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Onegin Hotel 2025 RUSSIAN WEB-DL AMZN
A Commentary by tedi
Retail AMZN | 1:26:06

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Published on: 2026-07-21
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The first 200 lines.

FILMFONDS RUSSLAND

STUDIO M.I.R.

MIT UNTERSTÜTZUNG DES FILMFONDS RUSSLANDS

PRÄSENTIERT DEN FILM

HOTEL „ONEGIN“

DREHBUCH IRINA MARGOLINA

REGIE IRINA JEWTEJEWA

MUSIK OLGA PETROVA

„Durch Zauberkraft des Liedes erwachen in der dunstigen Erinnerung

aufs Neue mir die Visionen heller und trauriger Tage.“

Barry!

Komm her.

- Großmutter! Großmutter! - Großmutter, Großmutter.

„Am Meeresbogen steht die grüne Eiche;

eine goldne Kette hängt an ihr…“

- Großmutter, was bedeutet „Lukomorje“? - Das ist eine Biegung der Meeresküste.

Dort, wo das Meer sich biegt wie ein Bogen.

„Bei Tag und Nacht der gelehrte Kater wandelt auf der Kette rings umher;

Geht er nach rechts – hebt er ein Lied an,

nach links – erzählt er Märchen.

Dort sind Wunder: dort streift der Waldgeist,

auf Zweigen sitzt die Nixe…“

- Großmutter, wer ist ein Waldgeist? - Ein Waldgeist? Nun…

so ein kleines Wesen des Waldes, eine Art Kobold.

Ach so, verstehe!

- Verstehst du? - Der Waldgeist ist wohl nicht sehr gut,

denn er ist ja ein Kobold.

Bei Puschkin gibt es jedoch keine Figuren,

die allzu gut oder allzu böse wären;

selbst seine Dämonen sind teuflisch charmant.

Alles geschieht nach Gottes Willen.

So begann ich Puschkin zu lieben und alles, was mit ihm zusammenhängt.

Ich sah Großmutter Nina zum letzten Mal,

doch noch heute, wenn ich Puschkin lese, höre ich ihre Stimme.

„Bewahre mich, mein Talisman,

bewahre mich in Tagen der Verfolgung, in Tagen der Reue und der Unrast:

an einem Tag der Trauer wardst du mir gegeben.

Wenn der Ozean rings um mich brüllende Wellen hebt,

wenn die Gewitterwolken donnernd brechen – bewahre mich, mein Talisman.“

ARTHUR WACHA

LJUBOW KASARNOWSKAJA

SERGEJ BYSGU

SERGEJ DREIDEN

ELENA RUFANOWA

ANASTASIA FILIPPOWA

MAXIM SAMYLIN

- Guten Tag, Barry. - Ja, Boris.

- Machst du dich auf den Weg? - Ich habe beschlossen: jetzt oder nie.

Die Ärzte geben mir nicht mehr als ein oder zwei Jahre.

Sie übertreiben. Sie versuchen nur, dir Angst zu machen, dich zu täuschen.

„Ach, mich zu täuschen fällt nicht schwer…!

Ich täusche mich ja selbst so gern!“

Ich bin in Puschkin versunken.

Und je mehr ich lese, desto weniger verstehe ich.

Du bist doch Puschkin-Forscher.

- Sag mir, warum ist das so? - Ja.

Das ist Nabokov. Ja.

Seine ausführlichsten Kommentare zu „Eugen Onegin“.

Hier schreibt er, sieh:

„Meinen Ruhm werden ‚Lolita‘ und ‚Onegin‘ sichern.“

‚Lolita‘ – nun ja, ein halb-pornographischer Roman,

und ‚Onegin‘ – ein großes Werk der Literatur.

Und ihn zu berühren – heißt Unsterblichkeit erlangen.

Du bist Regisseur. Du bist ein außerordentlich begabter Mensch.

Vielleicht wirst du ihn mit Hilfe deiner Puppen begreifen.

