The first 123 lines.
Die Miliz von Tus unterlag den Nomaden.
Das Heer ist vernichtet.
Ihren Einmarsch wird man nicht mehr stoppen können.
Es wird Plünderungen geben.
Wir sollten Vorräte und Waren zügig verstecken.
Viel passt hier nicht rein …
Ich suche mit meinen Söhnen in den Bergen Zuflucht.
Ja, das ist eine gute Idee.
Verstecke du dich mit Sitara im Kellerraum.
In drei Tagen holen wir euch ab.
Sitara, pass auf Fatima auf.
Jawohl. Ich beschütze sie!
Bis dahin, gnädige Frau, Sitara.
Wir sind bald zurück.
Da muss ich an meine Kindheit denken.
Wir mussten oft fliehen.
Also wirklich! Nimm das etwas ernster!
Es stimmt aber.
Hier sind Datteln für Euch, gnädige Frau.
Danke dir, Sitara.
Hier unten fühlt es sich an, als sei die Zeit stehengeblieben.
Das Licht, das durch dieses Loch fällt, ist dreimal erloschen.
Bald kehren die anderen zurück.
Und selbst wenn sie später kommen, …
haben wir dank Anis und Sumurrud mehr als genug zu essen.
Die Bücher sind auch unversehrt.
Stimmt.
Danke, Sitara.
Du gibst mir Zuversicht.
Ach, ich tue doch gar nichts.
Also …
Gnädige Frau.
Ich frage mich, ob die Nomaden Euklid lesen.
Das weiß ich nicht.
Aber ich darf diese Bücher nicht verlieren.
Sie sind der Nachlass meines Mannes.
Stimmt.
Sag, Sitara.
Magst du Muhammad?
Wie?
Ja, ich achte ihn sehr.
Einen so klugen Menschen trifft man selten.
Er ähnelt seinem Vater.
Die konservative Theologie war nichts für ihn.
Er wird auf seinem Weg viel Widerstand erfahren.
Dann wird er jemanden brauchen, der ihm eine Stütze ist.
Sitara, das vermagst nur du.
Ich will, dass du für ihn da bist.
Als Mensch, nicht Sklavin.
Jawohl.
Das sind die anderen.
Endlich können wir hinaus.
Ja.
Jaadugar: Eine Hexe in der Mongolei
Rosen im Februar
Danke, Sitara.
Nicht doch.
Mach Platz.
Sitara.
Nicht widersetzen.
Jawohl.
Gnädige Frau.
Nein, nicht dieses Buch …
(Die sind mir egal. Tu damit, was du willst.)
„Und dem Diebe schlagt beide Hände ab, ganz gleich ob Mann oder Frau.“
Sitara!
Dieses Buch gehört dir nicht! Gib es zurück!
(gehört meinem Vater Dschingis Khan, der wie die Sonne jeden Winkel erhellt!)
„Ich bin kein Dieb.
Alles auf dieser Welt …
gehört meinem Vater, Dschingis Khan.“
Er spricht unsere Sprache.
Sprach Ihre Hoheit.
(Schwachen Menschen wie dir steht nur eines zu:)
Nicht!
G-Gnädige Frau …
Rührt …
meine Tochter …
nicht an …
Gnädige Frau?
Oh nein …
Gnädige Frau!
Sitara.
Du lebst.
Bist du verletzt?
Anis, ich …
Ich hatte doch versprochen, die Herrin …
zu beschützen, aber sie ist …
Die gnädige Frau …
Ich verstehe.
Wir wurden auf dem Weg in die Berge gefangen genommen.
Danach teilte man uns in mehrere Gruppen ein.
Frauen, Kinder und Handwerker.
Die übrigen Männer und die Alten brachte man fort.
Darunter den werten Onkel.
Und dann …
Mikhail …
Mikhail!
Wie grausam …
Sumurrud …
Bitte, nicht weinen.
Du bist ein braves Kind, ja?
Sumurrud …
Kannst du stehen?
Schaffst du das …?
Dieser Mann da …
Er hat damals die Wanne repariert.
Wir müssen schnell den Onkel finden.
Hasan …
Hasan!
Die Furcht vor diesen unheimlichen Männern
trieb uns weiter in die Steppe.
Der Februar dieses Jahres war noch etwas kühl.
Auch das Wasser war kalt.
Doch …
im Licht der Sonne bemerkte ich, wie dick die Rosenknospen geworden waren.
Während wir uns der Arbeit hingaben …
„Im Namen Allahs, des Erbarmers,
des Barmherzigen.“
hörten wir die Schüler des werten Onkels beim Rezitieren.
Goldig, nicht?
So war ich auch, als ich hier ankam.
Sie sind zurück!
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