The first 141 lines.
Wir befinden uns in Hattusha,
der Hauptstadt des Reichs der Hethiter im 14. Jahrhundert vor Christus.
Diese Geschichte erzählt von einem Mädchen,
das gemeinsam mit den heißen Winden …
über die anatolischen Steppen fegte.
Die Winde steigen empor.
Sie wirbeln den ausgetrockneten Wüstensand auf.
Die heißen Winde steigen empor.
Hier ist der Himmel, unter dem ich lebe.
Hier, entlang des Ufers des Roten Flusses.
Red River
Der Mann, in den ich mich nicht verlieben darf
Der Mann, in den ich mich nicht verlieben darf
Der Mann, in den ich mich nicht verlieben darf.
Prinz Kail wird sich irgendwann eine rechtmäßige Frau nehmen.
Ich darf mich nicht noch mehr in ihn …
Ich darf mich nicht noch mehr in Prinz Kail verlieben!
Sehr gut! Das reicht für heute.
Wenn du bereits mit Zannanza mithalten kannst,
bist du gut genug, Yuri.
Prinzessin Yuri hat so schnell dazugelernt,
dass wir ihr nicht mehr gewachsen sind.
Du hast wirklich Talent.
Wenn ich bei Prinz Kail bleiben will, …
bleibt mir ja nichts anderes übrig.
Ich glaube, ich verstehe jetzt, was dich an diesem Mädchen so fasziniert.
Sie gibt immer alles und ist entzückend.
Verzeiht die Störung, Eure Hoheiten.
Was gibt es?
Es ist lange her, seit alle Prinzen zur gleichen Zeit in der Stadt waren,
deshalb möchte Seine Majestät heute Abend ein Bankett abhalten.
Und er möchte, dass alle Prinzen in Begleitung ihrer Konkubinen erscheinen.
Das gilt im Besonderen für Prinzessin Yuri, denn er möchte
einen Blick auf Ishtar werfen.
Prinz Kail, bitte seid vorsichtig.
Der Vorschlag, die Konkubinen einzuladen, kam von Großkönigin Nakia.
Die Großkönigin … Führt sie wieder etwas im Schilde …?
Seid ihr sicher, dass ich hier nicht fehl am Platz bin?
Das ist sie!
Das soll Prinz Kails Konkubine sein?
Was trägt sie denn da? Sie sieht ja wie ein Junge aus!
Wen haben wir denn da?
Prinz Kail und Prinz Zannanza.
Ich heiße Euch willkommen.
Großkönigin Nakia …
Du da! Dieser Eingang ist nicht für deinesgleichen!
Verschwinde!
Eure Majestät. Das hier ist der Eingang für Mitglieder des Königshauses.
Demnach darf auch sie als meine Prinzessin ihn benutzen.
Eure Prinzessin?
Nun, aufgrund ihres Erscheinungsbildes hielt ich sie für einen Eurer Diener.
Ob sie nun Ishtar ist oder nicht, ihre Gewänder sind unangemessen!
Dass ausgerechnet Ihr, Prinz Kail, es nicht schafft,
Eurer Konkubine Kleider bereitzustellen … Damit macht Ihr Euch zum Gespött!
Prinz Kail hat mir Kleider besorgt!
Ich trage diese Sachen, weil ich will …
Schweig!
Du bist hier nicht von Belang.
Wenn ein Prinz seine Konkubine so zum Bankett Seiner Majestät mitbringt,
muss ich seine Qualitäten infrage stellen!
Nimm es dir nicht zu Herzen.
Sei einfach du selbst.
Aber …
Keine Sorge, Prinzessin Yuri!
Wir haben schon mit so etwas gerechnet und sind vorbereitet!
Kommt schnell!
Hier herüber!
Eure Hoheit, bitte entschuldigt uns einen Moment.
I-In Ordnung.
Kail, wo hast du deine Ishtar gelassen?
Ishtar wartet auf die Morgendämmerung.
Bitte habt noch ein wenig Geduld.
Wie sieht es bei dir aus, Zannanza? Jetzt, da Kail eine Konkubine hat,
bist du der einzige Prinz ohne eine Prinzessin.
Ihr habt recht.
Auch ich wünsche mir, bald eine geeignete Partnerin zu finden.
Nun gut.
Bitte gestattet mir das Wort.
Prinzessin Yuri ist nun bereit.
Was ist denn los, Prinzessin Yuri?
D-Dieses Kleid ist mir doch etwas zu peinlich!
Der Schleier der Nacht erscheint dichter.
Na schön. Dann führe ich sie eben her.
Yuri!
Na komm! Fass dir ein Herz und zeig dich!
W-Was ist los? Sehe ich wirklich so komisch aus?
Sie ist nicht wiederzuerkennen!
Stimmt ja! Ishtar ist auch die Göttin der Schönheit und Fruchtbarkeit.
Sie ist wahrlich bezaubernd!
In der Tat! Er hat wahrlich einen hohen Standard.
Da verwundert es nicht,
dass er so lange gewartet hat, bevor er sich eine Konkubine nahm.
Achtung!
E-Entschuldigung!
Ich bin keine langen Kleider gewöhnt …
Nicht doch. Ich muss um Verzeihung bitten.
Was ist los? Bist du erschöpft?
Oh! Prinz Zannanza!
Ich bin ja zum ersten Mal auf so einem prunkvollen Bankett.
Und ich mache mir Sorgen wegen der Großkönigin.
Als ich dich vorhin sah, war ich überrascht.
Du siehst meiner Mutter ähnlich.
Meine Mutter war eine Kammerzofe der vorherigen Großkönigin Hinti,
der Mutter meines Bruders.
Sie fiel unserem Vater ins Auge und so wurde ich geboren.
Und deshalb seid Prinz Kail und du zusammen aufgewachsen?
Leider hatte meine Mutter eine schwache Konstitution.
Sie ging von uns, als ich klein war.
Danach nahm mich Großkönigin Hinti auf.
Sie machte keinen Unterschied zwischen meinem Bruder und mir.
Ich weiß noch, dass meine Mutter zierlich und dünn war, wie ein junges Mädchen.
Also genau wie du.
Yuri, komm mal bitte!
Ich möchte dich den Ministern vorstellen.
Entschuldige. Wir sehen uns später.
Prinz Zannanza.
Möchtet Ihr noch einen Schluck Wein?
Gern. Bitte schenk mir ein.
Eure Majestät.
Ich habe ihm den Wein eingeschenkt.
Ah, gute Arbeit.
Das ist ein exquisiter Wein aus Ägypten.
Ich wollte ihn unbedingt davon probieren lassen.
W-Was ist los? Mir ist so heiß …
Es verschwimmt alles …
Prinz Zannanza!
Was du getrunken hast, nennt sich rosenrotes Wasser.
Es gibt etwas, das du begehrst, nicht wahr?
Unterdrücke deine Gefühle nicht länger!
Los! Nimm dir, was du begehrst!
I-Ich …
Das, was ich will, …
ist dieses Mädchen!
Hach, endlich sind wir zu Hause.
Ich hab genug von diesem flatterigen Kleid! Ich ziehe mich um!
Dann werden wir Euer Bad vorbereiten.
Ich werde Euch waschen.
Ist nicht nötig! Ich bade allein!
Aber …
Dafür, dass nichts passiert ist, bin ich ganz schön kaputt.
Wir hatten heute fest mit einer Falle der Großkönigin gerechnet …
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