Meine Großmutter sagte: „Alles geschieht nach Gottes Willen.“

Eine weise Frau.

Du reist doch in Puschkins Land, nicht wahr?

Ich glaube an dich. Du bist Russe.

Zu einem Viertel. - Das genügt.

Mir scheint, das alles ist für dich sehr persönlich.

Was wird aus ihm?

Eben das ist es. Vielleicht fütterst du ihn?

Unter uns gesagt, lieber sollte er mich füttern.

Wir bleiben in Verbindung.

Katze, lauf nicht über Puschkin!

Das sind die Rätsel des Romans „Eugen Onegin“.

Wie alt ist Tatjana?

Es ist unhöflich fremde Notizen zu lesen.

Aber das sind doch keine Briefe. Sie sind nicht versiegelt.

Sprichst du da, oder werde ich verrückt?

Was ist denn dabei? Russisch kann ich sogar besser als du.

Warum hast du all die Jahre geschwiegen?

Es gab keinen Anlass.

Ich habe in deiner Notiz gelesen: „Wie alt ist sie?“ – und das war’s.

Ja, es gibt Versionen, dass sie 13 ist und noch ein halbes Kind.

Doch wenn sie 17 ist,

dann wäre sie nach den Maßstäben der Onegin-Zeit schon eine alte Jungfer.

Also, verzeih, du gelehrter Kater,

hast du nur deshalb gesprochen, um meine Notiz zu lesen?

Lass mich nicht zurück. Ich verdiene Respekt.

In Russland werde ich dir nützlich sein. Und ich brauche kein Visum,

nur eine Impfbescheinigung. Außerdem kenne ich mich mit Medizin aus.

Heutzutage braucht jeder eine Bescheinigung.

Na gut. Aber nur unter uns, denn verstehst du,

man könnte dir das Visum verweigern, also die Bescheinigung.

Kein Problem. Katzen können Geheimnisse bewahren.

Mama, hallo! Ich sitze im Flugzeug.

Nein, ich bin warm angezogen, mach dir keine Sorgen.

Ich kaufe mir in Moskau einen Pullover und eine Mütze.

Dann sehe ich aus wie Doktor Schiwago.

Die Katze? Ja, sie sitzt neben mir.

Fünfzig Pfund bestes Katzenfutter im Gepäck.

Er ist ruhig. Ich auch. Bitte denk positiv.

Und pass gut auf dich auf. Ich liebe dich. Küsschen! Tschüss!

- Animation ist primitiv. - Ihr Beruf?

- Nur so aus Interesse. - Barry.

- Dina. - Ich habe einen Beruf.

- Wirklich? - Allerdings.

- Sind Sie berühmt? - In gewissen Kreisen.

Und Sie… sind Russe?

- Und Sie? - Zu einem Viertel Russe.

- Sie sprechen gut. - Meine Großmutter hat sich bemüht.

Und der Kater ist ein Sibirer. Er spricht Russisch besser als ich.

Jeder hat seine Schwächen. Nicht wahr?

Nach Moskau beruflich?

Ja. „Puschkin“ ist ein Animationsfilm.

Alexander Sergejewitsch?

Schullektüre. „Ich schreibe Ihnen…“ mussten wir auswendig lernen. Komisch.

Ich finde das sehr rührend.

Dieser Eugen, denke ich, ist irgendwie infantil.

Vom Leben übersättigt!

Dann bring dich doch um. Aber Tatjana hingegen

ist geistig und moralisch gewachsen. Das verdient Respekt.

Und wir alle haben uns in der Jugend ein wenig in solche Onegins verliebt.

- Wie alt bist du? - Siebzehn.

Ich glaube,

Tschaikowski war derselben Meinung über Onegin und Tatjana.

- Pjotr Iljitsch? - Genau der.

Nun, ich gehe kurz weg. Die Katze – macht sie nicht irgendwo hin?

Während des Fluges hält er sich zurück.

Man hat mich nicht dressiert. Entschuldige.

Sie ist kurz weggegangen. Soll ich etwas ausrichten?

