez bien vos aises.
Vos peines sur man coeur. Et vos pieds sur une chaise.
Je vous connais, Milord. Vous ne m'avez jamais vue.
Je ne suis qu'une fille du port. Une ombre de la rue...
Los, rauf mit dir!
Titine!
Geh schön in die Heia, Mäuschen.
Das ist Jeanne!
Was ist passiert? Sag doch was! - Da ist Blut.
Er wollte Doktor spielen mit seinen Instrumenten.
Dieses Schwein!
Scheißleben! Titine!
Das müssen wir der Chefin sagen. - Nein, sie bringt mich um. Es tut so weh!
Ich kann nichts mehr sehen.
Was sagen Sie? - Dieses Kind ist sehr schwächlich.
Die Hornhaut ist angegriffen, die Kleine hat eine Keratitis.
Ist sie blind? - Es handelt sich um eine Entzündung.
Man braucht Geduld. Es kann Monate dauern.
Das ist für die Apotheke.
Vielen Dank. - Wessen Tochter ist das?
Von niemandem.
Los, vorwärts.
Thérèse, ich bitte dich nicht oft um etwas.
Aber bitte hör der kleinen Edith zu.
Komm her, Edith. Sie hört dir zu. Sprich, Edith.
Thérèse, ich möchte nicht blind sein. Ich möchte sehen.
Sie hat überall blaue Flecken. Weiter. - Ich möchte unbedingt lesen.
Und so laufen wie früher. Ich möchte nicht blind sein.
Heilige Thérèse, sag dem Jesukind, es soll Edith Beistand leisten. Weiter.
Danke, heilige Thérèse und Jesukind. - Danke. Danke.
Und schön brav sein, ja?
So, wir sind da.
Schlaf schön, Edith.
Louise, schnell.
Was machst du denn da? Komm her.
Sie kann sehen.
Sie kann sehen!
Tine, steh auf! - Was ist passiert?
Er ist zurück. Er nimmt Edith mit! Zieh dich an.
Nein! - Ich kann nicht glauben,
dass du in dieses Geschäft zurückkehrst! - So sieht die Kleine was von der Welt!
Dann geh.
Edith! Edith! Edith! - Titine, Titine!
Ich will bei dir bleiben! Bitte! - Dazu haben Sie kein Recht!
Das dürfen Sie nicht! Nein! - Lass ihn los! Hör auf!
Sonst setz ich dich vor die Tür! - Ich lasse sie mir nicht wegnehmen!
Wir sind am Flughafen Orly. Die ersten Passagiere steigen aus.
Da ist sie! Edith Piaf. An ihrer Seite ein junger Mann. Mademoiselle Piaf,
was bringen Sie aus Amerika mit? - Einen Amerikaner.
Edith, bitte! Sein Name?
Ruhe! Ich möchte ansto... - Du hast wohl 'n Knall?
Du kannst mich mal! Ja! Hey! Die Patientin braucht Medizin.
Akkordeonspieler, du sitzt nicht weit weg. Pass auf, dass du kein Veilchen fängst!
Sie brauche ich. Rufen Sie mal den Chef! Er soll mir Champagner spendieren.
Ich bin Edith Piaf und hab 'ne Sauerei veranstaltet.
Ich will, dass alle sich abknutschen. Auch die, die sich nicht ausstehen können.
Na los, mein Claude. Doug, my love,
I love you. - Oh, I want to kiss you, Edith!
Wer ist diese Schleimscheißerin? - Ich hab keinen Schimmer.
Wer bekommt das extra scharfe Tatar? - Wo ist denn Ihr hübscher Kollege hin?
Das ist ihr peinlich! - Coquatrix! Hat dich einer gefragt?
Also, Mademoiselle? - Madame Edith Piaf, welch eine Freude.
Was darf ich für Sie tun? - 'ne Menge.
Ich will ein Geschenk. - Selbstverständlich.
Eigentlich wollte ich Champagner, aber jetzt will ich lieber einen Ring.
Einen richtig schönen fetten Klunker. Kapiert? Alles klar?
Bemühen Sie sich nicht, wir nehmen Champagner. Vielen Dank.
Ich stoße an auf meine Liebe zu euch. Dafür, meine Kinder, stehe ich sogar auf.
Los, hilf mir.
Wir stoßen jetzt bitte alle auf Marguerite an.
Meine Komponistin. Und meine beste und treueste Freundin in dem Geschäft.
Brauchst nicht rot zu werden, ma Guite. Sonst fangen wir noch an zu flennen!
Willst du 'n Foto machen? - Nein, lieber nicht.
Ja, genau das Richtige für Sie. Schöne Mischung. Steckt Claude dahinter?
Du gehst mir auf den Zeiger, Loulou! Ich war ein Jahr lang nicht in Paris.
Wir haben gefeiert, das ist alles.
Und markier nicht wieder den gebrochenen Liebhaber.
Mach dich gar nicht erst breit, ich erwarte Besuch.
Sie haben noch einige Verpflichtungen und sind nicht allein.
Erinnerst du dich noch, was für 'n Fummel ich anhatte am ersten Abend im Gerny's?
Eine Pennerin. Und sie hat mich angesehen, als wär ich eine Prinzessin. - Stimmt.
Du warst meine Prinzessin! - Auf Marguerite!
Und auf die, die nur darauf lauern, dass ich abstürze.
Und glauben, dass ich's nicht merke. Santé!
Gibt's 'n Problem, Louis? - Bleib ruhig, Monsieur hat seine Krise!
Lass uns allein. Wir haben zu tun.
Aufgepasst!
Du bist nicht zum Zuschauen hier. Los, mach das zu! Sondern zum Arbeiten.
Hier gibt's keine Kinder. Du musst dir dein Essen selbst verdienen. Das reicht.
Du kleines Miststück! Du hast mir meinen Abgang versaut.
Dumme Göre! Ab in den Wohnwagen. Mach das Abendessen fertig.
Applaus für Louis, den Schlangenmenschen und Verrenkungskünstler!
Sie ist hübsch.
Wie als ist sie? - Zehn.
Hat sie keine Mutter? - Nein, wozu?
Du fühlst dich sicher einsam.
Lad mich doch auf ein Schlückchen Calvados in deinen Wohnwagen ein.
Na, dann komm. - Gut.
Weißt du, wer ich bin?
Ich bin Thérèse.
Geht es deinen Augen gut, mein Engel? - Ja.
Meine liebe Edith. Für wen betest du heute Abend?
Heute Abend bete ich für Titine. - Das ist gut, Edith. Ich wache über dich.
Vergiss niemals: Wenn du allein bist, ich bin immer für dich da.
Vergiss es! Ich wechsle das Rad nicht. - Du packst mit an wie jeder andere!
Ach, leck mich doch! - Verschwinde!
Das hätten wir auch allein geschafft. - Du kannst doch nicht einfach weggehen!
Caroli als Chef halte ich nicht aus! Der hat doch keine Ahnung!
Du hast zu viel getrunken! - Allein verdien ich sowieso mehr.
Und wo willst du arbeiten? - Ich hab's immer alleine geschafft!
Aber ich hab mich gerade an dich gewöhnt. - Dann gewöhn dich eben wieder um!
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