Nein, danke.

Die Fluggesellschaft trägt Verantwortung für alle Minderjährigen

unter 14 Jahren an Bord.

Unter 14.

Du bist für dein Alter sehr gebildet.

In welchem Sinn?

Nun, eigentlich solltest du noch ein Kind sein.

Ich hatte keine Wahl.

- Strenge Eltern? - Meine Mutter.

- Lehrerin? - Operndiva.

Oh. Eine Operndiva.

Ich habe Puschkins Märchen mitgenommen. Gesammelte Werke, Band sieben.

Die Briefe aus „Eugen Onegin“, Gedichte der 1820er–1830er Jahre.

„Ruslan und Ljudmila“, die „Erzählungen Belkins“, Lotman – mit Kommentaren.

„Verdank' ich höchste Dichterfreuden:

Vergessenheit im Sturm der Leiden Und Freundschaft, innig ausgetauscht.

Wie manches Jahr ist doch verrauscht, Seitdem in Traumesphantasien

Tatjanens und Onegins Bild Zum erstenmal sich mir enthüllt –

Da auch das Endziel meiner Mühen, Im Zauberspiegel festgebannt,

Noch kaum im Umriß vor mir stand.“

TATJANA, SANKT PETERSBURG, OPER

OLGA, ONEGIN, DUELL

NAMENSTAG, LENSKI, BALL BEI TATJANA

„Stets bescheiden…

stets gehorsam…

stets heiter wie der Morgen.

Augen blau wie weiter Himmel…

…Lächeln, Locken flachsgolden…“

Nun, wie gefällt es Ihnen?

Und jetzt Tatjana.

„Nicht durch die Schönheit ihrer Schwester,

nicht durch die Frische ihrer Wangen

hätte sie die Blicke angezogen.“

Übrigens plante Alexander Sergejewitsch anfangs

nur eine einzige Heldin – Olga.

„Wild, traurig, schweigsam, scheu wie ein Reh im Wald,

erschien sie in der eigenen Familie wie ein fremdes Mädchen.“

Diese Zeilen brachten manche Puschkin-Forscher auf den Gedanken,

Tatjana könne Autismus gehabt haben. Verzeihen Sie den Skandal.

- Wirst du abgeholt? - Man sollte.

Das hier ist für mich. Soll ich dich mitnehmen?

Nein, danke. Und das hier ist für mich.

- Guten Tag. - Guten Tag.

- Gute Reise gehabt? - Ja, danke.

- Ich heiße Barry. - Und ich Jelissej.

- Zarewitsch. - Haben Sie Ihre Braut gefunden?

Noch nicht. Der Wind hier ist so unberechenbar.

„Wind, o Wind! Du bist gewaltig, du jagst die Schwärme der Wolken.“

Vor uns liegt Moskau. Rechts – Petersburg.

Und dort die Puschkin-Berge. Michailowskoje.

Die Güter – Trigorskoje, Petrowskoje.

Das sind alles Landsitze,

an denen unser Alexander Sergejewitsch seine Werke schuf.

Merk dir, Barry: Puschkin ist ein Seelenzustand.

Hör nur, wie er schrieb:

„Durch wogende Nebel dringt der Mond,

auf traurige Lichtungen gießt er traurig sein Licht.“

„Durch wogende Nebel dringt der Mond,

auf traurige Lichtungen gießt er traurig sein Licht.

Auf winterlicher, eintöniger Straße eilt die flinke Troika dahin,

und ein eintöniges Glöckchen klingt ermüdend.

Etwas Heimisches erklingt in den langen Liedern des Fuhrmanns:

bald ausgelassene Kühnheit, bald herzliche Schwermut…

Kein Licht, kein dunkles Haus, Wildnis und Schnee… Mir entgegen

tauchen nur gestreifte Meilensteine auf dem Wege auf…

- Traurig, Nina!“ - „Traurig, Nina!

Schläfrig, stille Nickt mein Fuhrmann.

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